Behinderung nach einem Unfall

Thema: Behinderung nach einem Unfall

  • Behinderung nach einem Unfall

    Hallo,

    ich hoffe es geht allen relativ gut!

    Der Bruder eines Freundes ist seit einem schweren Unfall Querschnittsgelähmt. Er kam zu Beginn überhaupt nicht damit klar. Er hat auch ein Suizidversuch hinter sich. Der Unfall ist nun 10 Jahre her, mittlerweile hat er sichgefangen un neuen Mut gefunden. Er hat vor einem Jahr geheiratet, seine damalige Freundin!

    Hat jemand Erfahrungen damit oder ist selbst Betroffen davon?





  • Antwort: Behinderung nach einem Unfall

    Das kann ich mir gut vorstellen ,das für diesen Menschen eine Welt zusammenbricht durch diese Querschnittslähmung. Depis sind da kein Wunder. Mann muß lernen seine Situation zu akzeptieren und das best mögliche daraus machen. Doch leider geben sich viele auf, lassen niemandern an sich ran und wollen keine Hilfe.

    Bei uns in der Nähe lebt ein junger Mann. dem das selbe passierte. Ich sehe ihn öfters mit seine beiden Bernasennen Hunde durch die Gegend fahren. Wir leben im Bergischen Land. Dieser Mann bewältigt den steilsten Berg mit seinen Rolli(ohne Motor). Seine Begeitung darf ihn nicht schieben. Er ist in meinen Augen ein Kämpfer. Doch denke ich ,das er auch unter Depis zu leiden hat.

    Es ist schwer plötzlich sich nicht mehr versorgen zu können und ständig auf Hilfe anderer angewiesen zu sein. Der Weg ist lang, bis man seinen neuen Körperakzetiert und wieder Freude am Leben findet.

    Es gibt so viele Dinge die Behinderte Menschen tuen können, ich denke da auch an Behinderten Sport. Das Problem ist,den inneren Schweinehund zu bekämpfen und die verschiedenen Angebote in Anspruch zu nehmen.

    Versucht diesen Menschen zu aktivieren wieder am Leben teil zu mehmen,nur bedrängt ihn nicht zu sehr. Gute Freunde tuen ihn gut, die mit ihm gemeinsam was unternehmen.LG Moonlight

  • Antwort: Behinderung nach einem Unfall

    Hallo zusammen,

    ich muß ja ehrlich gestehen, daß ich mir vor 10 Jahren noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe, ob oder wie jemand mit einer Behinderung klar kommt. Wärend meiner Zivildienstzeit hatte ich nur mit Leuten zu tun, die entweder seit Geburt oder seit zig Jahren Behindert waren. Um es mit meiner damaligen Naivität zu sprechen: Da hat sich der Charakter entwickelt und der Geist ist gefestigt.

    Nur wurde ich eines besseren belehrt.

    Vor gut 4 Jahren kam ich auf die total dämliche idee mir von einer Straßenbahn meinen linken Fuß zerquetschen zu lassen. (das ist ironisch gemeint, liebe Leute, sehr makaber aber ironisch) Ich kann noch nicht mal sagen, wie ich mich danach gefühlt habe.

    Meine erste Frage, als ich von der Intesiv- auf die normale Station geschoben wurde, war nur, wieviel fehlt vom Fuß, weil der tut weh und ich habe mal gelesen, das wenn er "nur" gebrochen wäre, keine Schmerzen verurachen würde. Ehrlich war es mir auch egal, ob das stimmt oder nicht.

    Jedenfalls, als mir mitgeteilt wurde, wieviel fehlt, hörte ich in mich. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe und vielleicht hätte ich auch irgendetwas empfunden, wenn ich nicht so ein großes Pensum an Drogen inne hatte.

    Gleichwie einige Tage später hatte ich auch mein "Loch" in das ich stürzte. Und das genau für 10 min. Mehr habe ich mir nicht zugestanden, denn ich merkte sofort, wie tief das nach unten ging. Ob das an mir lag oder an meiner Familie und Freunde, die ständig da waren,weiß ich nicht. Jedenfalls wollte ich nicht "abstürzen" und nahm auch sehr gerne den psychologischen Dienstes der Uniklinik an.

    Vielleicht hatte ich Glück, nicht in diesen "Kokon" verschwunden zu sein, aber ich muß auch sagen, am meisten auf den Zeiger gegangen ist mir, wie noch heute, die ewig wiedr kehrende Frage :"Das muß dich doch unglaublich belasten, das du dies und jenes...usw" oder "Bist du sicher, das du das in deinem weiteren Leben schaffst ?" und noch ähnliche Sprüche.

    Ich glaube nicht, das es irgendeine Patentlösung gibt, aber vielleicht hilft die einfache Frage: "Was ist passiert?" und es dann dabei belassen. Und man sollte Leuten, die sagen ich schaffe dies und jenes, wie z.B. der Herr mit seinem Rollstuhl im Bergischen, ruhig machen lassen.

    Nogmaan

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