Thema: Calciummangel

  • Antwort: Calciummangel

    Hallo zusammen!

    Zwar ist der letzte Beitrag schon etwas älter, aber ich bin neu hier und dachte, ich antworte trotzdem mal. Gut

    Zum Thema Calciummangel kann ich einiges erzählen, da ich seit einer Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Entfernung vor knapp 6 Jahren unter diesem "leide".

    Der Mangel macht sich bei mir durch Kribbeln in den Händen und Beinen bemerkbar, es kann auch zu Krämpfen kommen. Je nachdem, wie aktiv ich bin, wäge ich meinen Bedarf mittlerweile selber ab.

    Allerdings ist der Mangel bei mir durch Ernährung nicht mehr auszugleichen, sodass ich gezwungen bin, auf Präparate zurückzugreifen. Ich nehme aktuell 2.000 mg Calcium am Tag, verteilt auf 2 Dosen. Zudem muss ich noch Vitamin D in Tropfenform einnehmen, damit mein Körper das Calcium überhaupt verarbeiten kann.

    Ich persönlich möchte aber auch jeden hier vor dem zu leichtsinnigen Griff zu ebendiesen Präparaten warnen. Bevor man diese nimmt, sollte man einen Calcium-Test beim Arzt machen lassen, damit dieser einem sagen kann, ob es vonnöten ist und welche Dosis empfehlenswert ist. Ich hatte, als es bei mir damals anfing, leider einen Hausarzt, der sich mit Hypocalcämie überhaupt nicht auskannte. Er hat mir über Monate hinweg eine viel zu hohe Dosis Calcium und Vitamin D verschrieben. Dazu eine kurze Erklärung:

    Vitamin D wird durch Sonnenstrahlen in der Haut produziert - dieses verarbeitet das Calcium im Körper, sprich in die Muskeln und Knochen. Überschüssiges Calcium stellt kein Problem dar, da es ausgeschieden wird. Übermäßiges VitD allerdings kann äußerst gefährlich werden, da es, wenn überschüssiges CA vorhanden ist, dieses in die Organe "verbaut". Diesen Fall hatte ich damals - wodurch meine Nieren versagt haben, weil sie verkalkten. Wäre ich nicht in meiner Arztpraxis ohnmächtig geworden, wäre ich heute nicht mehr hier. Nur dadurch, dass der Arzt dort Bescheid wusste, konnte ich noch gerettet werden. Man sollte dies also nicht unterschätzen.

    Mir wurde seinerzeit erklärt, dass ein normaler CA-Wert zwischen 2,4 und 2,6 liegen sollte. Als ich im Krankenhaus gelandet bin, lag meiner über 5.

    Nun liege ich in der Regel immer zwischen 1,8 - 1,9 was zwar eigentlich zu wenig ist, für mich jedoch ausreicht. Richtiger Calciummangel ist natürlich ebenfalls nicht zu unterschätzen, ich freue mich schon auf die bald anstehenden Knochendichtemessungen und das erhöhte Osteoporose-Risiko.

    Dennoch möchte ich noch dazu sagen, dass es mir sehr gut geht und wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, das alles kein Problem darstellt.

    Ich bin nur vorhin auf euer Thema aufmerksam geworden und möchte, wie gesagt, einfach kurz auf die Risiken beider Seiten (Mangel und Vergiftung) hinweisen, da ich beides kenne. Immer erst zum Arzt gehen, bevor man zu Präparaten greift.

    Viele Grüße

    Kokosflocke

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