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gibt es eine adäquate Darmkrebs Nachsorge?
Thema: gibt es eine adäquate Darmkrebs Nachsorge?
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geschrieben von Germano vor mehr als 3 Jahren (02.09.2008 16:24)Stichworte (Tags):
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Nach einer Krebsbehandlung braucht man sehr spezielle und auch intensive Betreuung. Die Betroffenen sind körperlich und auch seelisch an die Grenzen gegangen!
Eine optimale Nachsorge sollte mehrer Dinge vereinen.Zum einen sollte immer wieder den Patienten durchchecken um einen möglichen Tumorrückfall so früh wie möglich zu erkennen um dann geeignete Therapiemaßnahmen einleiten zu können.
Die Begleit und Folgeerkrankungen müssen behandelt werden. Dazu gehören Verdauungsstörungen und auch Stuhlinkontinenz.
Psychische Unterstüzung um wieder am Leben ganz normal teilhaben zu können
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Antwort zu Antwort: gibt es eine adäquate Darmkrebs Nachsorge?
Hallo!
Also vielleicht schildere ich mal, wie bei mir die Nachsorge nach meiner Darmkrebserkrankung stattfindet.
Nach der OP (davor hatte ich Bestrahlung und Chemo) musste ich alle 6 Monate zum Onkologen. Dort wurde eine Oberbauchsonographie gemacht und die Blutwerte, einschliesslich der Tumormarker bestimmt. Einmal im Jahr steht eine Darmspiegelung an und Röntgen Thorax. Nach 5 Jahren reduziert sich Röntgen und Darmspiegelung auf 1x alle 2 Jahre.
Bei mir trat nun der Fall ein, dass ich im Februar 2007 zur Oberbauchsonograpie war, die vollkommen in Ordnung war, auch die Tumormarker waren im grünen Bereich. Der nächste Termin wäre dann im August/September gewesen. 1x jährlich muss ich nun aber auch in die Strahlenklinik zur Nachkontrolle wg. Spätschäden der Chemo und Bestrahlung. Dieser Termin fiel zufällig auf Anfang Mai 2007. Ich ging eigentlich guter Dinge dorthin, weil die letzte Untersuchung ja noch nicht einmal 3 Monate her war und da alles o.B. war. Wie geschockt ich war als man bei der Sono eine 5cm grosse Metastase in der Leber feststellte, könnt ihr euch denken, auch die Tumormarker waren extrem hoch. Das zeigt mir doch, dass es eine adäquate Nachsorge nicht gibt. Alles wird nur nach Statistiken gemacht, dabei ist jeder Mensch und jede Erkrankung anders. Was die psychische Betreuung nach der Diagnose Krebs betrifft, gibt es noch sehr viel Nachholebedarf. Man steht damit sehr alleine da, wenn man sich nicht selbst um Kontakte zu Psychoonkologen oder Selbsthilfegruppen bemüht, hilft einem keiner. Habe sogar die Erfahrung gemacht, das manche Ärzte selbst psychisch überfordert sind, wenn es darum geht, einem Patienten eine solch schwerwiegende Erkrankung zu erklären.
Liebe Grüsse Berry

