Suchtkranker Mitarbeiter

Thema: Drogen

Thema: Suchtkranker Mitarbeiter

  • Suchtkranker Mitarbeiter

    Hallo,

    ich bin Leiter einer Musikschule und möchte anonym bleiben.

    Wir haben in unserem Lehrerteam einen Musiklehrer (Anfg. 30), der für uns freiberuflich tätig ist. Er ist ein ganz hervorragender und beliebter Pädagoge, ein wunderbarer Musiker und ein liebenswerter Mensch. Allerdings hat er eine langjährige Drogenvergangenheit. Er hat sich einige Jahre lang so ziemlich alles einverleibt was auf dem Markt erhältlich ist. Er ist einfach ein sehr sensibler Mensch, der - um es mal klar zu sagen - nicht "systemkompatibel" ist. Er kommt mit seinem Geld nicht klar, hat weder Kranken- noch sonst eine Sozialversicherung, hat sich stillschweigend beim Finanzamt "abgemeldet" und und und ...

    Tja, und dann bricht 2-3x pro Jahr die Drogensucht durch. Er ist tagelang angeblich krank (mangels gelbem Schein nicht verifizierbar), natürlich fällt der Unterricht aus und wenn er dann mal aufschlägt (z.B. zu einem Konzert) ist er einfach so nicht tragbar. Er hält sich selbst für unglaublich toll und unwiederstehlich, spielt aber nur völligen Mist.

    Wir sind jetzt gerade (mal wieder) am überlegen ob wir ihn hochkantig rausschmeissen sollen, aber das ist ein echt zweischneidiges Schwert.

    Auf der einen Seite möchten wir ihn ungern verlieren, auf der anderen Seite glauben wir, dass er erst dann den Absprung schafft, wenn er wirklich am Boden liegt. Und da plagt uns natürlich irgendwo das Gewissen ...

    Wie sollen wir mit so einem Menschen umgehen??

  • Antwort: Suchtkranker Mitarbeiter

    Also was du da schreibst sagt doch das er nicht gut ist und Mist spielt also was wollt ihr mit ihm ?Ausserdem gehört so was nicht in eine Lehrerrolle er ist kein Vorbild so --er muss verwarnt werden--dann nochmal und wenn er keine Suchttherapie macht dann kündigen..

    Leider ist das wie bei Alkis oft--am Boden liegen..sonst schaffen sie es nicht--aber manche sind doch noch vernünftig und lassen mit Druck aber..sich belehren..wenn man ihnen z.B sagt ihnen ihr liebstes Kind abzunehmen --usw..Probiere das mal...lG Marion

  • Antwort: Suchtkranker Mitarbeiter

    Naja, die meiste Zeit ist er ja wirklich ein Top-Lehrer und Musiker, aber die paar Wochen im Jahr machen die Milch halt sauer und sind natürlich alles andere als Vorbildlich für die Kinder. Er kommt zwar nicht "stoned" zum Unterricht (höchstens mal zu einem Konzert), aber das spricht sich natürlich rum: "Unser Lehrer ist wieder mal 'krank' ..."

  • Antwort: Suchtkranker Mitarbeiter

    wenn er an sich ein guter Mitarbeiter ist, ihr ihn auch als Mensch schätzt usw. solltet ihr ein offenes und klärendes Gespräch mit ihm führen. Räumt er sein Drogenproblem selbst ein oder leugnet er es? Ihr solltet ihm mit Nachdruck aber ohne direkte Drohung raten eine Langzeittherapie (ab 6 monate aufwärts) zu machen, in seinem eigenen Interesse... das problem bei suchtkranken ist häufig das sie selbst nicht einsehen das sie in der scheise sitzen bzw es nicht zugeben...



    Ein möglicher deal wäre z.B. das er eine Langzeittherapie macht mit er garantie danach wieder bei euch arbeiten zu können...

  • Antwort: Suchtkranker Mitarbeiter

    ich als betroffene Person kann dazu nur sagen: setzt euch mit ihm zusammen, und sagt ihm klipp und klar das, was ihr von ihm denkt, und was ihr mit ihm erlebt, und das es einfach nicht tragbar ist auf Dauer.

    Sagt ihm , er solle sich selbst unbedingt mal reflektieren, denn wenn es ihm keiner sagt, dann wird er weiterhin die Schiene fahren, daß er alles für richtig und toll hält, was er so bringt.

    Bietet ihm Eure Hilfe an, und sagt ihm ganz klar, dass es euch wichtig ist, die Wahrheit zu wissen, wenn er immer mal wieder Abstürze hat.....und dann setzt ihm ein Zeitllimit, in dem er sich beweisen kann, daß er an sich arbeitet,bzw. mit euch zusammen arbeitet....wenn er das in den Sand setzt, dann ist er selber Schuld, und wird wahrscheinlich danach aufwachen, wenn es zu spät ist.....ob ihr ihm dann nochmal eine Chance geben wollt, sei euch überlassen......

    Damit habt ihr ihm die Möglichkeit gegeben, und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, und es liegt dann an ihm, ob er die Möglichkeit annimmt !

    Wie findest du den Voschlag ?

    Bei mir ist es so: immer wenn es besonders brennt, dann schaffe ich plötzlich Dinge, die ich vorher nicht besonders ernst genommen habe !

    Allerdings habe ich weniger Probleme mit Drogenabrutschern als vielmehr mit meiner Pünktlichkeit !

    lieben Gruss

    mouhtaram

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