Hallo,
ich bin Leiter einer Musikschule und möchte anonym bleiben.
Wir haben in unserem Lehrerteam einen Musiklehrer (Anfg. 30), der für uns freiberuflich tätig ist. Er ist ein ganz hervorragender und beliebter Pädagoge, ein wunderbarer Musiker und ein liebenswerter Mensch. Allerdings hat er eine langjährige Drogenvergangenheit. Er hat sich einige Jahre lang so ziemlich alles einverleibt was auf dem Markt erhältlich ist. Er ist einfach ein sehr sensibler Mensch, der - um es mal klar zu sagen - nicht "systemkompatibel" ist. Er kommt mit seinem Geld nicht klar, hat weder Kranken- noch sonst eine Sozialversicherung, hat sich stillschweigend beim Finanzamt "abgemeldet" und und und ...
Tja, und dann bricht 2-3x pro Jahr die Drogensucht durch. Er ist tagelang angeblich krank (mangels gelbem Schein nicht verifizierbar), natürlich fällt der Unterricht aus und wenn er dann mal aufschlägt (z.B. zu einem Konzert) ist er einfach so nicht tragbar. Er hält sich selbst für unglaublich toll und unwiederstehlich, spielt aber nur völligen Mist.
Wir sind jetzt gerade (mal wieder) am überlegen ob wir ihn hochkantig rausschmeissen sollen, aber das ist ein echt zweischneidiges Schwert.
Auf der einen Seite möchten wir ihn ungern verlieren, auf der anderen Seite glauben wir, dass er erst dann den Absprung schafft, wenn er wirklich am Boden liegt. Und da plagt uns natürlich irgendwo das Gewissen ...
Wie sollen wir mit so einem Menschen umgehen??

