Antwort: ausgewogene Ernährung von Kindern - Möhrensaft
Hallo julchen64,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Sachen immer wieder anbieten muss. Auch wenn die Kinder sie vielleicht nicht mögen. Es schadet keinem wenigstens einmal zu probieren.
Ich finde es übrigens nicht so schlimm, wenn Dein Sohn manche Sachen nur einzeln mag, Hauptsache er isst überhaupt etwas davon.
Eine befreundete Mutter hält es so, dass sich jeden Tag ein anderer in der Familie (auch die Eltern) aussuchen darf, was es zu essen gibt. Die Abmachung ist, dass von allem etwas gegessen werden muss und zwar ohne zu mosern. So kommt jeder einmal zu seinem Lieblingsessen und muss eben auch einmal etwas essen, was ihm nicht so schmeckt.
Ich habe auch festgestellt, dass man die Kinder eher dazu bekommt, etwas Neues zu probieren, wenn man sie "mit kochen" lässt. Das können kleine Handreichungen sein, oder irgendwas mit dem Kindermesser klein schnippeln lassen oder einfach nur den Tisch decken und vorher natürlich der Mama oder dem Papa oder wem auch immer beim Kochen zusehen zu dürfen. Dabei kann man den Kindern z.B. gut den Geruch verschiedener Gewürze nahe bringen. Meine Kinder lieben es Basilikum- oder Petersiienblätter oder auch Schnittlauch einfach mal so zu naschen.
Sicher geht es nicht von heute auf morgen, dass Dein Kind alles isst (und vermutlich mag es manche Sache nie), aber als wir mit Zwei- bis Vierjährigen gemeinsam eine Gemüsesuppe zubereitet haben (jedes Kind durfte irgendwelche Zutaten schneiden), haben auch die Kinder Gemüsesuppe gegessen, die das zu Hause abgelehnt haben.
Bei uns im Kindergarten gab es einmal in der Woche ein gemeinsames Essen, das die Kinder mit vorbereiten durften. Das lief folgendermaßen ab: Die Erzieherinnen überlegen sich irgendetwas, was sich leicht umsetzen ließ. Dazu befragten sie auch die Kinder, was diese am liebsten mochten. Dann gab es eine Zutatenliste.
Jede Woche besorgten die Eltern eines anderen Kindes die angeforderten Zutaten. Dafür konnte man sich in eine Liste eintragen, wann es einem am besten passte. Die Zutatenkosten bekam man wieder zurück. Denn um Kosten gerecht zu teilen, zahlte man für eine gewisse Zeit 5 Euro pro Kind. Wenn dieses Guthaben aufgebraucht war, wurde wieder von Neuem Geld angefordert.
Das Besondere war dann, dass das Elternteil, das die Zutaten besorgte, an diesem Tag mit im Kindergarten bleiben durfte, wenn es sich das einrichten konnte. Die Kinder haben das sehr genossen.Vielleicht ist so etwas in Eurem Kindergarten auch möglich.
LG
opera