Die menschliche Fettverdauung geschieht in Darm und Leber. Die mit der Nahrung aufgenommen Fette sammeln sich vor dem Magenausgang und werden von dort in kleinen Portionen in den Zwölffingerdarm (Duodenum) abgegeben. Kleine Portionen deshalb, weil zur Fettverdauung große Mengen an Gallensaft benötigt werden. Dieser zerlegt das Fett in winzig kleine Tröpfchen, die sogenannten Mycellen. Das mycellisierte Fett hat durch die vielen kleinen Tröpfchen eine größere Oberfläche an der anschließend das Verdauungsenzym Lippase ansetzt. Das spaltet das Fett in Fettsäuren unterschiedlicher Länge auf. Die kurzkettigen Fettsäuren (6 bis 12 C-Atome) wandern durch die Darmwand hindurch ins Lymphsystem und gelangen über den sogenannten Milchbrustgang (Ductus thoracicus) in den Blutkreislauf (linker Venenwinkel der Vena subclavia).
Alle längerkettigen Fettsäuren werden in der Darmschleimhaut weiterverarbeitet. Sie werden dort zu sogenannten Chylomikronen, den eigentlichen Cholesterinen (von: Chol=Galle + Ester= Verbindung), weiterverarbeitet. Dazu werden sie zu im Dreierpack zu Triglyceriden zusammengefasst, mit einem speziellen Eiweißmolekül (Lippoprotein) kombiniert und mit Phospholipiden (Phosphatid) umhüllt. Das Ergebnis ist ein handliches, kleines Paket, welches ins Blut abgegeben wird. Diese Cholesterinpakete (Chylomikronen) sind zwar alle mehr oder weniger gleich groß, aber unterschiedlich in ihrer Dichte. Je komprimierter, also kleinvolumiger das Eiweis darin ist, desto weniger Raum benötigt es in seiner Umhüllung. Und genau darin liegt der Unterschied zwischen den verschiedenen Cholesterinarten.
Da gibt es zunächst die sogenannten HDL (High Density Lippoproteins). Das sind ausgesprochen liebenswerte Cholesterine. Deren Eiweißinhalt ist so stark komprimiert, das er kaum Platz verbraucht. Sie haben daher noch eine Menge Platz in Ihrer Hülle und wenn sie auf ihrem Weg durch die Blutbahn auf ein ungebetenes Fettmolekül stoßen, sammeln sie es ein und nehmen es mit.
Problematisch hingegen sind die sogenannten LDL (Low Density Lippoproteins). Sie sind schon recht gut mit Eiweiß gefüllt und haben kaum noch Platz in ihrem Inneren. Daher ist ihr Nutzen für unsere Gefäße gering. Noch schlimmer sind jedoch die VLDL (Very Low Density Lippoproteins).
Deren Eiweißinhalt hat eine solch geringe Dichte, das er das gesamte Paket bis zum letzten Winkel ausfüllt. Wenn unser Hausarzt uns vor zu viel Cholesterin warnt, dann meint er damit eben diese VLDL. Sie können sich im Gefäßsystem absetzen und führen an den Gefäßwänden zu arteriosklerotischen Veränderungen. Am besten entfernt man sie durch die Aufnahme von kaltgepresstem, naturbelassenem Pflanzenöl, das viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält. Ungesättigte Fettsäuren kann man einem Pärchen vergleichen, das sich an der Hand hält. Beide haben noch eine weitere Hand frei, mit der sie Fettablagerungen aufsammeln und mitnehmen können. Das Gegenteil davon sind gesättigte Fettsäuren. Sie gleichem einem Pärchen, welches sich an beiden Händen hält. Sie haben daher keine Hand mehr frei, um noch irgendetwas mit zu transportieren.
Facharzt für Allgemeinmedizin

Ich habe mir schon ein paar Tropfen Olivenöl pur gegönnt. Es schmeckt scheußlich, doch für meine Gesundheit ertrüge ich es. 






