derzeitiger Wissensstand - arterielle Hypertonie

Thema: Blutdruck

Thema: derzeitiger Wissensstand - arterielle Hypertonie

  • derzeitiger Wissensstand - arterielle Hypertonie

    Einmal etwas übersetztes Medizinerlatein, heutiger Stand der Ursachenerklärung für Hypertonie:

    Heutzutage gelten für alle Altersgruppen dieselben Blutdruckwerte, denn man weiß mitlerweile statistisch und durch Messungen, dass der Blutdruck nicht gänzlich bei der Formel 100+Lebensalter normal ist!

    Man unterscheidet somit drei Schweregrade von Bluthochdruck:

    1. wenn die Systole immer höher als 140 mmHg und die Diastole höher als 90 mmHg ist = leichte arterielle Hypertonie
    2. bei 160/100 mmHg spricht man von mittelschwerer
    3. bei 180/110 mmHg von schwerer Hypertonie.

    Der Mediziner unterscheidet dann im Alltag diese Hypertonien dann in primär essentiell (meint in ursächlichen) und sekundär symptomatische (meint als Anzeichen einer anderen Krankheit) Hypertonien.

    Die erste Gruppe macht fast 90 bis 95 Prozent aller Hypertonien aus! Sie stellt ein multifaktorielles Leiden dar, das heißt es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle:

    • auf alle Fälle genetische Faktoren als Auslöser
    • auch erhöhte Werte von Elektrolyten (Salze, wie Natrium) zum Beispiel durch zu viel salziges Essen, typisch für Europa und USA
    • eine erhöhte Aktivität des Sympathikus
    • und psychosoziale Faktoren, meint Stress, Wohlbefinden, Schicksalsschläge (das gebrochene Herz)

    werden alle diskutiert und sind auch wissenschaftlich belegt.

    Die zweite Gruppe, also 5 bis 10 Prozent aller Krankheitsfälle, haben andere Erkrankungen als Auslöser des Bluthochdrucks:

    • 25 Prozent allein fallen auf Erkrankungen der Nieren (renale Hypertonien), chronische Nierenerkrankungen, Nierenversagen
    • 3 Prozent sind hormonelle (endokrine) Störungen, wie Cushing-Syndrom, Hyperthyreose, Akromegalie
    • der Rest sind Herz- und Kreislauferkrankungen (kardiovaskuläre), wie Aortenklappennsuffizienz, Aortenisthmusstenose, auch Arteriosklerose...etc., die auch, aber nicht unbedingt! durch Diabetes mellitus II ausgelöst werden können, oft nicht müssen.

    Generell ist übrigens fest zu halten, dass es keinen Normblutdruck gibt. Nur im Lanzeittest ist eine Hypertonie bei Verdacht feststellbar.

    Ach übrigens, kleiner Tipp, wer seinen Blutdruck digital messen will. Zum einen immer links am Armgelenk messen und zum anderen dreimal messen, denn das digitale Messgerät ist zu genau und kleinste Zuckungen werden sofort verrechnet, als ein analoges mit Blasebalg Gut

    Und wem das noch nicht reicht, kann sich gänzlich im Lexika unter folgenden Link informieren, steht dann nochmal allgemeingülter erklärt darin:

    http://www.imedo.de/practice/conditions/show/48-bluthochdruck

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