Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

Thema: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

  • Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    Ich wollte jetzt auch nochmal das Thema der vorgeburtlichen Untersuchung (also der pränatalen Diagnostik) anbringen, da ich es für wichtig halte und ja nach wie vor viel darüber diskutiert wird.

    Man kann ja mittlerweile durch z.B. Amniozentese schon während der Schwangerschaft (auch schon sehr früh) feststellen ob das Kind das Down-Syndrom hat. Sollte die Diagnose positiv sein wird dann oftmals die Option gestellt, das Kind abzutreiben.

    Ich finde das sehr schwierig, weil einerseits scheint es grausam ein Kind abzutreiben "nur" weil es nicht perfekt ist, aber andererseits ist es eben auch sehr anstrengend etc. ein behindertes Kind großzuziehen.

    Wie steht ihr dazu?

    LG

  • Antwort: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    Meinst du mit dieser pränatalen Untersuchung, diese Fruchtwasseruntersuchung mit der dicken Nadeln?

    Abgesehen davon: Ich glaube, wenn das Kind da ist, dann liebt man als Mutter doch nur noch! Egal, wie das Kind auf die Welt gekommen ist.

  • Antwort: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    Zufällig hatte ich gestern eine Unterhaltung über Geburt und Schwangerschaft, weil schon einige in meinem Umfeld schwanger sind oder waren.

    Eine Bekannte hatte sich sogar darüber pikiert, dass man das Kind erstmal waschen sollte, bevor man ihr das auf den Bauch legt. Was würden solche Menschen nur ohne Vorsorgeuntersuchungen machen...? Schwach...

  • Antwort: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    Hallo,

    ich hatte mich vor fünf Jahren gegen die Fruchtwasserpunktion entschieden, da ich meistens auf Spritzen recht allergisch und mit starken Entzündungen reagiere. Da ich Angst hatte, meinen Kleinen dadurch zu verlieren, entschied ich mich dagegen.

    Jedoch wurde bei mir hochauflösende Ultraschalldiagnostik an der Uni-Klinik durchgeführt und nichts entdeckt, auch nicht im 3/4D-Bild. Keine Fingerkreuzstellung, keine Auffälligkeiten im Gesicht (Hasenscharte), kein offener Rücken etc.

    Am nächsten Tag, nach der Geburt, erfuhr ich dann etwas ruppig, dass mein Kleiner Trisomie 21 hat.

    Da nun mittlerweile bekannt ist, dass es sich um Mosaik-Trisomie handelt und er merklich keine geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen oder Krankheiten aufweist, bin ich froh auf meinen Bauch/Herz gehört zu haben.

    Die Vorstellung, eine Fruchtwasserpunktion durchgeführt zu haben und ihn dann... man möchte sich so etwas als Mutter gar nicht erst ausmalen.

    LG Brigitte.

  • Antwort: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    das ist etwas, was ich mir garnicht vorstellen will! stelle ich mir sehr schwer vor!

    aber find ick gut, dass du selber stolz auf dich bist... mosaik-trisomie? du schreibst, man bemerkt das dann garnicht (oder so gut wie?)??? ist doch eigentlich supa, oder?

  • Antwort: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    chrisi, so eine wie die die, ist noch gar nicht reif für ein Kind und wird es womöglich auch nie sein! Wer sowas vom Stapel lässt.... also sowas... unmöglich, da kann man echt nur den Kopfschütteln.



    Zum Thema Pränataler Diagnostik möchte ich sagen, dass das ein sehr schwieriges Thema ist, und auch sehr emotional wird wenn man darüber diskutiert, aber ich kann beide Seiten verstehen, aber kann mich nicht eindeutig auf eine Stellen.

    Wie ist es bei euch?

  • Antwort: Pränatale Diagnostik und die Konsequenzen - wie steht ihr dazu?

    Danke, es ist sicherlich super für den Kleinen, dass er nichts hat, trotzdessen ist er in gewisser Weise durch die Trisomie 21 gebrandmarkt. Es ging schon mit dem Kindergarten los, obwohl er sich gänzlich normal entwickelt, durfte er nicht in den Kindergarten, weil dieser eine extra Betreuerin für ihn abstellen müsste! Erst, als ich einen Waldorf-Kindergarten entdeckte, der durch einen Eltern-Verein gegründet worden war, klappte es mit dem Kindergartenbesuch.

    Es sind nicht einmal zwischenmenschliche Probleme, sondern eben gesellschaftliche Gründe, die alles etwas komplizieren.

    Ähnlich auch die Pränataldiagnostik, denn was nützt es, wenn zwar Arzt und werdende Mutter dann zwar über die mögliche Erkrankung aufgeklärt sind, aber weder die Entwicklungsmöglichkeiten noch Behandlungsmöglichkeiten zu bestimmten Krankheiten wie Trisomie 21 vorhersagen/bestimmen können. Für einen von beiden, ist die Entscheidung damit ungenau und schwierig.

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