Der Fachbegriff für Lebensmittelvergiftung ist so lang, wie die Liste möglicher Irrtümer 
Was ist eine Lebensmittelvergiftung eigentlich? Eine Lebensmittelvergiftung bezeichnet lediglich die stark spürbaren und sehbaren Folgen einer bakteriellen Toxikose (Vergiftung) des Magen-Darms-Kanals, welche der Körper so schnell wie möglich versucht loszuwerden. Der Übeltäter sind wieder einmal Bakterien und zwar in erster Linie vor allem Staphylokkoken (Staph. aureus ohne Resistenz, gewisse Unterarten). Diese äußerst hitzeresistenten Fieslinge lieben es, sich in nicht adäquat gelagerten oder für Konserven nicht genügend erhitzten Speisen niederzulassen. Das gilt also für alle Konservenprodukte mit Ei-, Fleisch-, Milch- und Fischzutaten, sowie für zu lange und falsch gelagerte Speisen, auch selbstgemachte, falsch geschlossene Einweckgläser.
Isst man die kontaminierte Speise nun, schüttet das Bakterium im Magen/Darm Toxine (Gifte) aus, sogenanntes Staphylokkoken Enterotoxin. Dieses führt dann mit Verzögerung nach Nahrungsaufnahme von einer halben Stunde bis zu zwei Stunden zum bekannten "Brechdurchfall":
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö (wässrige Durchfälle)
- abdominelle Beschwerden (Bauchkrümmen)
- Abgeschlagenheit
Innerhalb weniger Tage verschwinden normaler Weise die Symptome, das Gift wurde rausgespült. Kompliziert wird es nur, wenn besonders die Durchfälle andauern. Dann kann es zur sogenannten Elektrolytentgleisung kommen, da der Darm sämtliche Nährsalze des Körpers ausspühlt.
Daher ist viel trinken!!! bei einer Lebensmittelvergiftung die beste Therapie. Ist der Patient zu abgeschlagen, hilft auch eine Natrium-Chlorid-Infusion inklusive Kalium (HES Lösung). Will man das Gift schnell herausbekommen, kann auch medizinische Aktivkohle als organischer Schwamm dabei helfen, das Gift herauszuschleusen.
Generell gilt, dass man bei Verdacht einer Lebensmittelvergiftung, also einer Staphylokkokenenterotoxikose - bei Zungenbrechen oder Stottern, fragen sich nicht ihren Hausarzt, sondern sprechen sie einfach Lebensmittelvergiftung *g* - , immer seinen Hausarzt verständigt, der am besten ihre Situation bewerten kann, denn vor allem Herzpatienten haben bei einer Diarrhö nichts mehr zu lachen.
Mit den besten Grüssen

