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Ballonkatheter
Thema: Ballonkatheter
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Stichworte (Tags):
Arteria carotis communis, Arteria femoralis, Arterie, arterienverkalkung, Arterienverschluss, Arteriosklerose, Erweiterung, Gefäßwand, glatte Muskelzellen, Herzinfarkt, Hypertophie, Kardiochirurgie, Kardiologie, Katheter, Langzeitwirkung, minimalinvasiv, Operation, Paclitaxel, Sprengung, Stenose, Vasodilatation, zentraler Zugang
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Hallo...
das klingt ja vielversprechend! Hat jemand damit Erfahrungen?
Wird es bereits öfters gemacht oder ist das noch ganz neu?Übernimmt die Kasse die kosten? Weißt du das zufällig?
Ich hoffe die Medizin macht noch weiter so Fortschritte... davon können wir ja dann alle profitieren!!!
Grüße
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Antwort zu Antwort: Ballonkatheter
Den gibt es noch nicht in den Kliniken. Er muss erst noch zugelassen werden. Es wurden aber schon Studien darüber gemacht die sehr positiv verlaufen sind.
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geschrieben von friedoline1 vor mehr als 3 Jahren (09.10.2008 14:39)Antwort zu Ballonkatheter
Hallo domino!
Wenn ich Dich richtig verstehe ist dieser Ballonkatheter mit einem Medikament überzogen, welches stetig abgegeben wird und somit eine erneute Verengung verhindert.
Andererseits bedeutet es, daß dieses Medikamentendepot eines Tages aufgebraucht sein wird. Wie lange würde es dauern? Mehrere Jahre?
Schöne Grüße
f1
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Antwort zu Antwort: Ballonkatheter
Ja ich glaube dann muß man nochmal operiert werden. Wie lange es hält weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall länger als bei einem normalen Ballon Katheter.
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Antwort zu Antwort: Ballonkatheter
HAst Du vielleicht noch den Link zu dem Artikel, domino?
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geschrieben von Charon vor mehr als 3 Jahren (21.11.2008 17:27)Antwort zu Antwort: Ballonkatheter
Also einen Ballonkatheter über zentrale Arterienzugänge einzuführen, sei es am Hals, die Arteria carotis communis, oder am Bein, Arteria femoralis als beliebte Zugänge, und dann verengte Gefäßstellen (Stenosen) zu sprengen (zu erweitern, mechanische Vasodilatation) existiert schon länger und wird sehr erfolgreich angewandt.
Das Problem dabei war immer, wenn die Gefäßwand durch den kleinen Ballon wieder geweitet worden ist, begannen durch die gleichzeitige Gegenkontraktion die glatten Muskelzellen zu wachsen, welche in den Gefäßwänden der Arterien (hier stark ausgeprägt, schwächer in den Venen) als Schicht (Tunica muscularis) anliegen. Die Hypertrophie (also Größenzunahme) der glatten Muskelzellen verengte damit wiederum das eröffnete Gefäßvolumen, was die Effizienz der guten Operationsmethode immer etwas schmälerte, Nachbehandlungen erfordlich machten.
Die neuen, klinischen Studien, unter anderem auch in Tübingen und Berlin, benetzten den Ballonkatheter nun mit einem Wirkstoff namens Paclitaxel, der beim Aufblasen des Katheters, in die verengte Gefäßfalte gedrückt wird und die darin befindlichen Muskelzellen lähmt, das Wachstum hemmt. Somit bleibt das eröffnete Gefäßvolumen länger offen, bis der greifede Mechanismus der Arteriosklerose auch diese Arterienstelle oder Verzweigung des Gefäßes wieder hinreichend befallen hat.
Aber von einigen Jahren, je nach Ausprägung bis unter Umständen sehr lange Zeit - das müssen Langzeitkontrollstudien zeigen - kann man nach dieser Behandlung mit einem riesigen Effizienzsprung ausgehen.

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geschrieben von friedoline1 vor mehr als 3 Jahren (21.11.2008 19:40)Antwort zu Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt
Hallo Charon!
Danke für die Ausführungen.

Einige Jahre hört sich gut an. Würde es in dem Stadium der Arteriosklerose noch helfen die Ernährung umzustellen? Würde es demnach den Prozeß der erneuten Verkalkung ganz verhindern?
Oder liegt es hier nur an den Muskelzellen, die nach der Lähmung wieder aufwachen und den Zugang wie von Dir bereits beschrieben verengen, als verspätete Gegenreaktion?
Schöne Grüße
f1
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geschrieben von Charon vor mehr als 3 Jahren (24.11.2008 13:25)Antwort zu Antwort: Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt
Also die betreffenden Muskelzellen werden durch Paclitaxel restlos gezielt am weiteren Wachstum oder gar Teilung gehemmt. Paclitaxel ist gelinde ausgedrückt ein Chemotherapeutikum, also ein Cytostatikum. Da es jedoch nur lokal an definierter Stelle angewendet wird, sind keine Schäden wie bei einer Globalbehandlung bei Krebsindikation zu erwarten.
In gewisser Weise ist also ein Krebstherapeutikum hier vielversprechend in geringer Dosis entfremdet wurden.

Kurz, die Verengung geschieht an dieser Stelle nicht mehr durch die Gefäßwände. Eine Ernährungsumstellung ist ratsam, wird aber in höherem Alter generell die Arteriosklerose je nach Veranlagung nur verlangsamen.
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geschrieben von friedoline1 vor mehr als 3 Jahren (26.11.2008 11:45)Antwort zu Antwort: Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt
Hallo Charon!
Danke für die ausführliche Information. Gut zu wissen, daß auch im Alter noch ein gewisser Grad an Vorbeugung sinnvoll ist.
Vielleicht kann ich eine Frendin von mir überzeugen, doch noch ihre Ernährung umzustellen.

Schöne Grüße
f1

