Thema: Ballonkatheter

  • Ballonkatheter

    Für alle Interessierten,

    es gibt eine neue Methode um Arterienverkalkung vorzubeugen.

    Ein Ballonkatheter wird eingeführt um die Adern zu erweitern. Dieser ist gespickt mit einem Medikament das verhindern soll, das sich die Gefäße wieder verengen.

    Das ist doch ein super Fortschritt. Fragt sich nur wer das alles bezahlen soll.

  • Antwort: Ballonkatheter

    Hallo...

    das klingt ja vielversprechend! Hat jemand damit Erfahrungen?
    Wird es bereits öfters gemacht oder ist das noch ganz neu?

    Übernimmt die Kasse die kosten? Weißt du das zufällig?

    Ich hoffe die Medizin macht noch weiter so Fortschritte... davon können wir ja dann alle profitieren!!!



    Grüße

  • Antwort: Ballonkatheter

    Den gibt es noch nicht in den Kliniken. Er muss erst noch zugelassen werden. Es wurden aber schon Studien darüber gemacht die sehr positiv verlaufen sind.



  • Antwort: Ballonkatheter

    Hallo domino!



    Wenn ich Dich richtig verstehe ist dieser Ballonkatheter mit einem Medikament überzogen, welches stetig abgegeben wird und somit eine erneute Verengung verhindert.

    Andererseits bedeutet es, daß dieses Medikamentendepot eines Tages aufgebraucht sein wird. Wie lange würde es dauern? Mehrere Jahre?



    Schöne Grüße

    f1

  • Antwort: Ballonkatheter

    Ja ich glaube dann muß man nochmal operiert werden. Wie lange es hält weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall länger als bei einem normalen Ballon Katheter.

  • Antwort: Ballonkatheter

    HAst Du vielleicht noch den Link zu dem Artikel, domino?

  • Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt

    Also einen Ballonkatheter über zentrale Arterienzugänge einzuführen, sei es am Hals, die Arteria carotis communis, oder am Bein, Arteria femoralis als beliebte Zugänge, und dann verengte Gefäßstellen (Stenosen) zu sprengen (zu erweitern, mechanische Vasodilatation) existiert schon länger und wird sehr erfolgreich angewandt.

    Das Problem dabei war immer, wenn die Gefäßwand durch den kleinen Ballon wieder geweitet worden ist, begannen durch die gleichzeitige Gegenkontraktion die glatten Muskelzellen zu wachsen, welche in den Gefäßwänden der Arterien (hier stark ausgeprägt, schwächer in den Venen) als Schicht (Tunica muscularis) anliegen. Die Hypertrophie (also Größenzunahme) der glatten Muskelzellen verengte damit wiederum das eröffnete Gefäßvolumen, was die Effizienz der guten Operationsmethode immer etwas schmälerte, Nachbehandlungen erfordlich machten.

    Die neuen, klinischen Studien, unter anderem auch in Tübingen und Berlin, benetzten den Ballonkatheter nun mit einem Wirkstoff namens Paclitaxel, der beim Aufblasen des Katheters, in die verengte Gefäßfalte gedrückt wird und die darin befindlichen Muskelzellen lähmt, das Wachstum hemmt. Somit bleibt das eröffnete Gefäßvolumen länger offen, bis der greifede Mechanismus der Arteriosklerose auch diese Arterienstelle oder Verzweigung des Gefäßes wieder hinreichend befallen hat.

    Aber von einigen Jahren, je nach Ausprägung bis unter Umständen sehr lange Zeit - das müssen Langzeitkontrollstudien zeigen - kann man nach dieser Behandlung mit einem riesigen Effizienzsprung ausgehen. Gut

  • Antwort: Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt

    Hallo Charon!



    Danke für die Ausführungen. Gut

    Einige Jahre hört sich gut an. Würde es in dem Stadium der Arteriosklerose noch helfen die Ernährung umzustellen? Würde es demnach den Prozeß der erneuten Verkalkung ganz verhindern?

    Oder liegt es hier nur an den Muskelzellen, die nach der Lähmung wieder aufwachen und den Zugang wie von Dir bereits beschrieben verengen, als verspätete Gegenreaktion?



    Schöne Grüße

    f1

  • Antwort: Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt

    Also die betreffenden Muskelzellen werden durch Paclitaxel restlos gezielt am weiteren Wachstum oder gar Teilung gehemmt. Paclitaxel ist gelinde ausgedrückt ein Chemotherapeutikum, also ein Cytostatikum. Da es jedoch nur lokal an definierter Stelle angewendet wird, sind keine Schäden wie bei einer Globalbehandlung bei Krebsindikation zu erwarten.

    In gewisser Weise ist also ein Krebstherapeutikum hier vielversprechend in geringer Dosis entfremdet wurden. Gut

    Kurz, die Verengung geschieht an dieser Stelle nicht mehr durch die Gefäßwände. Eine Ernährungsumstellung ist ratsam, wird aber in höherem Alter generell die Arteriosklerose je nach Veranlagung nur verlangsamen.

  • Antwort: Ballonkatheter mit Paclitaxel benetzt

    Hallo Charon!



    Danke für die ausführliche Information. Gut zu wissen, daß auch im Alter noch ein gewisser Grad an Vorbeugung sinnvoll ist.

    Vielleicht kann ich eine Frendin von mir überzeugen, doch noch ihre Ernährung umzustellen. Gut



    Schöne Grüße

    f1

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