Schlafstörungen können viele Ursachen haben:
Es gibt zirka sechs verschiedene Gründe, die in einzelne Gruppen unterteilt werden.
1. Organische Erkrankungen
Alle Erkrankungen, vor allem die mit Schmerzen verbunden sind, können den Schlaf stören - ebenso Stoffwechselstörungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion), Herzbeschwerden, Sodbrennen und Atmungsstörungen (z.B. Schnarchen, Schlaapnoe). Besonders häufig treten Schlafstörungen bei der Krankheit der ruhelosen Beine (Restless-legs-Syndrom) auf.
Wird jedoch das ursächliche Krankheitsbild erfolgreich behandelt, bessern sich meinst auch diese Schlafstörungen.
2. Psychische Erkrankungen
Fast alle schweren psychischen Erkrankungen wie Angsterkrankungen, Depressionen, Psychosen und Belastungsreaktionen werden von Schlafstörungen begleitet. Auch hier ist eine ursächliche Therapie notwendig, was oft eine längerfristige medikamentöse und/ oder psychotherapeutische Behandlung bedeutet.
3. Hormonelle Veränderungen
Die hormonellen Umstellungsprozesse während der Wechseljahre können sich ebenfalls ungünstig auf den Schlaf auswirken.
4. Lebensstil, Drogen und Medikamente
Geringe Mengen Alkohol (ein kleines Bier) können zwar das Einschlafen fördern, jedoch verschlechtert Alkohol das Durchschlafen und mindert die Erholsamkeit des Schlafes. Eine Reihe von Medikamenten führen in ihrem Beipackzetteln Schlafstörungen als Nebenwirkung auf: z.B. Schmerz- und Erkältungsmittel, die Coffein enthalten und dadurch belebend wirken, oder auch Hustenmittel mit Ephedrin. Auch Appetitzügler und Psychostimulanzen wie Amphetamine und Drogen können den Schlaf stören. Zu spätes, fettreiches Abendessen er- bzw. "be"schwert auch den Schlaf.
5. Schlafumgebung und -gewohnheiten
Zu den häufigsten Ursachen von Schlafstörungen, insbesondere bei älteren Menschen, zählen ungünstige Schlafgewohnheiten. Dazu zählen insbesondere eine zu große Zeit, die im Bett verbracht wird (sie sollte nicht länger als 7 bis 8 Stunden in der Nacht sein), zu frühes zu Bett gehen, häufiger Tagesschlaf und zu wenig Aktivität während des Tages. Auch die fehlende Lichteinwirkung tagsüber kann den Schlaf während der Nacht mindern, viele ältere Menschen verbringen im Durchschnitt weniger als 30 Minuten pro Tag im Freien. - Auch unregelmäßige Schlafenszeiten beeinträchtigen den gesunden Schlaf. Lärm kann ebenfalls zu Schlafstörungen beitragen, beispielsweise wenn der Partner schnarcht. Auch sollte es nachts ganz dunkel sein, die Gewohnheit mancher Menschen, nachts ein Licht brennen zu lassen, wirkt sich ungünstig auf den Schlaf aus. In zu weichen oder zu harten Betten schläft es sich ebenso schlecht, weil die Wirbelsäule nicht körpergerecht gelagert ist. Menschen im Schichtdienst mit unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhytmen leiden ebenfalls unter Schlafstörungen.
6. Psychosoziale Probleme
Entscheidend für die Qualität des Schlafes ist auch die seelische Ausgeglichenheit des Schläfers. Unbewältigte Konflikte und beruflicher oder privater Stress wirken sich oftmals negativ auf den Schlaf aus, ebenso mangelnde soziale Anerkennung und Probleme am Arbeitsplatz. Diese führen zu den sogenannten Albträumen.
Zum Krankheitsbild komme ich später, wenn es gewünscht wird.
Somit wünsche ich euch allen immer einen erholsamen Schlaf.
L.G.v.Helga

