Kinder alkoholkranker Eltern

Thema: Drogen

Thema: Kinder alkoholkranker Eltern

  • Kinder alkoholkranker Eltern

    Meine beiden Eltern sind Alkoholiker.

    Meine Mutter hat als Partytrinkerin angefangen, war mit Anfang 30 Quartalstrinkerin und heute, mit Ende 40 Schwerstalkoholikerin und Hartz4-Empfängerin(seit 20Jahren).

    ´96 bin ich zuhause weg und meine beiden Brüder sind vom Jugendamt rausgeholt worden.

    Es wurde danach nicht besser, sondern schlechter. Sie hatte keine Ambitionen uns wiederzubekommen.

    Sie hat erst einmal in ihrer ganzen Karriere eine 2wöchige Entgiftung gemacht und behauptet heute noch, sie würde nur ab und an einen über den Durst trinken.

    Der geistige Verfall meiner Mutter schreitet immer weiter vor und obwohl sie es selber merkt, streitet sie es ab.

    Sie lebt mit einem Ex-Junkie zusammen, der wohl den Kampf gegen Heroin gewonnen hat, der aber den Kampf gegen Alkohol verloren hat.


    Mein Vater ist Wochenend- und Urlaubstrinker.

    Er wird aggressiv und weinerlich.

    Eine Mischung die ihn unberechenbar macht.

    Solange wie ich mich zurückerinnern kann, hat er seinen Kasten Bier im Keller und die geöffnete Pulle vor sich.

    Er geht immer noch Schichtarbeit machen.

    Seine jetzige Frau bereitet sich auf die Trennung vor...


    Meine Eltern haben sich scheiden lassen, nachdem die 4jährige Ehe eher der Hölle glich.. Das war 1984... Ich war 4.

    Seitdem haben beide keine Kontrolle mehr über ihr Handeln mit Alkohol... Und schon gar keine Kontrolle über ih tun und handeln im besoffenen Zustand.

    Ich bin nach Aussagen beider dfür verantwortlich, dass das Leben beider kaputt ist.


    Ich weiß das es nicht so ist, denn ich habe ja nicht darum gebeten geboren zu werden.

    Doch tut es weh...


    Wer hat ein ähnliches Elternhaus gehabt?

    Wie geht ihr mit dem seelischen Missbrauch um?

    Konntet ihr Euch von Euren Eltern lösen?

    Habt ihr noch Kontakt mit ihnen?

    Seid ihr selbst abgerutscht?


  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    hi,

    bei mir war es nicht so drastisch wie bei dir, bloß mein vater ist seit ich denken konnte nachts besoffen nach hause gekommen und hat meine mutter terrorisiert. ich habe zu ihm kaum eine beziehung aufbauen können da er immer nur nachtaktiv war, ausser an manchen tagen wo er sich dann mühe gegeben hat, oder ab und zu im urlaub, die dann aber letztlich genauso abgelaufen sind wie zuhause auch. Zwischendurch haben sich meine eltern mal für zwei, drei wochen versöhnt, aber alles in allem lief die ganze zeit die gleiche kacke...

    ich hatte immer das gefühl schuld daran zu sein, als kleiner mensch hat man halt noch nicht so den überblick über das ganze... mein vater hat mir besoffen die ohren vollgeheult das meine mutter so scheise zu ihm ist, meine mutter hat mir immer erzählt wie scheise mein vater ist...

    irgendwann, so vielleicht mit 9-10 jahren bin ich dann emotional auf tauchstation gegangen und habe alles was aussen rum passierte an mir abprallen lassen... mit 13 hab ich angefangen zu kiffen und zu saufen, mein vater ist irgendwann endlich ausgezogen und ich und meine mutter hatten ruhe.... mit 16 hab ich dann angefangen harte drogen zu nehmen (aber nie H und crack und die ganze pisse).... mit 19 war ich im entzug für ne woche, nach einem monat rückfällig, und seit anfang des jahres bin ich clean... allerdings steh ich an der schwelle zum alkoholismus, teils vererbt, teils selbst zuzuschreiben...

    mit meinem vater habe ich keinen kontaklt mehr seit nem guten halben jahr, er sieht seine fehler nicht ein und ich habe ihm gesagt das er in meiner schuld steht und sich gefälligst so zu verhalten hat, naja ist sein problem...

    doch manchmal tut er mir einfach leid und ich denke viellleicht ist es falsch das ich so bin, ich hatte einige heftige streits mit ihm und habe ihm ganz klar gesagt das ich ihn kaputt schlage wenn er nicht aufpasst... ich bin so sauer auf darüber das er so stur ist das ich mir nicht anders zu helfen weiss damit der penner mal was rafft.... aber es macht mich innen dirn sehr traurig das es solche situationen überhaupt gegeben hat...

    tja so war das bei mir.... ich hoffe das hilft dir irgendwie

  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    helfen ? Naja, so hat man mal vor UAgen, dass man nciht alein mit solchn eltern ist. Man weiß es zwar, hat aber keinen Kontakt zu anderen "Kindern"

    Danke für deine Offenheit ;)

  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    nun ob ich ein kind alkoholkranker eltern bin, dies weiß ich nicht, nur eines weiß ich, daß in der familie alle und jeder an der flasche hing und so wurde ich auch mit 12 jahren zu einem alk.

    es sind nicht meine leiblichen eltern die mich zum alk brachten sondern mehr oder weniger meine adoptiveltern. im alk fand ich dies, was ich von menschen nicht bekam, wärme und irgendwie auch schutz, ich fühlte mich stark. das dies ein trugbild war, die wurde mir erst nach jahrzehnten bewußt und ich machte einen trockenen entzug zu hause. mein adoptiveltern, habe mich nie geschlagen, doch man kann seelisch viel grausamere wunden schlagen als körperlich und so wurde ich seelisch immer wieder aufs neue fertig gemacht.

    ich konnte nichts für, daß meine erzeugerin (wie sie es auch schon früher schon mal gemacht hatte) einfach nach der geburt abgehauen ist und mich zurück lies. ich konnte nichts für, daß meine über alles geliebte pflegemutter während einer krebsop verstar und ich ins heim kam. ich konnte nichts für, daß ich nun mal da war und sie mich an kindesstatt, wie es früher benannt wurde, zu sich geholt hatten. in all den jahren bekam ich keinerlei zuneigung, ich mußte nur funktionieren wie ein aushängeschild usw.

    ich möchte hiermit nur eines sagen, kinder die aus alk-kreisen kommen werden schneller abhängig als die ohne. ich habe es geschaft, vom alkohl weg zu kommen, ich habe heute zwar das leben was ich, so, zwar nicht wollte aber ich bin ich und ich brauche mich nicht mehr zu verbiegen. es hat lange jahre gebraucht bis ich soweit war und ich habe zwei psycho-therapien hinter mich gebracht. die erste erfolgt eigentlich wegen dem beginn meiner erkrankung und die andere machte ich selbst, nachdem ich einen körperlichen zusammenbruch hatte und diese war dann der endgültige auslöser das neue leben durch zu führen und in diesem nicht mehr in eine abhänigkeit zu geraten. doch was ich zu beginn nie bekam, brachte mich nachdem entzug zur abhängigkeit, die liebe und die damit verbundenen folgen. die liebe ließ mich in eine neue abhänigkeit fallen, in eine gefühlsabhängigkeit, die ich so nie wollte aber jetzt leider lebe. das leider ist bezogen auf die abhängigkeit und hat mit alk oder tabletten nichts am hut auch meine erkrankung ließ mich nicht mehr in eine abhänigkeit geraden, auch sonstige unangenehmen und oft sehr harten empfindungen brachten mich nicht mehr in eine abhängigkeit, nur die liebe und die reicht überhaupt wenn sie nur auf einer seite beton ist und nicht auf beiden.

    dies sind in der kürze zusammen gefaßte erfahrungen die ich in meinem leben gemacht und dies bis heute. das einzige was dir wirklich helfen kann, bist du selbst, du mußt dich selbst annehmen und die wunden die man als kind geschlagen bekam, verlieren an ihrem schmerz, es tut nicht mehr so weh und wenn man versucht in die alten wunden wieder salz zustreuen, sie schmerzen nicht mehr so, wie früher.

  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    hallo,

    seit meiner kindheit sind meine eltern alkoholiker...

    vieles weiß auch nicht mehr, ich habs einfach verdrängt...deshalb bitte ich um verständnis...

    meine kindheit wurde geprägt durch alkohol, gewalt,isolation, vernachlässigung und ablehnung.

    ich war 9 oder 10 als ich mit bekam,das irgenwas nicht stimmt...damals ist meine mutter aus angst vor schlägen aus der wohnung geflüchtet...aber warum habe ich damals noch nicht richtig erkannt..ich kannte das auch nicht,alles war gut, normal eben...das sollte aber nicht mehr lange so bleiben...als meine mutter arbeitslos wurde und mit meinem vater den ganzen tag allein war wurde es richtig schlimm.

    ich war da 11 oder 12...wie gesagt ich kann mich nur noch fetzen erinnern,als ich heim kam,ich hatte mich gerade über meinen bruder geärgert...ich wollte die tür auf schließen aber mein schlüssel passte nicht richtig ins schloss, ich holte meinen burder der noch unten auf der straße mit seinen freunden stand...erhat hat dann einfach gegen das schloss getreten..die tür ging auf und mein vater volltrunken stand da...ich weiß noch das meine mutter angezogen mit jacke und schuhe im schlafzimmer saß und ein glas mit wein in der hand hatte und sich die nase wischte, sie erzählte das er sich geschlagen hatte und sie jetzt gehen wolle im vollrausch..was tut man da als kind????

    ich habe dann nach der schule nicht mehr das haus verlassen, dadurch wurde ich in der schule als stubenhocker beschimft und hatte demensprechend keine freunde, es wäre keinem aufgefallen wenn ich nicht in der schule aufgetaucht wäre und ebenso hätte auch keiner mitbekommen wenn ich nach der schule nicht nach hause gekommen wäre....als ich meinen schulabschluss gemacht habe hat das keinen interessiert, ih bin alleine zur zeugnissausgabe gegangen...meine mutter wollte das zeugnis dann doch 3 tage später mal sehen...mein vater war der meinung das ihn das alles sowieso nicht angehe...

    wochenenden waren eigentlich das schlimmste...meine eltern kamen vom einkaufen wieder und es wurden 4 oder 5 flaschen wodka auf den tisch gestellt, die waren für 2 tage....ich habe nachts meine mutter nach stundenlangen streiterein ins bett gebracht und bin so lange im zimmer geblieben und habe auf sie eingeredet bis sie eingeschlafen ist meist bis weit nach mitternacht, demensprechend war mein schlaf, ich bin bei jedem kleinen geräusch auf gewacht....ich habe mich in dieser zeit auf meine mutter konzentriert, weil diese noch umgänglicher war, leichter zu manipulieren, mein vater war ein unberechenbarer tyrann der die situationen aus genutzt hat und auch bewußt herbei geführt hat(würde ich heute sagen)

    später habe ich versucht die einkäufe meiner mutter zu kontrollieren, ich bin immer mitgegangen um zu sehen was sie kauft, aber abhalten konnte ich sie am ende nicht...einmal fragte ich sie ob das denn sein muß..ich bekam zur antwort was soll ich denn machen...mein bruder und ich haben die wodka flaschen aus purer verzweiflung in den ausguss gekippt und mit wasser gefüllt...

    schlimm wurde es auch dann,wenn sie die nacht durch gemacht hatten und schon früh dicht waren...

    ich weiß noch das ich meiner mutter mal aus wut gesagt hatte das ich mal nicht so wie sie werde, da sagte sie mir...meine mutter war schon so und wirst auch so...wie soll man sich da als kind fühlen?

    meine oma wusste von dem allen, geholfen hat sie aber nie, für sie waren wir immer dran schuld.wir bekamen immer wieder zu spüren das wir schlecht sind, ich muß dazu sagen das meine oma uns an weihnachten immer besucht hat,irgendwann kam sie nicht mehr...das war für mich immer noch das letzte stückchen heile welt was ich hatte...später erfuhr ich dann das meine oma bei meiner tante war zu dieser zeit...ich glaube ich habe da wohl ziemlich erstaunt gekuckt, jedenfalls meinte meine oma das wir ja eh nicht mehr richtig feiern und deswegen nicht mehr kommt...später habe ich den kontkat zu meiner oma abgebrochen...bis heute...

    und so viele sachen mehr....ich selber habe mit alkohol nicht viel am hut, meine erinnerungen kommen und gehen, manchmal schießt mir einfach ein bild von damals durch den kopf und lässt mich dann nicht mehr los...ich habe lange gebraucht um darüber überhaupt sprechen zu können, nur mein freund kennt die ganze geschichte und selbst der verkraftet das nicht alles...aber mit anderen so direkt, dass kann ich bis heute nicht....als kind habe ich mich niemanden anvertraut, damals war das auch noch nicht so gesellschaftsfähig wie heute, ich hätte mich auch in grund und boden geschämt, wenn das jemand erfahren hätte, ich weiß das mein bruder sich einmal einer lehrerin anvertraut hat, die hat aber nichts unternommen,weil er ja eh von der schule gegangen ist...

    kontalt zu meinem vater habe ich keinen mehr, zu meiner mutter, ja wie soll ich sagen, seit einem halben jahr nur noch spärlich....sie trinkt immer noch und will es einfach nicht einsehen...einmal hätte sie sich im rausch bald angezündet, da habe ich gehofft das sie verstanden hat was passiert ist und endlich schluss macht...aber nichts war...und jetzt sehe ich sie nur noch selten...sie ruft an wenn sie was will....mir fällt das schwer aber ich habe kein vertrauen mehr...wie oft hat sie mir versprochen alles wieder gut zu machen, was sie damals falsch gemacht...nichts ist passiert...

    fakt ist das thema zieht sich durch mein leben wie ein roter faden und wenn ich denke ich habe damit abschlossen, passiert etwas und alles ist wieder da...irgendwann muß schluss damit sein...

  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    Du hast da schon einiges in deinem Leben durchgemacht ohne Zweifel...

    Ich bewundere dich dafür, dass du trotz deiner gemachten Erfahrungen doch so "normal" geblieben bist.

    Das was wir in den Medien hören, sind meistens die Fälle, die aufgrund ihrer schlimmen Vergangenheit ein Verbrechen begangen haben, aber wie man sieht, gehts auch anders...

    Man kann dir beim besten Willen nicht vorwerfen, dass du nichts getan hättest, um an der Situation etwas zu ändern. Darüberhinaus kannst du als Kind bzw. Jugendlicher ganz sicher nichts dafür, wie deine Eltern sich verhalten. Und eigentlich hättest du nicht für sie da sein müssen, sondern sie für dich...

    Ich weis, dass es schwer ist darüber zu reden, das annonyme Schreiben hilft meistens, die Erfahrung habe ich zumindest gemacht. Und auch wenn ich der erste bin, der jetzt auf deinen Beitrag antwortet, so haben diesen bestimmt schon ettliche gelesen und denen hast du damit sicherlich weitergeholfen und sind dir dankbar, haben sich aber vielleicht nicht getraut etwas dazu zu sagen.

    Ich persönlich würde dir trotzdem raten dich einem Therapeuten anzuvertrauen, damit du deine Vergangenheit besser verarbeiten kannst.

    Jedem der dazu bereit ist, kann geholfen werden und man sollte es nicht einfach ignorieren, denn die menschliche Psyche ist manchmal nicht so stabil, wie wir uns das immer wünschen würden.

    Für Betroffene in Berlin kann ich eventuell vermitteln und Kindern / Jugendlichen, sowie ihren Eltern Hilfe bzw. Therapie Möglichkeiten empfehlen. Wer sich darüber selbst ein Bild machen möchte, kann sich unter www.karuna-berlin.de umschauen und sich Informationen dazu holen.

  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    Guten Morgen,Gwen!

    Zunächst ich schließe mich all meinen "Vorrednern" an und gratuliere Dir dafür, daß du wirklich eine taffe Frau geblieben bist.

    Ich bin der absolute Vertreter von Selbsthilfegruppen für Angehörige.

    Diese wird von jeder Selbsthilfegruppe angeboten. Zu schämen brauch sich hier niemand. Mach nicht den gleichen Fehler,wie ich es lange Zeit getan habe. Heute bereue ich jeden Tag/Monat/Jahr an oder in dem ich vorher nicht gegangen bin.

    In solchen Gruppen wirst du aufgefangen und zwar von Menschen,die deine Situation am aus eigener Erfahrung kennen. Und hieraus lernt man dann gegenseitig.

    Außerdem sparst Du das möglicherweise sinnlose Warten auf einen Therapeuten, mit dem du vielleicht gar nicht zurecht kommest.

    Dann würde ich soviel es eben geht über die Alkoholsucht lesen. Dies beruhigt dich,daß du als "Einzelkämfer" NIE gegen diese Krankheit ankommen konntest und schon mal gar nicht als Kind.

    Anne Wilson-Schäf gehört meiner Meinung hier zu den besten Buchautoren, die ich hier empfehlen kann. Deren Bücher kannst du beispielsweise auch bei Amazon oder anderen online-shops erhalten. Sie ist eine Suchttherapeutin und in den entsprechenden Kreise top angesagt.

    Für den Fall, daß ich dir noch Tipps geben kann schreibe kurz.

    Herzlich

    Viktoria





  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    Hallo.

    Mein Elternhaus hat auch völlig versagt. Beide Eltern hatten ein maßives Alkoholproblem und ich wurde bis zu meinem 17. Lebensjahr seelisch als auch körpgerlich mißhandelt. Mit 17 bekam ich dann einen Vormund und musste ins Kinderheim. Mit 19 hatte ich dann meine dort begonnene Schulausbildung beedet und musste ausziehen, ob ich wollte oder nicht. Es liegt ein langer steiniger und schmerzlicher Weg hinter mir. Ich bin jetzt 45 Jahre und habe eine Tochter mit 16 und einen Sohn von 4 Jahren.

    Ersten, sind Eltern Eltern und haben Verantwortung. Unsere Gesellschaft hat ebenfalls als soziale Gemeinschaft eine Verantwortung, die sie bei Versagen der Eltern übernimmt. Zu meinem und wahrscheinlich deinem Leidwesen nicht ausreichend. Jedenfalls ist Schuldzuweisung ein typisches Verhalten von suchtkranken Menschen. Nur damit ändert sich nichts und du als Kind bist hilfebedürftig und insoweit für nichts verantwortlich, was nicht deinem Entwicklungsstand entspricht. Nur wer frei entscheiden kann, trägt volle Verantwortung für sein Handeln!!!! Leider ist unser Rechtssystem ein partriarchalisches und wird den sozialen Gegebenheiten eines Frauenlebens in unserer Gesellschaft nich gerecht.

    Ich habe mich mit Sucht und Abhängigkeit auseinandergesetzt und mich detailliert informiert. Hilft mir dabei Schuldzuweisungen an den richtigen Platz zu legen.

    Auch mich verfolgt nach all den Jahren der Schmerz und das Leid das ich mit erleben und ansehen musste.

    Ich habe damals den Kontakt zu meinen Eltern völlig abgebrochen, 20 Jahre. Erst nach einer 2 jährigen Therapie habe ich zaghaft den Kontakt wier aufgenommen. Aber nur wegen meiner Kinder, denn es sind ja ihre Großeltern. Sie müssen sich selbst ein Bild machen können, damit sie nicht das Gefühl haben, ich hätte ihnen etwas vorenthalten. Und ich gehe nach all den Lügen und dem Betrug und der Gewalt, den Weg größtmöglicher Offenheit und Ehrlichkeit. Nicht all zu einfach, aber es gibt keinen anderen für mich.

    Da ich mit meinen Eltern bis heute nicht über die Ereignisse reden kann, da Alkohol immer noch eine dramatische Rolle in ihrem Leben spielt, muss ich mich allein auf den Weg der Versöhnung mit meinem inneren Kind und mir als erwachsene Mutter machen. Leider habe ich auch in meiner Partnerwahl nicht das große Los gezogen.

    Ich starte eine weitere Therapie um die Traumatas wahr werden zu lassen und damit meine lückenhaftes Gedächnis ergänzt wird. Denn so wie meine Gedächnis sind auch meine Gefühle. Hoffe dadurch das Gefühl der Hilflosigkeit, der Einsamkeit und der Trauer loszuwerden und durch anderes zu ersetzten.

    Weine über den Schmerz bis keine Tränen mehr kommen und danach sieh nach vorn. Es gibt so viel schönes um einen herum, das braucht man als Pflaster für die Seele!

    Um deinen Weg zu finden musst du dich ganz von deinen Eltern trennen, bis du die Kraft hast gegen sie zu bestehen.

    Gruß S.







  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    mit dem letzten satz kann ich dir nur zustimmen...

    ich selber habe krasse spätschäden durch meine "eigentlich" gute erziehung mitbekommen, aber ich habe mich von meinen eltern insofern gelöst, dass ich nur noch die alte schäden in meiner therapie berarbeiten musst-das problem ist nur (und das kennst du bestimmt auch), dass diese schäden in andere teile meines lebens vorgedrungen sind, und mir deswegen immernoch probleme bereiten.

    wenn ich das richtig verstanden habe, sind deine eltern immernoch alkoholiker? wissen das deine kinder?



  • Antwort: Kinder alkoholkranker Eltern

    Darf man fragen, was man unter Spätschäden durch eine "eigentlich" gute Erziehung verstehen darf?

    Oder war das eher ironisch gemeint?

    Ursprüngliche Nachricht von chrisi

    ich selber habe krasse spätschäden durch meine "eigentlich" gute erziehung mitbekommen, aber ich habe mich von meinen eltern insofern gelöst, dass ich nur noch die alte schäden in meiner therapie berarbeiten musst-das problem ist nur (und das kennst du bestimmt auch), dass diese schäden in andere teile meines lebens vorgedrungen sind, und mir deswegen immernoch probleme bereiten.



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