Heilpraktiker opfert Leben von Brustkrebspatientin seinem eigenen Unvermögen

Thema: Krebs

Thema: Heilpraktiker opfert Leben von Brustkrebspatientin seinem eigenen Unvermögen

  • Heilpraktiker opfert Leben von Brustkrebspatientin seinem eigenen Unvermögen

    Wie die Südwestumschau heute berichtet, ist ein Heilpraktiker aus dem Mannheimer Raum verantwortlich für den Tod einer Brustkrebspatientin.
    Dies ist auch der Grund dafür, das dem Mann jetzt vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) die Berufserlaubnis entzogen worden ist. Er wurde darüber hinaus zu einer Gefahr für die Volksgesundheit erklärt.
    Der Mann hatte es versäumt, eine Frau, die wegen eines Geschwürs in der Brust zu ihm gekommen war, rechtzeitig zu einem Krebsspezialisten zu schicken. Vielmehr hatte er das Geschür als gutartig diagnostiziert und die Frau zugleich vor einem Gang zum Arzt gewarnt. Ärzte, so der ehemalige Heilpraktiker, gingen zumeist vorschnell von einer Krebserkrankung aus.
    Auch als das Geschwür bereits auf eine Größe von 24 cm angewachsen war und aufzubrechen begann, sah er immer noch keinen Anlass, die Frau zum Facharzt zu überweisen. Diese verstarb kurz darauf an den Folgen eines metastasierenden Mamma- Karzinoms. Der behandelnde Heilpraktiker, so der VGH, habe die Grenzen seiner Behandlungsunfähigkeit nicht erkannt und statt dessen über Jahre hinweg in absolut unverantwortlicher Weise seine Therapie unbeirrbar weiterverfolgt. Dies zeuge zudem von einem Mangel gleichermaßen an anatomischem wie auch pathologischem Grundwissen.

  • Heilpraktiker ließ Krebskranke sterben - VGH entzieht Zulassung

    Eine kleine Ergänzung zu dieser tragischen Nachricht:

    Der erwähnte Heilpraktiker, dem nun die Zulassung entzogen wurde, vertraute allem Anschein nach seiner ganz persönlichen und subjektiven Interpretation einer sog. bioelektrischen Funktionsdiagnose.

    Am Ende meines folgenden Blog-Beitrags ...

    http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=1812

    ... sind einige Links, welche sich differenziert und kritisch mit diversen pseudophysikalischen Therapie- und Diagnoseverfahren auseinandersetzen. Auch wenn es hier nicht explizit um die Elektroakupunktur nach Voll geht, so lohnt sich m. E. die Lektüre sowohl für Patienten als auch für Therapeuten. Viele dieser Therapien wirken spektakulär ... allerdings nur dann, wenn Therapeut und Patient felsenfest eine positive Erwartungshaltung haben. Starker Glauben vorausgesetzt, eignen sie sich in vielen Fällen - nicht pauschal - zur Behandlung von chronischen Krankheiten und Allergien, auf keinen Fall jedoch zur Therapie akuter und lebensbedrohlicher Erkrankungen.

    Siehe auch "SPIEGEL ONLINE: Wundermittel im Kopf" von Jörg Blech: http://tinyurl.com/6oyqxb

    Claus

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