Das wird mit flüssigem Stickstoff gemacht und es dauert so lange, bis Langzeitstudien vorliegen, die beweisen, dass es ein richtiger Weg ist, bis es großflächig angewendet wird. Bisher wurde es erfolgreich nur bei kleinen Tumoren gemacht. Bei größeren, bei denen bis jetzt eine Mastektomie notwendig war, wurde es erst bei wenigen Patientinnen versucht. Es kam immer zu einer ungleichen Verteilung der Kälte im Tumor. Man verwendet deshalb jetzt mehrere Sonden.
Man hat bei Brustkrebs schon viele unterschiedliche Behandlungkonzepte angewendet und die Überlebensraten haben sich nicht geändert. Bleibt abzuwarten, was diese Kryotherapie bringt.
Da der Brustkrebs als Systemerkrankung angesehen wird, also den ganzen Körper betrifft, ist es fraglich, bei großen Tumoren,ob es richtig oder besser ist, diese Kryotherapie, lokal,anzuwenden.
Da wird man die Langzeitstudien schon abwarten müssen. Und bis dahin machen es eben nicht alle in Deutschland sondern individuell. Im allgemeinen hält man sich an die Leitlinien, die von der Senologiegesellschaft mit vielen Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachbereiche nach dem neuesten Stand der Wissenschaft erarbeitet und aufgestellt wurden. Und die richten sich nach Stadium, Ausbreitung,Gewebeart,Tiefe, Sitz und Größe des Tumors. Also eine individuelle Therapie, nicht immer ist die Op (oder eine andere Entfernungsart) 1.Mittel der Wahl. Eine ganz bestimmte Theapieart ist nicht für alle Brustkrebspatientinnen die richtige.


