Druckpunkte bei Nierenkolik
Bei einer Nierenkolik geht ein Nierenstein aus dem Nierenbecken durch den Harnleiter ab in Richtung Blase. Die dabei entstehenden, an- und abschwellenden Kolikschmerzen können extrem heftig sein und das macht eine solche Kolik zu einem Notfall, der daher auch notfallmedizinisch zu behandeln ist. Wenn keinerlei Möglichkeit für eine sofortige Hilfe besteht, ist die Akupressur jedoch geeignet, u.U. eine erste Linderung zu bewirken. Das hängt nicht zuletzt auch von der größe des abgehenden Steines ab. In jedem Fall macht es jedoch Sinn, im Verlauf und im Anschluss an eine Nierenkolik den Harn durch ein Teesieb o.ä. fließen zu lassen um Steinfragmente darin aufzufangen für eine spätere Laborbestimmung. Nun aber zu den Druckpunkten:
Es handelt sich hierbei um zwei Bereiche. Der erste auf der Stirne, der zweite auf den Schultern. Zuerst legt man beidseitig den Ringfinger jeder Hand auf den höchste Punkt der Augenbraue. Mittelfinger sowie Zeigefinger liegen entspannt daneben. Nun werden mit den beiden Zeigefingern genau die Stellen massiert, die direkt unter deren Fingerkuppen liegen. Dies geschieht mit sanften, kreisenden Bewegungen und wird fortgesetzt, bis die Schmerzen nachlassen.
Anschließend legen wir unsere Hände abwechselnd auf die gegenüberliegende Schulter. Dabei sollte der Daumen am Übergang vom Hals zur Schulter zum liegen kommen. Die restlichen Finger ruhen entspannt daneben. Dann drücken wir mit dem Mittelfinger kräftig zu, in die Schulter hinein. Das wird fünfmal wiederholt bevor zur anderen Schulter gewechselt wird. Das Ganze kann mehrfach wiederholt werden, bis die Kolik nachzulassen beginnt