Antwort zu Antwort: idiopathische Hypersomnie vs. Tag-Nacht-Rhythmus
Antwort: idiopathische Hypersomnie vs. Tag-Nacht-Rhythmus
Hallo Lilo1,
ich habe vor 10 min. die Bescheinigung bekommen, dass ich keine Narkolepsie sondern iH habe. Kommt mir zwar komisch vor, aber naja.
Meine Schlafphasen am Tag find ich z.b. sehr erholsam, danach bin ich wieder fiter.
Bis ich dazu kam das ganze untersuchen zu lassen, weil die Schlafanfälle häufiger und auffälliger und vor allem gefährlicher geworden sind, hat es ungefähr 2 Jahre gedauert. Im endeffekt hatte ich irgendwann Angst alleine Auto zu fahren, weil ich öfters kurz vorm Einschlafen war. Es hieß es sei Narkolepsie, aber da ich ja einen bestimmten Marker im Blut nicht habe, ist sie ausgeschlossen worden. So ist es nun mal. wenn es nacht das eine ist, muss es wohl das andere sein. Mal schauen, ob es in ein Paar Jahren nicht was vollkommen anderes ist...
Die kurzzeitige Schmerzen in den Gliedern habe ich auch, entweder ist es Arm, wie du beschrieben hast, ganz oft das Handgelenk oder halt Bein...hab das aber noch nie dem Arzt gegenüber erwähnt, weil ich dachte es wäre nichts besonderes...sollte ich vll mal nachfragen...die Sache mit den Pupillen habe ich bei mir noch nie bemerkt, liegt aber daran, dass mein Auge öfters zuckt - kommt meistens von Stress, Depri etc. also Nervensache.
Ihr könnt ja mal im Schlaflabor fragen, was es mit Schmerzen und Pupillen auf sich hat, würd mich auch sehr interessieren..
Ich nehm seit Februar Vigil und komm damit über die Runden: die Wirkung ist da, aber Nebenwirkungen haben auf sich auch nicht warten lassen....Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass Vigil nicht hilft, aber es ist auch alles Kopfsache..ich war auch erschreckt und hab mir die schlimmsten Bilder ausgemalt. Naja, da muss man auch Lebensstil an die Änderungen anpassen und das ganze hätte auch viel schlimmer sein können, denn mit schlechter und pessimistischer Einstellung wird das ganze wirklich nicht besser. Man soll das ganze akzeptieren und daraus das beste machen z.b. Tagesablauf auf die Umstände optimieren. Ich kann nicht im Liegen fernsehen oder lesen, ich kann kein Zug fahren(weil ich mich im Durchschnitt im Umkreis von 70 km wiederfinde), ins Kino geh ich abends auch nicht mehr - das Geld zu schade, daheim kann ich bequemer schlafen
) Auf der Arbeit war das ganz schlimm... als ich aber schon irgendwas in der Hand hatte(vermutete Narkolepsie, die im Klinikbrief nach der Entlassung drin stand), hab ich mit meinem arbeitgeber abgeklärt und wenn es nicht mehr ging - hab ich mich im Ruheraum für 10-20 min. hingelegt, mittlerweile hab ich meinen Tag und Lebensstil soweit im Griff, dass ich Tagsüber keine Schlafattaken mehr habe. Aber wie gesagt, hängt einiges von der Einstellung ab, obwohl ich noch sehr viel mit mir zu kämpfen habe, dass ich nicht in eine Depresionsfalle komme. Wenn man denkt es läuft grad alles wieder normal, kommt halt was dazu...wie gesagt hab sehr viele der in Beipackzettel beschriebener Nebenwirkungen(Gewichtverlust(was bei mir auf keinen Fall nötig wäre, bin jetzt unter der unteren Grenze für normalgewicht, was nicht grad aufbauend und depressionsstark macht), Magenprobleme, Apettitlosigkeit etc...), dazu kommt noch, was man auf keinen Fall vergessen darf: alle hormonelle Verhütungsmethoden werden durch Vigil unwirksam... Alles in einem baut nicht gerade auf...
aber das Leben geht weiter, wir sind zu jung um uns jetzt schon aufzugeben (bin 22).
was auf jeden Fall sehr gut tut, ist die Unterschtützung der Familie, Freunde und Lebenspartner...ich bin davon überzeugt, dass das mich vor starken Depressionen schützt...ich weiß, dass man mich liebt und hinter mir steht - bringt mehr als vieles andere
)
Grüße