Thema: Was hilft?

  • Was hilft?

    Ich kenne jemanden der mir sehr nahe steht, der dieses Programer Syndrom hat. Er selbst ist natürlich der Meinung das das alles gar nicht so schlimm ist, er zockt doch nur ein bisschen und ich weis nicht mehr wie ich ihm helfen könnte. Er kann kein Gespräch mehr führen welches sich nicht um ein Spiel handelt. Es interessiert ihn auch nichts anderes mehr. Sein Schlaf ist aufs MMinimum begrenzt, er geht nicht aus dem Haus und auch sonst nur selten von seinen Spielen weg. WIE KANN ICH IHM HELFEN?

  • Antwort: Was hilft?

    hallo Devi777,

    du schreibst selbst ,,..und ich weiss nicht mehr wie ich ihm helfen koennte.,, - da waere es wichtig um besser antworten zu koennen, zu wissen was schon versucht wurde.

    das onlinespielen ist bei natuerlicher geringfuegiger benutzung nicht wirklich schaedlich, aber wenn es fuer den gamer keinerlei (zeitliche) grenzen mehr gibt dann wird daraus schnell ein problem.

    zur hilfe: da sollte man bzw. du zuerst ergruenden was dein bekannter fuer gruende hat sich dem onlinegaming derartig stark auszusetzen. moeglicherweise ist es auch ein druckventil?! oder eine moeglichkeit von der realitaet "abzuschalten" ?!

    ich kenne viele gamer die ihre tatsaechlichen probleme im richtigen leben durch das viele onlinespielen quasi verdraengen - denn solange man spielt hat man halt kaum moeglichkeiten um ueber alltagsprobleme nachzugruebeln. es gibt viele gruende weshalb ein mensch sich so verhaelt wie er es tut, das sollte man entsprechend hinterfragen.

  • Was hilft?

    Also was ich versucht habe ist nicht allzu viel, sicher hab ich auch was falsch gemacht. Wir haben mit seinen Freunden gesprochen die es auch nicht schön finden das sie nur mit ihm reden können wenn sie in sein Zimmer gehen und ihn während des spielens ansprechen. Sie hatten versucht ihn mit zum Kaffe trinken zu einer Party oder zu Konzerten seiner Bands mitzunehmen, aber er wollte nicht.

    Außerdem hatte er schon immer den Wunsch in der Schweiz zu arbeiten, wollte sich aber dort persönlich bewerben. Also haben wir dafür gesorgt das er genug geld kriegt um dort runter zu fahren und ein paar Tage dort bleiben kann. Wir haben ihm auch Bewerbungen geschrieben die er dann gleich mitnehmen konnte. Er fuhr dann runter zu seinem Kumpel in die Schweiz, wollte 2Wochen bleiben. Daraus wurden dann grade so 2tage. Er kam zurück und spielte weiter. Mit der Begründung das hat Zeit. Wer mich will sagt schon Bescheid.

    Wir versuchen auch so ihn in unseren Tag zu intergrieren. Nur ist das recht schwer denn wenn wir ihm teilweise das Essen nicht bringen würden und machen, wäre er nicht mehr da. Wir wollten ihn mal dazu zwingen sich selbst essen zu machen (nicht die beste Lösung). Wir haben gestreikt und ihm kein essen gebracht oder Bescheid gesagt, hatten aber alles bereit gestellt. Somit hat er 5Tage lang gehungert. War ne blöde Idee.

    Er brauch anscheinend immer noch die Geborgenheit unserer Mutter denn er sagte bei einem Streit das er sich umbringen kann da keiner in sein Zimmer kommt ihn umarmt, ihm Essen ans Bett bringt und seine Wünsche erfüllt. Er möchte das unsere Mutter sich um ihn sorgt. Nur geht das langsam nicht mehr. Dazu gibts zuviel Streit



    Sry für den langen Text

  • Antwort: Was hilft?

    fuer eine genauste Diagnose reichen die Angaben zwar nicht aus aber deine Beschreibung lassen mich darauf schliessen das er moeglicherweise Probleme damit hat, sich mit seinen Alltagsproblemen(bzw. Thema Zukunftsperspektiven!) sowie mit der Planung und Realisierung seiner eigenen ZUkunft zu beschaeftigen. In der Zeit die er mit spielen verbringen kann, braucht und kann er ueber seine Situation und seine Aengste und Sorgen nicht nachdenken - denn das Spielen benoetigt seine ganze Aufmerksamkeit.

    Ihr solltet versuchen selbst(in euren Umfeld) zu ueberpruefen, ob das was ich schreibe , wirklich zutrifft. Wenn dem so ist, dann kann man mehrere Moeglichkeiten in Betracht ziehen, die haengen hauptsaechlich davon ab wieviel Mithilfe und Willen zur Hilfe von dem "Patienten" zu erwarten ist.

    Du kennst die privaten Sorgen und das soziale Umfeld von dieser Person besser als ich um Ihr konkret zu helfen. Ich glaube, dass das Spielen nicht das eigentliche Problem ist das es zu loesen gilt.





  • Antwort: Was hilft?

    ich kann ghzero da eigentlich auch nur zustimmen...

    außerdem halt gucken, ob irgendwas im umfeld schief läuft, weshalb er die flucht ins onlinespiel sucht (findet er dort was, was er sonst glaubt nicht zu haben?)...

    ich mein, es gibt ja "diverse" onlinespiele, die allg. extrem süchtig machen können - auch bei einem intakten leben.

  • Antwort: Was hilft?

    Hey Devi!

    Ohje, ich höre da schon fast die Laufbahn meines Freundes raus... Sehr schlecht Zwar macht er grad noch Zivi, aber was ist dann? Ich sehs schon vor mir: Dann zockt er erstaml "richtig", macht ein paar Tage Uralub, bevors wieder richtig losgeht.

    Ich finde es ein wenig seltsam, dass sich dein Bruder (?) einerseits zurückzieht, andererseits mehr Liebe einfordert? Oder begründet er sein Verhalten damit?

    Ihr macht ganz schön viel für ihn, dafür dass er alles hängen lässt.

  • Antwort: Was hilft?

    Er begründet sein Verhalten nicht wirklich. Er sagt er spielt doch gar nicht so viel und wir sollen nichts darüber sagen wie er handelt. Er holt Sachen hervor die vor 20Jahren passiert sind und gibt Menschen die Schuld die zu dieser Zeit teilweise noch gar nicht existierten oder komplett wo anders waren. Er hat seine eigene Welt erschaffen.

    Ich hoffe mit deinem Freund wird es nicht so, also wenn du ihn liebst dann halt dich ran und verhindere das es zu spät wird. Sport (in jeglicher Hinsicht) kann viel ablenken und auch Menschen dazu treiben rauszugehen bei schönem Wetter um zu joggen oder spazieren zu gehen. So hat es bei meinem Ex geklappt. Naja muss aber zugeben nach dem das Problem gelöst war, hat er sich getrennt

  • Antwort: Was hilft?

    Er kompensiert also was mit seiner Spiel- und Gewinnsucht, wenn ich das richtig verstanden habe, oder? Ich meine, scheinbar weißt du ja, was ihm fehlt - kannst du ihm das nicht geben? Oder es versuchen?

  • Antwort: Was hilft?

    Ich kann unseren Vater nicht wieder nicht lebendig machen und ich kann ihn auch nicht dazu zwingen darüber zu reden.

  • Antwort: Was hilft?

    Klingt wirklich schlimm... Sollte man vielleicht die andere Richtung einschlagen? Ich meine, scheinbar muss er ja selber sehen, dass es so nicht weiter geht, weißt du, worauf ich hinaus will?

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