Schon in der Reha wurde sie mir von vielen Seiten der Ärzte und Schwestern ans Herz gelegt. Es wäre ganz besonders wichtig, einen Ausdauersport zu betreiben, nach dem Infarkt. Zunächst erscheint es einem nicht logisch, dass man sich mit den Herzschmerzen, um einen Sport bemühen soll, doch Erfahrung spricht eine andere Sprache.
Heute hatte ich nun meine erste Möglichkeit, an einer solchen Gruppe teil zu nehmen und muß sagen, das ist wirklich eine gute Sache. Eine Ärztin war dabei, die während der ganzen Aktivitäten , Blutdruck u. Puls überwachte. Flotte Musik zu den Übungen, brachten Schwung in die steifen Glieder nach der langen Winter-Zimmerpause. Obwohl ich am Morgen ziemlich trübsinnig und schlaff aufgebrochen bin, mußte ich nach der Stunde feststellen, dass sich die Lebensgeister wieder in den Vordergrund drängten u. ich gewillt war, heute noch einen langen Spaziergang in frischer Luft und Sonnenschein zu machen.
In den Tagen davor war ich zu Ärzten unterwegs und es wurde noch ein Belastungs-EKG gemacht. Zudem gab es eine Verordnung mit auf den Weg, mit der man bei der Krankenkasse Zuschüsse beantragen kann. Denn was viele nicht wissen, für diese Aktivitäten die man seiner Gesundheit zuführt, muß man längere Zeit nicht alleine aufkommen, sie werden von den Kassen gefördert.
Für mich war es sehr wertvoll zu erfahren, dass man auch selbst etwas für sein Herz tun kann, das über Tablettennehmen hinausgeht.


