Richtiger Umgang mit Computerspielen

Thema: Richtiger Umgang mit Computerspielen

  • Richtiger Umgang mit Computerspielen

    Was ist ein richtiger Umgang mit Computerspielen? Wie merkt man, dass etwas aus dem Ruder läuft?

    Und was mich, als langjährigen Zocker eigentlich am meisten bewegt: Ist es überhaupt möglich, nach langjährig suchthaftem Spielverhalten seine Gewohnheiten in der Form abzuändern, dass man kontrolliert spielen kann? - Das habe ich ja immer gedacht, dass das funktioniert, mittlerweile denke ich aber selbst, dass man davon, wenn man es erst einmal überwunden hat, komplett die Finger lassen muss.Trotz, das ich mir einrede, man hätte es im Griff, spielt man am Wochenende wieder 16h am Stück.

    Wenn ich jetzt gerade hier sitzte, könnte ich mich glatt im Spiel einloggen und ne runde loslegen und dabei die Zeit vergessen...

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    Sowas merkt man doch recht schnell, wenns nicht mehr verhältnismäßig ist.

    das war bei mir auch so in den phasen mit den spielen. wenn man noch zur schule geht oder eine ausbildung macht und man schleppt schlechte noten mit nach hause, obwohl man weis, dass man besser ist, aber es nicht zeigt, weil man mehr zeit mitm spiel als mitm lernen verbracht hat, dann weis man zu viel zockt. jetzt hängts vom willen jedes einzelnen ab in wiefern er bereit ist daran etwas zu ändern, weil man sieht, dass das spiel einem die miete, die stromrechnung, die handyrechnung, das essen usw. bezahlen kann.

    auch ganz wichtig ist das lehren des richtigen umgangs mit den spielen durch die eltern. ein generelles verbot ist schwachsinn. die einteilung der zeit oder ein zeitlimit macht aber viel mehr sinn, denn dann weis jeder selbst im erwachsenen alter durch das, was er im kindesalter erlebt hat, wieviel zeit mit einem spiel "noch gut sind".

    allerdings ist es auch absolut unproblematisch wenn man mal ein we sich von mir aus 20h mit einem spiel beschäftigt, weil man gerade die zeit dazu hat und weil man spaß daran hat. warum auch nicht, tut ja keinem weh?

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    Tatsächlich, ich kann mich auch noch gut an die Zeit in der Grundschule erinnern, als wir von unserer Lehrerin einen Wochenplan bekommen haben, inde wir aufschreiben sollten wie lange wir pro Tag vor Fernseher und PC gesessen haben, das Ganze dann natürlich noch von unseren Eltern gegenzeichnen lassen... Gegen dieses System ist eigentlich nichts zu sagen, ich weiß immer noch wie motivierend das als kleiner Knirps war, wenn man wieder eine Woche mit geregelten Zeiten vor der Glotze durchgehalten hat.

    Aber du hast ja auch gemeint, dass es weniger Problematisch ist, wenn man mal Lust drauf hat ein Spiel durch zu zocken, es auch zu tun. Ok, ich mach das zwar auch so^^, aber richtig finde ich es nicht, wie will man dann noch richtig feststellen können wann die Schwelle überschritten ist? Und genau das merkt man dann sehr schwer und meistens zu spät, erst recht, wenn man anfällig fürs zocken ist.

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    Wir sollten nicht vergessen, dass der durchschnittspieler bzw. durchschnittsbürger nicht gefahr läuft irgendwie süchtig zu werden. und deshalb ist auch nichts verwerfliches dran mal zu sagen, ok ich häng mich ran und spiel das spiel durch. es ist auch kein risiko dabei, wo auch?

    selbst beim viel kritisierten world of warcraft sehe ich da keine bedenken, denn ein normaler spieler weis wenns genug ist und wenn er andere bereiche des lebens wegen dem spiel vernachlässigt und kann es jederzeit beenden. dies trifft auf den großteil aller spieler zu.

    aber natürlich gibt es aber auch eine randgruppe (und nichts anderes ist sie - sie ist kein massenphänomen), die mit der einteilung der zeit und dem bezug zur umwelt schwierigkeiten bekommen und abdriften kann. für die dürften online spiele halt nicht wirklich geeignet sein bis sie den richtigen umgang gelernt und sich im griff haben.

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    ist nur die frage, wo man die grenze zur normalität setzt.

    der mensch hat schlicht und ergreifend verlernt, sich auch mit anderen dingen ohne medien wie tv oder pc zu beschäftigen. wer liest heutzutage zb noch ein gutes buch? wenn ich mir das so ansehe, oder wenn ich gar erzähle, was ich gerade gelesen habe, herrscht auf einmal betretenes schweigen, weil niemand mitreden kann.

    ich bin der meinung, sobald sich der alltägliche konsum auf mehr als 3 stden bezieht, ist es zuviel. (geht man dabei von den alltäglichen pflichten aus)

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    So eng seh ich das nicht. aus dir scheint irgendwie auch ein bisschen angst zu sprechen?

    viele haben angst vor veränderung und dies ist eine veränderung - weg von den geschriebenen hin zu den audio visuellen medien. man sollte das aber aus der eigenen angst heraus nicht gleich verurteilen, denn veränderung bedeutet auch meistens fortschritt Gut

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    Aber klar ist eins, Fortschritt bei audiovisuellen Medien bedeutet auch gleichzeitig immer ein Rückschritt auf der Ebene "normaler" menschlicher Interaktion, viele soziale Aspekte des Lebens werden im Netz ausgetragen, man kann sich ja schließlich nicht verreißen.

    Ich bin ja der letzte, der sich über einen Fortschritt auf dem IT-Markt beschwert, in jeder Hinsicht, aber sich einfach ein wenig zusammen zu reißen reicht oft nicht aus um öfter vor die Tür zu gehn.

    Mit dem Fortschritt kommt eben auch eine zunehmende Verantwortung sich selbst gegenüber, zumindest auf diesem Sektor und der ist nicht unbedingt jeder gewachsen.

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    ich finde zb, dass mein freund mittlerweile (wohlgemerkt) einen "normalen" umgang mit dem zocken hat... es ist sozusagen eine belohnung und nicht ein must-do um "runterzukommen" und zu "entspannen". bei einigen spielen durfte ich sogar schon selber ran und ich schaue auch ab und an gerne zu, aber wenn ich das gefühl habe, dass er nicht wirklich spass mehr hat, dann sage ich ihm das auch und frage ihn halt, ob das wirklich sinn macht, dass er weiterspielt, obwohl er keine lust mehr hat. und dann lässt er es auch mittlerweile... er kümmert sich mittlerweile wieder mehr um den sport und seine gitarre... finde ich auch gut Gut

  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    Na wenn ich mich an den film matrix erinnere, können wir ja fast froh sein, dass wir "nur" nen knopf am rechner drücken müssen, um ihn an zu machen und uns nicht ein kabel in den hinterkopf stecken müssen ;-)

    übrigens bedeutet fortschritt bei audiovisuellen medien nicht immer ein rückschritt bei den zwischenmenschlichen beziehungen. denk einfach mal an museen, wo mit hilfe von animationen usw. einem versucht wird ein besseres bild der historik zu vermitteln. das wäre ohne diese digitale umsetzung wesentlich trockener und man könnte kaum ein kind dazu begeistern mit den eltern da rein zu gehen...



    Ursprüngliche Nachricht von Thaddius

    Aber klar ist eins, Fortschritt bei audiovisuellen Medien bedeutet auch gleichzeitig immer ein Rückschritt auf der Ebene "normaler" menschlicher Interaktion, viele soziale Aspekte des Lebens werden im Netz ausgetragen, man kann sich ja schließlich nicht verreißen.

    Ich bin ja der letzte, der sich über einen Fortschritt auf dem IT-Markt beschwert, in jeder Hinsicht, aber sich einfach ein wenig zusammen zu reißen reicht oft nicht aus um öfter vor die Tür zu gehn.

    Mit dem Fortschritt kommt eben auch eine zunehmende Verantwortung sich selbst gegenüber, zumindest auf diesem Sektor und der ist nicht unbedingt jeder gewachsen.



  • Antwort: Richtiger Umgang mit Computerspielen

    das stimmt beides, allerdings lässt sich ein kind kaum überhaupt dazu bewegen ins museum zu gehen - wozu auch: gibts ja eigentlich fast alles im internet... oder auf youtube... schade, aber viele kennen eine "normale" freizeitbeschäftigung gar nicht mehr. ich muss grad ein paar meiner freunde regelmäßig dazu prügeln bei dem schönen wetter raus zu gehen, aber schon alleine die frage: "ach, und was sollen wir dann im park? wir können doch auch n film oder so anschauen!" - hallohooo???

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