Die Symptomatik der IC

Thema: Die Symptomatik der IC

  • Die Symptomatik der IC

    Durch erhöhte Miktionsfrequenz, Harndrang, Harnblasenfüllungsschmerzen und verminderter Kapazität der Blase charakterisiertes Krankheitsbild unklarer Entstehung.

    Einteilung der IC:

    Die IC unterscheidet sich in die sogenannte klassiche Interstitielle Cystitis mit histologischen Entzündungszeichen und zystoskopisch sichtbaren Ulzerationen und die IC ohne klassische Entzündungszeichen und ohne zystoskopisch sichtbare Läsionen.

    IC ist nicht heilbar, jedoch mit mehr oder weniger großem Erfolg behandelbar.


    Der Name „Interstitielle Zystitis“ wurde erstmals 1897 von Dr. A.J.C. Skene, einem New Yorker Arzt, in der Publikation – Disease of bladder and urethra in woman – verwendet. Aber das umfangreichste Wissen zu dieser Zeit um diese Erkrankung, ist dem Bostoner Chirurgen Guy Hunner zu verdanken. Er beschreibt diese Blasenerkrankung erstmals 1914. Hunner fand heraus, dass Patienten, mit den im weiteren Verlauf beschriebenen Symptomen, eine sehr empfindliche Blasenauskleidung hatten. Sichtbare Zeichen waren nicht vorhanden, jedoch wenn er die Blasenwand berührte, fing sie an zu bluten. Später entdeckte er auch Entzündungen und Ulzerationen (Geschwüre). Das ist die sogenannte Hunnersche Zystitis, (1:10) die man heute oft als die klassische Zystitis bezeichnet. Damals verabreichte man Silbernitrat.


    Die interstitielle Cystitis ist nach derzeitigem Verständins eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Blase, zwischen bzw. in der Blasenschleimhaut (GAG-Schicht) und Muskelwand. Meist sind keine Bakterien im Urin nachweisbar. IC kann aber auch mit bakteriellen Blasenentzündungen vergesellschaftet sein. Nicht selten gehen die Betroffenen 40 – 60 mal und mehr am Tag zur Toilette, aber auch mit wesentlich weniger Toilettengängen kann man IC haben. Bei der IC handelt sich um eine bis heute nicht völlig geklärte Erkrankung. Noch immer liegt der Auslöser im Dunkeln. Das US National Health Institute hat sie mit hoher Priorität eingestuft. Das die IC eher selten diagnostiziert wird, liegt u. a. am geringen Bekanntheitsgrad dieses häufig als Harnwegsinfekt falsch gedeuteten Leidens. Es wird auch oft abgetan als Blasenschwäche, psychosomatische Erkrankung, Hysterie bzw. allzugroße Wehleidigkeit oder Schmerzneurose. Die Dunkelziffer der Erkrankung ist sehr hoch, die Erkrankung ist keineswegs so selten wie allgemein angenommen.

    Nur selten, wenn überhaupt, kann die Erkrankung - evtl. nur im sehr frühen Stadium - ausgeheilt werden. Die Behandlung ist immer sehr stark individuell ausgerichtet. Bis heute gibt es keine standardisierte Behandlung, die für alle Patienten mit IC wirksam ist. Auch dafür gibt es bis heute keine Erklärung. Eine zu strikte Einhaltung der 1987 definierten Kriterien des National Institutes of Health (NIH) schließt Patienten in Frühstadien und mit leichten Formen der IC aus und eine Therapie bleibt ihnen versagt. Dabei kann sich der Verdacht auf IC schon allein aus den Symptomen ergeben.

    Die IC ist nicht psychisch bedingt, wie oft behauptet wird, allerdings können sich psychische Auffälligkeiten durch den Leidensdruck herausbilden.



    Entstehung und Symptomatik der IC-Erkrankung
    Den Krankheitsbeginn markieren zumeist "harmlose" rezidivierende bakterielle Harnwegsattacken, moderate Harnröhrenschmerzen, sogenannte Reizblasenbeschwerden, bzw. eine mehr oder weniger ausgeprägte Drangsymptomatik.



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