Hallo,
meine Tochter hat eine wirklich sehr starke Hornhautkrümmung und da kommen - so wurde ihr gesagt - fast nur harte Linsen in Frage. Seit kurzer Zeit wären zur Not auch weiche möglich (falls man mit den harten überhaupt nicht klar käme), mit denen würde sie aber lange nicht so gut sehen wie mit den harten - auch nicht so gut wie mit Brille.
Sie hatte bei einer auf Kontaktlinsen spezialisierten Augenärztin insgesamt 3 Termine, bei der alle Tests und auch Probetragen etc. gemacht wurden, weil manche mit den harten Linsen ja überhaupt nicht klarkommen. Bei meiner Tochter schien das zwar ganz gut zu gehen, allerdings fielen sie die ganze Zeit raus und es stellte sich heraus, dass man für sie eine Übergröße bestellen musste, weil sie eine sehr große Iris hat.
Naja, dann waren die speziell angefertigten Teile endlich da (möglich sind nur Dauerlinsen, die ca. alle 2 - 3 Jahre gewechselt werden; Kosten: rund 700 Euro) und sie konnte das Einsetzen üben. Das klappte erstaunlich schnell und gut. Selbst das Fremdkörpergefühl, das die meisten Benutzer von harten Linsen sehr stört, war nur kurz vorhanden. Problem: Sie sah immer nur für kurze Momente richtig scharf, dann verschwamm alles und wurde komplett unscharf. Und das nach 5 Tagen noch genau so wie schon am 1. Tag.
Beim Kontrolltermin wurden ihr folgende mögliche Ursachen für das verschwommene Sehen genannt:
1. Die harten Linsen kommen vom Hersteller eingelegt in eine "Schmiere", die erst nach mehreren Stunden im Auge vollständig verschwunden ist. Diese Möglichkeit schied (nach 5 Tagen) demnach aus.
2. Mein Verdacht, die Linsen könnten noch immer zu klein sein, traf nach Kontrolle auch nicht zu.
3. Nach Aussage der Spezialistin "hüpfen" harte Linsen nach einem Wimpernschlag immer kurz aus ihrer Position, was den Bruchteil einer Sekunde zu unscharfem Sehen führt. Das war's aber auch nicht, da es bei meiner Tochter ständig verschwommen war.
Also nochmal ein neuer Augentest gemacht. Dabei stellte sich heraus, dass die gemessenen Werte für die Hornhautverkrümmung von der Linse noch nicht 100 % ausgeglichen wurden (das war vorher noch nicht zu erkennen gewesen, weil da die Tests natürlich ohne Linsen vorgenommen worden sind). Also das ist schwer zu erklären, vielleicht hab ich auch nicht alles verstanden - auf jeden Fall gingen die Linsen zurück und es wurden neue gemacht.
Nachdem die Linsen korrigiert vom Hersteller zurück gekommen und es mit ihnen zwar etwas besser, aber vom Klarsehen noch immer weit entfernt war, wurden sie endgültig zurückgegeben und das Vorhaben Kontaktlinsen von meiner Tochter erstmal ad acta gelegt.
Ein Jahr später wollte sie es mit den weichen Linsen probieren - auch wenn sie nicht die Sehschärfe bei ihr erreichen wie harte. Diese fühlten sich schon viel besser an. Kein Fremdkörpergefühl, kein Hüpfen. Aber dennoch: schon nach wenigen Minuten Schlieren und verschwommenes Sehen. Sofort verlor sie die verständlicherweise die Lust daran und gab auch diese Linsen zurück.
Ist meine Tochter in Bezug auf Kontaktlinsen nun ein "hoffnungsloser Fall"? Sie würde so gerne auch mal ohne Brille gehen, aber das scheint wohl unmöglich ...
Hat irgendjemand ähnliche Erfahrung gemacht und / oder kann Tipps geben?

