Antwort: Kinderwunsch, Ethik, Alter, etc.
Eine Powerfrau bin ich auch nicht. Ich hatte Hilfe (Kita,Oma ,Ehemann) und außerdem habe ich mein Studium auf dem sog. 2 Bildungsweg gemacht, nach einer Berufsausbildung und dem Abitur auf Abendschule. Also war ich schon älter als meine Studienkollegen und hatte außerdem einen Tumor an einem Eierstock, der gutartig war aber operiert werden sollte....nur: NACH einer Schwangerschaft. Weil: durch Endometriose und dem Tumor, nach einer Therapie fraglich war, ob ich noch schwanger werden könnte. Also, muss man eben auch manchmal abwägen, WAS einem wichtig ist und was man bereit ist, zu tun. Und : "wo ein Wille ist ist auch ein Weg". Dass heißt, mein Kind während des Studiums und der anschließenden Weiterbildung zu bekommen bzw. aufzuziehen/zu versorgen, war nicht aus Versehen passiert, sondern geplant. Geschadet hat es meinem Kind nicht.(auch nach deren Beurteilung im Nachhinein) Sie ist jetzt erwachsen und hat selbst gerade ein Kind bekommen. Und zwar AUCH ,während( jedoch am Ende ) ihres Studiums. Also auch in der HEUTIGEN Zeit möglich...Und auch sie hatte bzw. hat Hilfe, sogar von noch mehr Personen als ich sie hatte. Meiner beruflichen Entwicklung hat es auch nicht geschadet . WENN es jemandem geschadet hat, und ich empfinde es aber nicht so, dann war ICH das, weil ich nicht so eine unbeschwerte Studienzeit hatte wie die anderen Studenten. Wenn man bedenkt, was Studenten alles so in ihrer Freizeit tun und wieviel Zeit sie während des Studiums OHNE "STUDIEREN" verbringen......
)) Und DIESE Zeit habe ich mit meinem Kind und der Familie verbracht. Und genug Ferien hat ja ein Student auch. WIE jemand seine Familienplanung gestaltet, ist sicher jedem selbst überlassen. Aber MÖGLICH ist eben alles, ohne dass man eine schlechte Mutter oder eine schlechte Fachfrau sein muss. Dem einen fällt das Lernen und Studieren eben leichter und dem anderen vllt. schwerer. Das muss man dann eben selbst abwägen. Und NUR Ehefrau oder NUR Mutter und Hausfrau wollte ich nie sein. Darin sah und sehe ich nicht "meine Aufgabe"
:-/ Und wenn Mutter UND Vater da sind, liegt ja die Verantwortung nicht NUR bei der Mutter ?!- und das Kind muss nicht auf Liebe und ausreichende Erziehung verzichten.
P.S.: WENN jemand seine Aufgabe als Frau in der Mutterschaft, Hausfrau und Ehefrau sieht, finde ich das wohlgemerkt auch in Ordnung. Ich wollte jetzt damit nichts Abwertendes in dieser Richtung sagen oder andeuten.(und denke auch nicht so)