Ich will......und ich muss

Thema: Ich will......und ich muss

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Hallo Rotkehlchen,

    du hast es schon ganz richtig erkannt: an deinem Befinden ändert die Diagnose erstmal nichts, sie hat dem ganzen nur einen Namen gegeben. Helfen kannst du dir jetzt höchstens in dem du dir aufgrund des Namens mehr Informationen dazu holst und damit vielleicht auch Tipps und Hilfe von anderen Betroffenen, die manchmal mehr wissen als ein Arzt...

    Wie willst du denn jetzt weiter verfahren?

    Viele liebe Grüße
    Lanny

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Hallo Lanny,

    die Ereignisse überschlagen sich eigentlich. Ich kann gar nicht so oft schreiben, wie sich Dinge ändern.

    Mein Therapeut versucht mich immer wieder in "Bewegung" zu bringen. Ist ja auch richtig. Aber es quält mich. Nicht im Körper, im Kopf und das macht mich fertig und ich habe dieses hilflose Gefühl.

    Schweinehund, weil man schwer ist usw. überwinden fiele mir leichter.

    Ich mache nun einen Plan, was ich jeden Abend mache (Tiere versorgen, Bewegungseinheit, Entspannungs-CD).

    Aber mir geht ständig die Zeit laufen. Gestern war ich um 20 Uhr zu hasue wg. Physiotherapie, Montag um 19 Uhr wg. Therapie.

    Die Depressionen werden schlimmer und mir fällt es immer schwerer meinen Job zu bewältigen. Aber die Arbeit ist wichtig.

    Ich habe mir teure Schuhe gekauft um mehr halt zu haben. Aber ich bin immer noch sehr Gangunsicher. Meist begleitet mich meine Mutter zu arbeit, weil ich angst vor dem Weg habe. Nicht die Anstrengung, die unsicherheit.

    Meine Physiotherapeutin meint, dass man das gut hinbekommt mit ein paar Koordinationsübungen. Übernächste Woche will ich zum Doc, weil ich eine neue VO wg. der Schulter brauche. Dann frage ich ihn danach. Mit 45 bin ich dann doch zu jung, um nicht mehr alleine gehen zu können.

    Die vielen Termine nerven mich. Der Job auch. Aber irgendwie habe ich das immer geschafft.

    Gruß

    Rotkehlchen

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Es ist sehr wichtig, dass dich deine Mutter begleitet würde ich meinen, weil sie als Bezugsperson dir deine Ängste eventuell nehmen kann und dich davor bewahren kann, dass dich das Gefühl des Überfordertseins völlig einnimmt.

    Frag mal deinen Therapeuten, ob das wirklich so eine gute Idee ist auf sie jetzt bereits zu verzichten. Wenn du dir sicherer bist und du keine Angst mehr hast...

    Viele Grüße und viel Kraft
    Lanny

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Hallo Lanny,

    ich versuche das rechte Maß zu finden. Noch ist sie zu wichtig. Das ist richtig. Aber ich will mir z.B. abgewöhnen mich bei ihr einzuhaken. Man muss sich den ängsten irgendwann stellen.

    Ich habe mit meinem Arzt gesprochen. Der, der mir die Physio für die Schulter verordnet. Möglicherweise kommen die Probleme beim laufen von den Diabetischen Füßen. In zwei Wochen habe ich einen Termin beim Diabetologen. Dann werde ich erfragen, was ich machen kann.

    Es fällt mir unheimlich schwer, aber ich versuche aktiv zu werden und mich um mich zu kümmern.

    Aber da sind auch die sehr verzweifelten Momente. Vor ca. einer Woche war ich wieder so weit, dass ich nicht mehr leben wollte.

    Probleme beim Doc, mit einer Katze und dann noch streit mit meiner Mutter. Das war dann schon wieder zu viel. Aber eigentlich doch pillepalle.

    Ich habe gelernt damit zu leben. Diese Gedanken sind teil meiner Krankheit. ich mache was (schlafen, ablenken) und warte, bis es vorbei ist.

    Zum Glück habe ich gelernt, dass es vorbei geht. Immer wieder.

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Hallo Rotkehlchen,

    das will ich auch hoffen, dass du immer ganz fest daran glaubst, dass diese schwierigen Phasen auch wieder vorbei gehen und dich davon nicht fertig machen lassen darfst. Du solltest trotzdem versuchen erst gar nicht diese Gedanken aufkommen zu lassen.

    Wenn ich eine ganz schwere Phase habe, dann schaue ich Nachts in den Sternenhimmel und denke einfach an gar nichts mehr. Ich schau mir nur diese unendlichen Weiten an, diese Schönheit, das Funkeln und man weis dann, wie verschwindend klein man selbst und die eigenen Probleme doch eigentlich sind und ich bekomme so wieder neue Kraft, weil die Probleme nicht mehr so unendlich Groß wirken...

    Bitte halte uns mal auf dem Laufenden, was der Besuch beim Diabetologen gebracht hat. Würde mich wirklich interessieren, da meine Mama auch an Diabetes (Typ2) erkrankt ist und auch seit längerem über Schmerzen im Fuß klagt...

    Viele Grüße
    Lanny

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Oh Lanny, sie sollte unbedingt zum Diabetologen. Was ist mit Fußpflege und Schuhe? Wenn sie neurologische Störungen hat, bezahlt das die Krankenkasse....

    Zwischenbericht:

    Ich war beim Hausarzt wg. Langzeitzucker. Hb1c...

    Jedenfalls zur Erklärung: Ein traumhaft eingestellter Zucker hat den Wert 6,0. Vor zwei Jahren hatte ich mal 6,5, am Schlimmsten war vor ca. 5 Jahren 10,7.

    Bei den letzten beiden Messungen (alle 3 Monate) war er 8,7... jetzt ist er (einen Tusch bitte)... 7,5.

    Lt. Doc, ich habe nicht nachgerechnet, ist er somit nur noch 25 % über normal.

    Wenn sich auch auf der Waage nichts tut, so wirkt sich das ganze doch langsam aus.

    Gruß

    Rotkehlchen

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Na das hört sich doch schon Mal nach einer Verbesserung an und das ist doch toll. Klar ist das Ziel noch nicht erreicht, aber du bewegst dich mit großen Schritten darauf hin Gut

    Ich werde meine Ma beim nächsten Arztbesuch mal begleiten, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich das macht, was er ihr rät und nicht einfach aus Enttäuschung über die Medis usw. diese auf ein Mal von selbst absetzt...

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Ja Lanny, das hört sich gut an.

    Mach das, denn 4 Ohren hören mehr als 2. Ich mache übrigens ab Dienstag eine Diabetikerschulung. Vielleicht wäre das auch was für sie.

    Das ist 4 x 1,5 Std. Wenn es Dich interessiert.... berichte ich davon.

    Vor 1 Woche habe ich 2 Glas Sekt getrunken und sofort 2 kg gebunkert. Habe ich davon immer. Normalerweise allerdings gehen die wieder weg nach ein paar Tagen, weil es einfach gespeichertes Wasser ist. Diesmal nicht.

    Ich bewege mich etwas mehr. Diese Woche war ich einmal 3 Std. unterwegs, mit nur 2x20 Min. Pause. Danach war ich aber auch echt platt.

    Einmal 1,5 Std. einkäuft erledigen und heute 2 Std. Trödelmarkt. Das langsame gehen macht mich total fertig.

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Hallo Rotkehlchen,

    ja das ist ganz gut so eine Diabetikerberatung, hat meine Mutter auch schon gemacht.
    Wird die bei dir von der Kasse übernommen? Ich nehm mal an, ja!

    Wenn dein Wert bei 7,5 ist dann ist es doch ganz gut... wenn man die Werte davor mal bedenkt...

    Was machst du seither anders?

  • Antwort: Ich will......und ich muss

    Hallo Rotkehlchen,

    ja mich interessiert das auf jeden Fall. Würde mich freuen, wenn du davon berichten würdest Gut

    Ich weis nicht, ob meine Mama bereits an solch einer Schulung teilgenommen hat. Ich weis nur, dass mal ein Brief von der AOK da war, wo drin statt, dass sie jetzt an so einem Diabetes Programm teilnimmt, wenn das ihr Arzt ausfüllt und sie dann z.B. auch nicht mehr die Praxisgebühr bezahlen muss und die Medikamente verbilligt bekommt.

    Von 2 Gläsern Sekt gleich 2kg zunehmen hört sich aber sehr ungewöhnlich an. Hast du dazu denn nicht gegessen?

    Ich glaube dir, dass dir das gehen bestimmt sehr schwer und anstrengend fällt, aber es ist erstmal ein Anfang und du siehst selbst, dass es dir besser geht damit und es dir gut tut. Also verlier nicht den Willen und die Kraft und mache weiter, denn das schaffst du ganz sicher mit der richtigen Einstlellung Gut

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