Krefeld - Am Ostersonntag hatte ein Jogger die Leichen eines jungen Pärchens in einem Auto am Elfrather See entdeckt. Jetzt wurden die Leichen obduziert. Klar ist: Es war kein Verbrechen. Doch woran die 19-jährige Janine G. starb, ist noch nicht ganz klar.
Selbst die Ermittler der Krefelder Kripo warteten am Dienstag den ganzen Tag gespannt auf die Ergebnisse der Obduktion.
Am frühen Nachmittag war dann Gewissheit, was die Polizei vermutet hatte: Bei dem Tod der 19-jährigen Janine G. handelt es sich nicht um ein Verbrechen. „Es gibt keine Anzeichen von Würgemalen oder anderer Gewalteinwirkung“, erklärt Polizeisprecher Dietmar Greger.
Gestorben ist die Studentin aus Mönchengladbach an einer Sauerstoffunterversorgung ihres Gehirns. Wodurch die verursacht wurde, ist aber noch unklar. Es könnte sich auch um einen plötzlichen Herztod handeln. Diese Möglichkeit soll jetzt durch spezielle rechtsmedizinische Laboruntersuchungen geklärt werden.
„Das kann allerdings längere Zeit dauern“, sagt Greger. Gerüchte über extravagante Sexpraktiken des Pärchens sind Spekulation.
Christian W. (28) ist definitiv freiwillig aus dem Leben geschieden. Er stülpte sich eine Plastiktüte über den Kopf, band sie mit einer Krawatte zu. „Er hat sich offenbar schuldig am Tod seiner Freundin gefühlt“, erklärt Greger. Das geht aus einem Abschiedsbrief hervor, der im Auto des Moersers gefunden wurde.
Nach Erkenntnissen der Polizei hatten sich Christian und Janine schon am Samstagabend getroffen. Am frühen Morgen kam es zum Sex im Auto, bei dem Janine starb.
Christian W. fuhr dann zum Elfrather See, den er aus seiner Jugendzeit noch gut kannte (er wuchs in Uerdingen auf). Dort brachte er sich um. Das Paar hatte sich über einen Internet-Chat im Februar kennengelernt. Noch vor wenigen Tagen hatten beide in einer Moerser Disko zusammen gefeiert.