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Kinderwunsch und Aids/ HIV
Thema: Kinderwunsch und Aids/ HIV
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Stichworte (Tags):
Aids, Beziehung, Beziehungsprobleme, ehe, Eheprobleme, Embryonen, HIV, hiv positiv, homosexualität, kinderwunsch, Lesbisch, partnerschaft, Schwangerschaft, schwul, Sex, Sexualität, unerfüllter Kinderwunsch, unfruchtbarkeit, Verhütung
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geschrieben von Polgara vor mehr als 3 Jahren (17.04.2009 11:40)Antwort zu Kinderwunsch und Aids/ HIV
Das muss nicht sein. Ich glaube mit den heutigen Medikamenten kann man das HI-Virus soweit Unterdrücken, das die Chance ein infiziertes Kind zu bekommen sehr gering sind. Aber das kann Dir nur ein Arzt genau sagen. Ich habe aber irgendwo im Fernsehen mal gehört, dass die Kinder dann per Kaiserschnitt auf die Welt kommen. Die Gefahr einer Infektion ist bei einer Geburt über den normalen Weg größer. HIV ist also kein Totschlagsargument mehr gegen einen Kinderwunsch. Trotzdem sollte man immer an das Wohl des Kindes denken. Sonst gäbs da noch die Leihmutterschaft als Alternative.
Ich habe das mit Nadja auch gelesen und fand das ziemlich krass. Sie wurde ja verhaftet, angeblich weil sie ungeschützten Sex gehabt haben soll.
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geschrieben von Germano vor mehr als 3 Jahren (30.04.2009 13:21)Also ein Kind einer HIV positiven Frau ist nicht automatische auch infiziert. Dies muss aber gleich während der Schwangerschaft bekannt sein, damit man die nötigen Dinge in die Wege leiten kann. Es ist richtig dass solche Kinder per Kaiserschnitt geholt werden, aber da müssen noch ein paar Sichherheitsmaßnahmen extra eingehalten werden. Das bedeutet dass eine HIV positive Frau durchaus ein gesundes Kind bekommen kann!
Problem ist aber zum Beispiel die Konstellation: gesunde Frau, infizierter Mann mit Kinderwunsch. Hier kommt nur eine künstliche Befruchtung in Frage, umgekehrt natürlich auch, damit keiner extra angesteckt wird -
Ich habe vor einigen Wochen bei stern TV gesehen, dass man bei einer extrem geringen Anzahl an Menschen und generell Partnern, die genetisch gut zusammen passen, auch auf Kondome verzichten kann.
Mit Hilfe von Medikamenten wird das Virus soweit unterdrückt, dass sogut wie kein Nachweis mehr gefunden werden kann, dass jemand HIV hat... diese Menschen können dann auch ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, ohne das sie jemanden anstecken!
Ich möchte aber nochmals sagen, dass dies nur bei einem geringen Teil der Menschen möglich ist. Die beste Vorsorge ist immer noch die Verhütung mit Kondomen!
Übrigens habe ich in den Nachrichten gesehen, dass das Kind von Nadja kein HIV hat!
Wie findet ihr denn die Vorwürfe gegen sie?
LG Sarah
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geschrieben von Germano vor mehr als 3 Jahren (09.05.2009 17:37) -
Zitat: "Mit Hilfe von Medikamenten wird das Virus soweit unterdrückt, dass sogut wie kein Nachweis mehr gefunden werden kann, dass jemand HIV hat... diese Menschen können dann auch ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, ohne das sie jemanden anstecken!"
Das stimmt zwar nahezu, aber doch nicht ganz. Es besteht immer noch ein Restansteckungsrisiko. Ich habe mit Frauen HIV positiver Männer kommuniziert, die dieses Ansteckungsrisiko (verständlicherweise) nicht eingehen wollten. Man kann das ausschließen, indem man die Spermien des Mannes zentrifugiert. Daszu braucht man jedoch medizinische Hilfe. In Deutschland ist eine Kinderwunschbehandlung von HIV positiven Menschen jedoch so gut wie ausgeschlossen. Damit nötigt man die Paare, das Ansteckungsrisiko doch einzugehen oder eben ins Ausland zu gehen. Das allerdings können sich HIV positive Paare aufgrund ihrer ohnehin schweren sozialen Lage kaum leisten.
Informationen zum Thema HIV und ungewollte Kinderlosigkeit sind erhältlich bei Ulrike Sonnenberg-Schwan, die auch die „Deutsch-Österreichischen Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung HIV-betroffener Paare mit Kinderwunsch“ mit veröffentlicht hat.

