hallo, ich beginne mal ganz von vorne sonst kommt das alles sehr schlecht rüber...
vor ca 3,5 jahren hatte mein mann einen motorradunfall... arm gebrochen gottlob nicht mehr... morbus sudeck bekommen... berufsgenossenschaft bestand nach 7 monaten darauf das das metall wegen dem sudeck entfernt wird... gesagt getan... im januar letztes jahr gleiche stelle wieder gebrochen... durch den sudeck entkalkt der knochen...wieder op erneut metall ...während der op bekam er einen schlaganfall...
seit dem gehts bergab...bluthochdruck diabetes..beides nicht wirklich einstellbar...er fühlt sich nutzlos...schlechte laune machte sich breit...so breit, dass er unseren sohn (ich bin den ganzen tag arbeiten) zusammenbrüllt...er sei faul etc..kein guten morgern sondern ist dein zimmer aufgeräumt?... im dezember hab ich mir das bein gebrochen... musste zur kontrolle zu unserem hausarzt...dort bin ich aus für mich bis jetzt noch unerfindlichen gründen zusammen gebrochen und hab rotz und wasser geheult und ihm unsere häusliche situation geschildert...normalerweise hab ich nerven wie darahtseile... gut..der dock hat als erstes für unseren sohn (16) nen termin bei ner psychotherapeutin ausgemacht... ich mit ihm dahin...die hat dann mit ihm gesprochen und meinte danach zu mir entweder mein mann ändert was oder der junge geht kaputt...das wollten wir selbstverständlich alle beide nicht... mein mann zu unseren hausarzt..der sagte mein mann würde uns alle kaputt machen wenn er sich nicht endlich helfen lässt... ca 4 wochen später rief das klinikum an er sollte am nächsten donnerstag dort in der psychatrie erscheinen... dort ist er jetzt seit gut 4 wochen...täglich verfällt er mehr... durch den bluthochdruck...bzw die medikamente sieht es mit seiner männlichkeit nicht wirklich prickelnd aus (ich gehe davon aus er setzt sich zu viel unter druck). der letzte erfüllte sex ist schon nen bissi her...grübel..egal...ich liebe meinen mann ob mit oder ohne sex... auch wenn er seine hand weg zieht sollte ich es mal in erwägung ziehen sie mal halten zu wollen... als hätte er angst ich wollte mehr..
heute hatte er nen hoffnungsschimmer... die ärzte haben vermutet der bluthochdruck kommt von einer verengten nierenarterie.... er hin.. ihm sollte ein stent gesetzt werden... nur... während dem eingriff haben die ärzte festgestellt, dass die arterie nicht verengt ist und alle seine hoffnung wieder nen halbwegs normales leben führen zu können waren dahin...die op war heut früh um halb 10..um 10 klingelt mein telefon ...ich denk hmm ok op vorbei... ja war sie auch...am anderen ende war ein völlig aufgelöster mann...der nur noch weinen konnte... keine niere kaputt..nur die ader ok... seit dem ist er auf so einem tiefpunkt dass ich fast angst habe ihn am wochenende heim zu holen was soll das geben??? ich bin für ihn da, setze ihn mit nichts auch nur im geringsten unter druck... ich kann ihm sowas von nachempfinden...hatte selbst noch keine wissentlichen depressionen... die situation belastet uns halt alle... ich möchte ihn auffangen weiss aber nicht wirklich wie... so kenne ich meinen mann nicht..nen kerl von fast 2 metern der mir immer ne schulter als halt gegeben hat...ihn so zu sehen tut mir weh... ich will ihn nicht bemitleiden..nur auffangen... mehr als da sein kann ich nicht... versuchen zu verstehen was in ihm abgeht...er lässt mich nicht an sich ran...mitlerweile habe ich das gefühl ich bin schuld daran das es ihm so schlecht geht..wäre ich beim dock nicht zusammen gebrochen wär er noch zuhause...
ach ja..mein sohn bekommt nun auch hilfe...von der psychotherapeutin...es hilft ihm... ich kann mir nicht vorstellen das mein mann an allem wie der zwerg ist alleine schuld sein soll...zu sowas gehören immer 2 bzw. 3...
jetzt meine bitte....
was soll ich tun bzw. lassen???
vielen dank im voraus...
tina

