Beweisführung bei häuslicher Gewalt!
Fotos sind eine ausgesprochen wertvolle Art, Verletzungen zu dokumentieren. Besonders denjenigen Patientinnen, die keine Anzeige erstatten wollen, sollte erklärt werden, dass in ihrer Zukunft Fotos eine wichtige Funktion haben könnten.
Die Verletzungen heilen, aber Fotos und Berichte können beweisen, was passiert ist. Dies kann wichtig sein für künftige Anzeigen, z.B. im Wiederholungsfalle, oder bei Scheidungs- und Sorgerechtsprozessen.
• Fotos vor der Behandlung machen.
• Nur bei Dringlichkeit eine Sofortbild-Kamera benutzen (z.B. wegen Gerichtsterminen); besser sind Dias oder Farbfilme: sie verfärben nicht mit der Zeit.
• Die Verletzte sollte auf dem Photo mit Gesicht oder eindeutigem Kennzeichen zu identifizieren sein.
• Lineale oder andere standardisierte Objekte im Bild zeigen, um die Größe der Verletzungen zu illustrieren. Ebenso einen Zettel mit Name, Datum und Zeit mit ins Bild nehmen.
• Von jeder Aufnahme zwei Abzüge: Einer bleibt in der Krankenhaus-Akte, den zweiten Satz Bilder erhält die Patientin.
Quelle:BIG e.V.Berlin
Ich bitte euch aufgrund eigener Erfahrungen,auf diese Beweisaufnahmen zu bestehen,auch wenn ihr zu dem Zeitpunkt noch gar nicht an eine Anzeige denkt.
Ihr wisst nicht,wann ihr mit diesen Fotos eure Aussagen beweisen müsst,denn auch die Gegenseite kann euch anzeigen!