Fragen über Fragen
Wieder mal ein freundliches Hallo an Euch alle !
Jeder der mit dieser sehr umfangreichen Thematik beschäftigt ist, hat sich sicherlich schon mehrfach die Frage gestellt:
Gibt es eine Hypnose OHNE Suggestionen ? Ist die Suggestion die alleinige Ursache für eine Hypnose oder dienst sie nur als Erklärung des hypnotischen Phänomens ? Inwieweit sind Begriffe wie Suggestion, Suggestibilität, Hypnose selbst, und Hypnotisierbarkeit miteinander verbunden, bzw. bis zu welcher Grenze besteht hier überhaupt die Möglichkeit einer Trennung ?
Legen wir die gewünschte Differenzierung von Lundy, ( 1989 & 1991 ) zugrunde, der den Terminus "Suggestibilität für Hypnose" benutzt, dann ergibt sich hieraus die Frage: Ist Suggestibilität für Hypnose die Fähigkeit zu ignorieren ?
Allen hiermit befassten (arbeitenden) ist natürlich klar, daß einige Personen eine größere Fähigkeit oder Neigung haben, ablenkende Stimuli zu ignorieren. Somit besteht die Möglichkeit, daß diese Unterschiede in der Suggestibilität für Hypnose teilweise auf diese allgemeine Fähigkeit oder Neigung zurückgeführt werden können. Diese Erklärung stützt sich auf die bekannten Hypnosemodelle und trennt bewußt nicht scharf zwischen Suggestibilität und Suggestion, macht jedoch deutlich, daß es eine bestimmte Fähigkeit geben muß, die in Hypnose zum Tragen kommt.
Nun könnte man natürlich jede Suggestion als Aufforderungssituation betrachten; dies wäre (Zumindest in meinen Augen) eine ""fast" stäfliche Vernachlässigung jeglicher Realität, weil dem eine nicht zu widerlegende konstruktivistische Definition der Suggestion gegenüber steht.
Die Welt der Phänomene ist nun einmal mehr das Produkt eines innerkognitiven Vorgangs einer Konstruktion als die Repräsentation einer externen Realität. Die stabile Ordnung, die wir erfahren und die wir zum Handeln benötigen, ist das Ergebnis einer autonomen Ordnungsformung, die man als eine kontinuierliche Disambiguität ansehen kann.
Somit ist Suggestion also hauptsächlich ein Mechanismus der Stabilisierung. (oder besser AUCH
der Stabilisierung) Unterschiede in der Suggestibilität sind demzufolge dann (oder müssen zwangsläufig) doch auch Auswirkungen habitueller Unterschiede in der innersystemischen Instabilität sein ! ? ! ?
Wer hat sich mit diesen Dingen beschäftigt? Immerhin kann man sie ja als BASIS für jedes Tätigwerden auf dem Gebiet der Hypnose betrachten.
m.fr.Gr. - Inheil