Antwort: abnehmen aber wie?
ausschleichen geht nicht. es ist schon die geringste dosierung, die überhautp geht. also entweder weiternehmen, bis ich irgendwann komplett kaputt bin, oder komplett absetzen. den ersten entzug machte ich vor einem jahr. ich nahm citalopram (antidepressivum) in einer sehr hohen dosierung. ich vegetierte vor mich hin und kam überhaupt nicht mehr klar. das schlimmste für mich: mein kind litt darunter. ich habe diesen zustand über eine jahr versucht zu akzeptieren, versucht irgendwie damit umzugehen. aber es ging nicht.
mein super toller psychiater war damals der meinung, ich müsste die dinger weiternehmen, verbot mir sogar sie abzusetzen.
ich tat es trotzdem. der kalte entzug dauerte lange, es war eine denkbar ungünstige situation (mein ex), aber ich habe es geschafft, weil ich wieder leben und nicht nur vegetieren wollte.
bei meinem neuroleptikum, was ich zur zeit noch nehme sieht das schon anders aus. wirkungen haben diese tabletten keine. ich habe nach wie vor wahnvorstellungen und halluzinationen, aber keine bedrohlichen. eigentlich sind es, denke ich, halluzinationen, wie phobische patienten sie haben: es kitzelt am arm, also schau ich nach, ob dort eventuell etwas ist (käfer, spinnen, wespen) dann halt, dass ich nachts oft aufwache und denke, dass die wohnung brennt. es schränkt mich nur minimal ein, ich kann also damit leben.
was mir aber zu schaffen macht sind die körperlichen beschwerden, die wohl durchaus mit der jahrelangen einnahme des medikaments zusammenhängen.
mein arzt rät mir immernoch ab, es abzusetzen, also werde ich es wohl heimlich machen müssen. wie bei dem antidepressivum auch. ps.: arzt wechseln geht nicht, da es hier kaum psychiater gibt und die wartezeiten für einen termin monate betragen.