Thema: Hallöle

  • Hallöle

    Ich bin Mitte 40,hab ne komplexe PTBS und bin das,was man ne multiple Persönlichkeit nennt.Ich hab ne Eßstörung,die ich aber jetzt schon Jahre gut im Griff habe,war fast 20 Jahre abhängig von Tramal und immer gefährdet wegen Tilidin oder anderen stärkeren Scdhmerzmitteln,war Jahre abhängig von Schlafmitteln,hab da aber alleine nen Entzug gemacht und nehm auch heute ab und zu mal was,weil ich ne chronische Schlafstörung hab.(25 Jahre Nachtdienst in Wechselschicht als Krankenschwester).

    "Richtige" Drogen hab ich noch nicht probiert,aber ich weiß,daß ich immer und überall für jede Art von Sucht anfällig bin,weil mein Innenleben oftmal schier nicht zu ertragen ist.Ich hab zwar ne Traumatherapie hinter mir,sogar "erfolgreich",kann also halbwegs gut mit Triggern und Flashbacks umgehen,aber mit mehreren zugleich im selben Körper zu leben,macht Streß und manchmal gewaltig "wackelig".

    Mein derzeitiges Problem ist Alkohol,bin zwar (noch) nicht abhängig,aber ich trinke zu oft zu viel.Da Alkohol eigentlich mit zu meinen Triggern gehört (mir wurden schon als ganz kleines Kind harte Alkoholika eingeflößt),bring ich das Zeug praktisch nur mit Würgen runter,sozusagen als "Medizin".Und dann natürlich schnell und viel und Hochprozentiges,einfach um mich "wegzukriegen".

    Psychopharmaka sind keine Alternative für mich,da raste ich regelmäßig erst richtig drauf aus.Ich nehm da also gar nichts.

    Da ich oft mal recht intensive Gefühlszustände hab,und meist noch ein paar recht unterschiedliche gleichzeitig,ist es meist nicht möglich, "adäquat" auf alles gleichzeitig zu reagieren.Ich hab schon meine Strategien,mich selbst zu beruhigen etc.,aber manchmal geht es einfach zu lang,ist zu vielfältig oder einfach zuuu intensiv.

    Hat jemand ne Idee,was ich noch machen könnte,oder sollte ich mir einfach die "harmloseste" Sucht raussuchen und dann die S** rauslassen?*ratlosbin*

  • Antwort: Hallöle

    Hallo,

    deine Gemütszustände kann ich, glaube ich, ein wenig nachvollziehen. Wenn alles auf einen einströmt und der Stresspegel steigt, kommt es zu einer Art *Kurzschluss* im Hirn. Wie jeder damit umgeht, ist sehr individuell. Die meisten gesunden Menschen haben einfach ein *dickeres Fell* und sind stressresistenter. Wenn ich aus eigener Erfahrung sprechen darf: Es ist in den meisten Fällen besser, sich aus einer akuten Situation zurückzuziehen, soweit das möglich ist. Atemübungen helfen, ein Spaziergang um den Block...zum abreagieren. Auf lange Sicht ist es natürlich wichtig, Methoden zu erlernen, adäquat auf Anspannungen zu reagieren. Ich persönlich bin der Meinung, dass man durchaus auch mal die *S..* rauslassen kann. Wenn du dich von jemandem verbal angegriffen fühlst (als Beispiel), dann kannst du das auch sagen. Das gibt dann halt mal Knatsch, aber der ist besser auszuhalten als wenn man alles runterschluckt. Ein wirklich guter *Katalysator* ist Sport. Wenn man sich so richtig auspowert bei der Sportart, die man gerne macht, wirkt das reinigend.

    Ich drücke dir die Daumen.

    LG, Stefanie

  • Antwort: Hallöle

    Tja,mit Sport ist das so ne Sache!Darf ich aus gesundheitlichen Gründen nur sehr wenig.Für meine "Zustände" viiiiiel zu wenig!!

    Mit den ganzen Entspannungs- und Atemübungen und sonstigen Methoden bin ich durch die Traumabearbeitungen bestens vertraut - es reicht nicht!

    Montag frag ich mal meine Ärztin,ob nicht doch ein leichtes Beruhigungsmittel irgendwie möglich wäre.Ich bin derzeit in meinen Möglichkeiten sowas von eingeschränkt,daß ich echt manchmal schier die Wände hochgehe!

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