Überlastung

Thema: Depressionen

Thema: Überlastung

  • Überlastung

    Ich habe nun schon seit mehreren Jahren Depressionen und merke immer wieder, dass ich immer noch nicht so richtig stabil bin. Besonders wenn ich unter Stress gerate, mache ich mir selbst zu viel Druck und das zieht mich dann runter. Kennt ihr das auch?

    Ich muss wirklich sehr auf mich aufpassen, um nicht immer wieder abzurutschen. Manchmal schaffe ich das, manchmal nicht. Erst letzte Woche hatte ich an ein paar Tagen hintereinander Termine und das war mir alles zu viel. Ich habe gemerkt wie meine Stimmung immer niedergedrückter wurde und da haben gleich die Alarmglocken geschlagen. Zum Glück bin ich dann trotzdem ganz gut über diese stressreichen Tage gekommen. Jetzt geht es mir wieder ein bisschen besser.

    lg

    unicorn

  • Antwort: Überlastung

    mir geht das wirklich genauso. ich brauche immer viel ruhe, damit ich für manche verpflichtungen die nötige energie habe.

    wenn ich mehrere sachen an einem tag machen muss, sind magenschmerzen garantiert Sehr schlecht

    aber ich versuche nicht aufzugeben...

    hast du tipps dagegen? oder mit was "versuchst" du es?



  • Antwort: Überlastung

    Hallo Chrisi,

    Die einzigste Möglichkeit ist meiner Meinung nach, dass man sich nicht zu viel vornimmt und immer wieder Ruhephasen dazwischen hat. Aber manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden und es kommt zu viel auf einmal. Das zieht mich dann runter und ich fühle mich immer schlechter. Man muss sich vielleicht wirklich bewusst machen, dass man einfach nicht mehr so viel leisten kann wie früher oder wie "normale" Leute und mit dem Tempo bewusst runter geht. Es ist allerdings schwierig das für sich zu akzeptieren. Zumindest geht es mir so.

    lg

    unicorn

  • Antwort: Überlastung

    Ja, mir gehts auch so. Ich schaffe manchmal gerade so die Arbeit, Kind und Haushalt, wenn dann noch was dazu kommt, bleibt etwas von der Arbeit oder meistens vom Haushalt auf der Strecke. Kind hat vor allem Priorität, darüber kann meinetwegen die ganze Welt Kopf stehen.

    Wo ich selbst bleibe... weiß ich allerdings nicht. Mich stört mein Chaos eigentlich nicht. Auch wenn alles oft vollkommen aussichtslos aussieht, kriege ich es am Ende doch immer irgendwie gerade so hin, darauf kann ich mich verlassen. Ich versuche, mit meinen Kräften zu haushalten, so gut es geht.

    Dumm sind nur die Vorträge meiner "allwissenden" Mutter, die damals (angeblich) alles unter einen Hut bekommen hat und nicht verstehen kann, warum ich so "aus der Art schlage". Da kann man wohl so alt werden wie man will, viele Mütter neigen auch noch dazu, selbst ihren 40jährigen Töchtern erklären zu wollen, dass sie ihr Leben nicht im Griff hätten - mal ganz freundlich ausgedrückt.

    Deshalb fühle ich mich oft insuffizient, obwohl ich ohne solcherlei Vorwürfe ganz gut ins Gleichgewicht käme mit all meinen Unzulänglichkeiten. Ein Mutterwort hat vermutlich doppelt und dreifaches Gewicht im Unterbewusstsein, da kann man seine Situation noch so differenziert zu betrachten versuchen, - die Vorwürfe sitzen - wie winzige giftige Pfeile und nagen an der mühsam genug errungenen Selbstachtung. Was will und kann man da tun? Immer wieder neu justieren, relativieren, trotzdem an sich glauben und hoffen, dass es reicht...

    Naja, dann kommt noch der Druck auf der Arbeit dazu, wo man mit immer wenigen personellen und materiellen Mitteln immer mehr dokumentierte Qualität erbringen soll. WIE soll ich denn mehr als alles geben UND motiviert bleiben, wenn das noch immer nicht genug ist? Wie schütze ich mich vor Resignation und Selbstverachtung, wenn ich überall ungenügend bin?

    Stimmt ja nicht ganz, mein Kind liebt mich, wie ich bin und allein dafür könnte ich vor ihr niederknien und vor Dankbarkeit zerfließen. Sie scheint zu spüren, dass ich alles gebe, was ich kann. Schuldgefühle bleiben trotzdem, auch wenn ich solche klein zu halten versuche. Ich habe einfach Angst davor, dass sie aufgrund der Abhängigkeit über Wohl und Wehe, die ja jedes Kind vor seinen Eltern hat, mich so annimmt, wie ich bin, obwohl sie unbewusst leidet.

    Ich hoffe, dass ich wenigstens ihr und damit, weil das mein dringenstes Bedürfnis zu sein scheint, auch mir, genüge. Dann wär' es gut.

  • Antwort: Überlastung

    Hallo Euch allen!

    Ich kann mich euch nur anschließen. Ich hab ein totales Problem damit, dass ich nicht mehr so viel leisten kann, wie ich gern möchte. Ich würde gern auch wieder ehrenamtlich irgendwas machen, doch wenn es mir nicht mal gelingt, meinen Haushalt und Garten und andere notwendige Termine richtig zu händeln, wie soll ich dann erst wieder schaffen noch einen Job dazu zu haben.

    Bin ja momentan noch krank, da ich auf die Traumatherpie warte, wo die Warteliste eine Wartedauer von ca. 1/2 Jahr hat. Hoffe, dass ich während der Therpie dann auch ein Stück weit vorwärts komme und die Vergangenheit dann in meinem weiteren Leben etwas mehr in den Hintergrund geht und ich danach wieder wenigstens halbtags schaffe zu arbeiten.

    Mein Leben verlief bis jetzt ähnlich wie du, noba, es beschreibst. Ich hab mich mit meinem Chaos arangiert und nehme es mittlerweile an. Wenn ich aber andere sehe oder höre, dann denke ich immerzu, warum schaff ich das nicht so wie andere? Bin ich nur zu langsam, bin ich faul...??? K.a. Es ist einfach nur sch...

    Und auch die Gewichtung der "Mutter-Worte" kenne ich genau... Du musst dich nur zusammenreißen etc....

    Wer hat denn nen Tipp, wie man das Ganze Chaos in geordnetere, schaffbare Bahnen lenken könnte???

    LG Die Maus

  • Antworten habe ich keine,

    aber ich kann Euch so gut verstehen. Im Moment spreche ich nicht mit meiner Mutter weil dann das Gefühl von Unzulänglichkeit noch schlimmer wird. Von meiner Mutter kommen nur so Sätze wie Hauptsache du gehst arbeiten u. hast du wenigstens einen Kuchen für Pfingsten gebacken. Toll nicht?

    In meinem Kopf sind schon genüngt solcher Gedanken. Ich glaube ich muß für mich eine eigene Schablone für Leistung erstellen.

    Im Moment geht es mir sehr be... Ich versuche mir selbst zu sagen das es schon eine Leistung ist aufzustehen ,sich selbst zu pfegen und vor allem nicht aufzugeben. Das habe ich nämlich letzte Woche getan.

    Vielleicht würde es helfen wenn wir aufschreiben was wir geschafft haben u. wieviel Energie wir brauchen?

    Ich wünsche Euch alles Gute u. mögt Euch selber, Ich versuche es auch. birgitchen

  • Antwort: Antworten habe ich keine,


    Ursprüngliche Nachricht von birgitchen

    Vielleicht würde es helfen wenn wir aufschreiben was wir geschafft haben u. wieviel Energie wir brauchen?




    Ich denke schon, dass es hilft zur Abwechslung mal aufzuschreiben was man alles geschafft hat. Man muss sich klar darüber werde, DASS man etwas schafft. Und darauf kann man auch stolz sein. Gut, vielleicht ist es nicht so viel wie ein "Normaler" schaffen würde aber für uns sind Dinge wie morgens aufstehen, putzen, rausgehen etc. wirklich eine Leistung.

    lg

    unicorn

  • Antwort: Antworten habe ich keine,

    so ähnlich geht es mir mit meinem vater... es ist zwar interesse da, allerdings habe ich nie wirklich das gefühl, dass das interesse für mich als person besteht, sondern als teil dieser gesellschaft.

    ich hatte in meiner zwischenprüfung eine 1, das war natürlich super, aber was das thema war und in welche richtung ich gehen will, wurde noch nie gefragt.

    auch, wie es mit meiner therapie läuft, wurde noch nie gefragt.

    seit diversen geschichten sehe ich es auch nicht mehr, mich beweisen zu müssen - zumindest vor anderen. auch, wenn es heißt, "chrisi, da musst du dich wehren!" oder "als ob das wirklich so ist bei dir...". ICH weiß es schließlich wirklich, wie was warum so ist.

    meine tatöwierungen erinnern mich zb stark an das, was mir wichtig ist - mich nämlich selbst nicht zu verlieren, und schon gar nicht, damit ein gutes bild von mir nach außen präsentiert wird, etc.

    Ursprüngliche Nachricht von birgitchen

    aber ich kann Euch so gut verstehen. Im Moment spreche ich nicht mit meiner Mutter weil dann das Gefühl von Unzulänglichkeit noch schlimmer wird. Von meiner Mutter kommen nur so Sätze wie Hauptsache du gehst arbeiten u. hast du wenigstens einen Kuchen für Pfingsten gebacken. Toll nicht?

    In meinem Kopf sind schon genüngt solcher Gedanken. Ich glaube ich muß für mich eine eigene Schablone für Leistung erstellen.

    Im Moment geht es mir sehr be... Ich versuche mir selbst zu sagen das es schon eine Leistung ist aufzustehen ,sich selbst zu pfegen und vor allem nicht aufzugeben. Das habe ich nämlich letzte Woche getan.

    Vielleicht würde es helfen wenn wir aufschreiben was wir geschafft haben u. wieviel Energie wir brauchen?

    Ich wünsche Euch alles Gute u. mögt Euch selber, Ich versuche es auch. birgitchen



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