Antriebslosigkeit

Thema: Depressionen

Thema: Antriebslosigkeit

  • Antriebslosigkeit

    Wie alle Menschen, die Depressionen haben, leide ich auch sehr unter der Antriebslosigkeit. Es bedeutet manchmal eine wahnsinnig Kraftanstrengung, sich zu etwas aufzuraffen. Oft fängt es schon morgens mit dem Aufstehen und Anziehen an. Das ist etwas was jeder normale Mensch jeden Tag tut und doch fällt es einem Depressiven oft schwer sich dazu aufzuraffen überhaupt aufzustehen oder sich herzurichten. Damit habe ich eigentlich weniger Probleme - nicht zuletzt weil die Antidepressiva doch ein bisschen helfen - aber wenn es um Aktivitäten geht, macht sich meine Antriebslosigkeit doch immer wieder bemerkbar. Ich habe zu nichts lust, alles fällt mir schwer. Dinge, die mir früher leicht gefallen sind, stellen sich jetzt als grosser Berg dar. Mehrere Aktivitäten hintereinander sind zu viel für mich.

    Wie geht es euch damit? Wie kommt ihr mit der Antriebslosigkeit klar?

    lg

    unicorn

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    Hallo,

    das ist wirklich nicht einfach damit umzugehen. Als ich unter Depressionen litt und auch eine extreme Antriebs- und Motivationslosigkeit fühlte, habe ich irgendwann versucht mich selbst auszutricksen. Und zwar habe ich mir vorgenommen etwas was mir Spaß macht, dann zu machen nach dem ich die Aktivitäten auf die ich eigentlich keine Lust hatte hinter mich gebracht hatte. Das hat mir sehr geholfen und teilweise mache ich das immer noch so. Man trickst damit sein eigenes Gehirn irgendwo aus, weil man sich auf etwas freut zu machen und will natürlich so schnell wie möglich dahin kommen, um genau dies zu tun und dafür werden halt die unangenehmen Dinge halt so schell, wie möglich erledigt Gut

    Liebe Grüße
    DasOrakel

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    Das Problem fängt dann an, wenn man nicht wirklich Dinge hat, die einem Spass machen.... Aber danke für den Tipp, ich werde es mal ausprobieren und sage Bescheid, wie es geklappt hat ;)

    Liebe Grüsse,

    unicorn

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    Also bei mir ist das so, wenn ich da drin stecke, dass es am schwersten ist, überhaupt in die Gänge zu kommen. Wenn ich das geschafft habe und dann einmal dabei bin, was zu machen, gehen meist auch noch mehrere andere Sachen hinterher, vorausgesetzt, ich mache keine längere Pause dazwischen, sonst wirds schon wieder schwierig.

    Wenn ich meine Zeit frei einteilen kann, was selten genug ist, erstarre ich manchmal förmlich. Sachen, die sich nicht mehr verschieben lassen, erledige ich meist auf den letzten Drücker, wenn der Zeitdruck groß genug ist. Ohne diesen Druck bewegt sich meist nicht viel bei mir. Ich finde das schade, weil ich mir so unnöltig Stress mache und es vielmehr Freude am Tun bringt, wenn man, was man tut mit einer gewissen Gelassenheit tun kann, also ohne Druck. Kopfmäßig ist mir das auch klar, nur mit der Umsetzung haperts bei mir immer noch allzu oft.

    *Einfach* anzufangen, hat bei mir den größten Effekt, frei nach dem Motto: Motivation folgt dem Handeln. Aber *einfach* anzufangen ist - zumindest ohne Druck - genau das, was mir eben oft am schwersten fällt.

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    geht mir genauso... morgens ohne sinn aufzustehen und nicht zu wissen, was ansteht nimmt mir wirklich jegliche motivation... bin gerade von einem besuch von einer freundin zurück bei der ihr mehrere tage war, allerdings habe ich bisher nicht geschafft, mein zeug auszupacken... wäsche waschen war das einzige, was ich bisher hinbekommen habe, obwohl der wäscheständer noch mit dem alten zeug belegt ist... -.-

    das mit dem handeln sollte ich jetzt auch mal machen... *stöhn*

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    Hallo ihr Lieben,

    mich würde ja mal interessieren, ob es euch denn mit gutem Wetter einfacher gelingt etwas anzufangen oder ob es davon komplett unabhängig ist?

    Bei mir hat nämlich das Wetter meistens einen recht großen Einfluss auf meine Motivatio gehabt.


    Liebe Grüße
    DasOrakel

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    Also bei mir macht schlechtes oder gutes Wetter nicht sehr viel Unterschied. Naja, vielleicht ist es bei gutem Wetter ein klein bisschen besser. Wenn draussen alles grau, verregnet und dunkel ist, dann zieht einen das schon ein bisschen runter. Zumindest geht es mir so.

    lg

    unicorn

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    Bei mir ist es mehr der Gesamteindruck, kühlere oder auch laue - aber nicht zu warme - klare Tage mit niedriger Luftfeuchte beleben mich eher als schwülwarme oder nebligfeuchte. Direkter Sonneneinstrahlung soll ich mich aufgrund einer kürzlich diagnostizierten Lichtdermatose ohnehin nicht aussetzen, wenn ich jetzt mal davon ausgehe, wo meine Motivation, was zu tun oder zu unternehmen am größten ist, dann sind das eher kühle Tage - zwischen 5 und 20°C, bei bedecktem Himmel aber geringerm oder keinem Niederschlag die förderlichsten.

  • Antwort: Antriebslosigkeit

    bei mir hat das Wetter einen totalen Einfluß. Bei schönem Wetter, wenn es hell ist und die Sonne scheint, habe ich einfach mehr Energie und freue mich auf den Tag. Wenn es morgens schon alles verhangen ist fällt mir alles viel schwerer. Ich bin da wirklich sehr "wetterfühlig".

    Das ist aber schon immer so bei mir gewesen. Ich mache seit 8 Jahren eine Therapie und nehme seit dieser Zeit auch ein leichtes Medikamente gegen meine Depressionen. Trotzdem reagiere ich auf das Wetter mit mehr oder weniger Energie. Auch meine seelische Stimmung hängt sehr davon ab, leider.





  • Antwort: Antriebslosigkeit

    bei mir ist das im moment auch wieder total extrem. ich kann mich zu nichts aufraffen, jeder kleine schritt fällt mir schon schwer... ich hab solche angst, dass es nicht besser wird... ich bin so müde... habt ihr tipps, wie man aus dieser furchtbaren antriebslosigkeit wieder heraus kommt??

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