Thema: Depressionen

Thema: Hallo

  • Hallo

    Ich möchte mich vorstellen. Ich bin 50 Jahre alt und habe seit 1 1/2 Jahren Depressionen. Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht. Dann ist meine Therapeutin nach Mitteldeutschland verzogen, was mich sehr getroffen und wieder runtergezogen hat. Ich hatte ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu ihr. Seit 2 Monaten habe ich einen neuen Therapeuten der tiefenpsychologisch fundiert arbeitet. Ich dachte, dass wäre ganz gut um evtl. auf die Ursachen oder Gründe meiner Depression zu kommen. Letzten Monat ist dann mein Partnerschaftskonflikt eskaliert und ich bin in eine Krise geraten. Mein Therapeut hat mich dann in eine Klinik überwiesen. Nach 3 Wochen Krisenintervention geht es mir jetzt etwas besser. Ich warte auf einen Platz für einen stationären Aufenthalt und weiss nicht so recht, wie ich die Zeit bis dahin überbrücken soll. Habt Ihr Ideen?

    LG Peddy

  • Antwort: Hallo

    Hallo Peddy! Ich denke, dass es hilfreich wäre, so lange die ambulanten psychiatrischen Anlaufstelle/n in deinem Ort zu nutzen. Viel Glück und viel Kraft! Grüße von Noba.

  • Antwort: Hallo

    Hallo Peddy,

    Willkommen hier im Forum. Vielleicht kann dir das Forum auch in gewisser Weise eine Stütze sein, denn hier kannst du von deinen Problemen erzählen. Und meiner Meinung nach bringt es sehr viel, wenn man sich alles mal von der Seele schreibt. Das hilft zum Teil auch bei der Verarbeitung von Problemen. Auf jeden Fall wirst du hier stets ein offenes Ohr finden.

    Was die Überbrückung der Zeit bis zum stationären Aufenthalt angeht, denke ich auch, dass du vielleicht vorübergehend zu einer ambulanten psychiatrischen Anlaufstelle gehen könntest. Auf jeden Fall solltest du versuchen, dich irgendwie beschäftigt zu halten. Zu leicht kommt man ins Grübeln und vom Grübeln in Gedankenstrudel und von Gedankenstrudeln in Krisen. Vielleicht kannst du versuchen dich abzulenken.

    Was auch nützlich wäre, ist ein Tagesstrukturplan. Also ein Plan wo du dir die Zeit einteilst in Dinge, die du machen musst oder gerne machen möchtest. Da ist es sehr wichtig, dass der Plan ausgewogen ist. Das heisst, dass sowohl Dinge, die zu erledigen drin sein sollten als auch Erholungspausen.

    Wie gesagt, kann dieses Forum dir ein wenig eine Stütze sein, denn hier findest du Gleichgesinnte, Menschen, die auch mit Depressionen zu kämpfen haben. Das führt zu einem grösseren Verständnis deiner Situation, als du es vielleicht in deiner Umwelt erlebst.

    Wenn es dir nicht gut geht oder du Hilfe im Forum brauchst, dann kannst du mich gerne jederzeit anschreiben.

    Liebe Grüsse,

    Unicorn

  • Antwort: Hallo

    Vielen Dank für die Tipps. Ich habe inzwischen eine Selbsthilfegruppe besucht und einen Termin bei meinem Therapeuten bekommen. Jetzt sind es auch nur noch 6 Tage. Die bekomme ich auch noch rum.

    Viele Grüsse Peddy

  • Antwort: Hallo

    Hallo Peddy,

    Super, dass du jetzt gleich einen Termin bei einem Therapeuten bekommen hast. Diese paar Tage kriegst du jetzt bestimmt auch noch rum. Vielleicht magst du ja später erzählen, wie es beim Therapeuten war?

    Liebe Grüsse,

    unicorn

  • Antwort: Hallo

    hallo peddy,

    die tage bis zum termin erscheinen meist immer sehr lange - so war es bei mir auch. man fühlt sich sehr am boden und dann greift man zum "letzten": zum therapeuten und dann muss man "sein" problem auch noch aushalten...

    aber glaub mir, es lohnt sich!

  • Antwort: Hallo

    Hallo Peddy,

    ich kann verstehen, wie schwer es dir wohl fällt etwas in einer akuten Phase zu tun. Aber die Depression ist beherrschbar. Vieles ist wieder erlernbar.

    Ist es doch die Sicht die wir haben, die uns manchmal auch sehr zu Boden schlägt. Schön ist es, dass du dir therapeutische Hilfe geholt hast. Das ist der erste Schritt. Ich selber machte ein Tagebuch, schrieb alles nieder egal was und wie. Später nahm ich das Tagebuch mit zum Therapeuten. Heute kann ich sagen, dass das sehr gut war. Vieles war aus meinem Kopf, brauchte es nicht bis zum nächsten Termin festzuhalten. Natürlich nehme ich auch Medikamente. Aber hier muß der Arzt mit dir gemeinsam suchen, welches Medikament für dich geeignet ist. Ich meine hier, wie es auf dein befinden anschlägt oder welche unangenehmen Nebenwirkungen es hat. Was dem einen gut ist muß nicht für den anderen gut sein. Dazu sind die Organismen zu verschieden. Aber das richtige zu finden ist eben Sache eines GUTEN Arztes. Auf dem Markt gibt es inzwischen viele Medikamente ( Antidepressiva). Antidepressiva verändern jedoch nicht die Persönlichkeit, sind an sich keine Psychopharmaka wie fälschlich immer dargestellt wird.

    Ich wünsche dir viel Erfolg beim erlernen im Umgang mit der Depression. Dann wird das Leben leichter und du wirst schneller wieder das Licht am Ende des Tunnels sehen können.

    LG Rojal

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