Hallo an alle 
Um alle hintergründe zu klären müßte ich weit ausholen. daher schreibe ich erstmal nur "das nötigste". ihr könnt gerne nachfragen, wenn etwas nicht klar ist.
vor einem halben jahr hatte ich eine phase, in der ich mich (wieder mal...) öfter selbst ritzte. nicht im dissoziativen zustand, denke ich. höchstens depersonalisiert fühlte ich mich. war nicht ganz bei mir. wie hinter milchglas. aber ich plante es. es "passierte" mir nicht. meine mutter war, bevor sie verstarg lange im hospiz, das war eine belastende zeit und viele ursachen meines verhaltens sind mir klar. seit januar bin ich auch in behandlung - tiefenpsychologisch fundierte kurzzeitherapie. leider muß die therapie vorerst enden - umzug aus beruflichen gründen. ich kann mich noch immer nicht damit abfinden.
ich kann nicht sagen, ich wäre jetzt zufrieden mit mir und der welt. ich kann aber auch sagen, dass es mir besser geht als vor einem halben jahr.
trotzdem...ich komme nicht dahinter...vieleshabe ich schon erfahren, wußte einiges vorher schon, anderes war mir neu...ich kenne viele gründ für mein verhalten.
aber ist es schon zur sucht geworden? ohne konkreten auslöser/anlass denke ich jeden tag (!) daran mich zu verletzen. ich brauche sehr viel kraft um dem drang zu widerstehen. bisehr habe ich in letzter zeit nur einmal nachgegeben. auch da völlig geplant - aber dieses mal zigarette...denn ich weiß, dass ich da "schneller" die lust verliere, es tut mir mehr weh. (gott, klingt das pervers)
und ich bin noch nciht mal stolz darauf, dass ich dem drang widerstehen kann... nein. im gegenteil. ich bin stolz, wenn ich es getan habe. nur bereue ich es weil mein beruf viel mit öffentlichkeit zu tun ha und ich keine chance habe, die spuren zu verstecken. das ist meine hauptmotivation, es nicht zu tun...
wie ist das bei euch? kennt ihr dieses sucht verhalten? bzw, wenn ja, war das von anfang an bei euch so? oder hat es sich erst dahin entwickelt? wie geht ihr damit um?
ich freu mich auf kommentare!
Liebe Grüße, zwischenwesen


