Botanischer Steckbrief:
Augentrost gehört zu den Braunwurzgewächsen (Familie der Scrophulariaceae) und ist ein einjähriges Kraut von bis zu 30 cm Höhe.Der aufrechte Stängel ist wenig verzweigt.Die Blätter sind 3-17 mm lang,grasgrün,länglich-eiförmig und am Rand gezähnt.Die Blüten sind weiß,blau oder rötlich-violett und stehen zu mehreren in Ähren in den Achseln der oberen Laubblätter.Auffälliges Merkmal der Augentrostblüten ist der gelbe Fleck auf der dreilappigen Unterlippe.Blütezeit ist Juni bis September,je nach Standort und Witterung.Geerntet wird zu Beginn der Blütezeit.
Verwendete Teile und Inhaltsstoffe:
Arzneiliche Verwendung finden sämtliche oberirdische Teile.Die Sammlung erfolgt zur Blütezeit.Pharmakologisch wichtige Inhaltsstoffe sind Iridoide,vor allem Aucubin und Catalpol,Lignane,Flavonoide und Gerbstoffe.
Verwendung in der Volksheilkunde:
Zubereitungen aus Augentrostkraut werden traditionell zu Waschungen,Umschlägen und Augenbädern bei Entzündungen der Augenlider und der Augenbindehaut angewendet.Auch bei Gerstenkörner,funktionelle Sehstörungen und Ermüdungserscheinungen des Auges.Äußerlich wird es auch bei Husten,Schnupfen und Hautkrankheiten angewendet,innerlich bei Magenbeschwerden.
Darreichungsformen und Dosierungen:
Fertigarzneimittel (Augentropfen)
Teezubereitung: 1-2 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen,5-10 Min. ziehen lassen und 3-mal täglich zwischen den Mahlzeiten trinken.
Aufguss für Umschläge bei Gerstenkorn: 5 EL Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen,10 Min. ziehen lassen und so heiß wie möglich zum Tränken von sterilen Verbandsstoffen verwenden.
Abkochung für Waschungen: 1 TL Kraut mit 150 ml Wasser aufkochen,5-10 Min. köcheln lassen,3- bis 4-mal täglich anwenden.
!!! Anwendungsbeschränkungen:
Bei der Herstellung von Zubereitungen die am auge angewendet werden sollen,müssen einwandfreie hygienische Verhältnisse eingehalten werden,sprich,der tee sollte für jede Anwendung frisch zubereitet weden.
Nebenwirkungen: Keine bekannt.


