Angelika -Angelica archangelica oder Engelwurz

Thema: Angelika -Angelica archangelica oder Engelwurz

  • Angelika -Angelica archangelica oder Engelwurz

    Botanischer Steckbrief:

    Abgelika (Familie der Apiaceae)ist eine stattliche Pflanze mit bis zu 2 m Höhe.An einem runden,etwa armdicken hohlen und gerillten Stängel sitzen sehr große Blätter (60-90 cm) und weiße,bis gelbliche Blütendolden.Die Engelwurz blüht im Juli und August.



    Verwendete Teile und Inhaltsstoffe:

    Medizinisch verwendet wird die getrocknete wurzel.Wichtige Inhaltsstoffe sind Cumarine,Kaffeesäurederivate und das ätherische Öl.



    Verwendung:

    Bei Rheuma,Husten,Menstruationsbeschwerden,Appetitlosigkeit,Völlegefühl,leichten Magen-Darm-Krämpfen sowie bei Leber- und Gallenkrankheiten.



    Darreichungsformen und Dosierungen:

    Verwendet werden Flüssigextrakt,Tinktur,ätherisches Öl oder die losen getrocknete Wurzel als Tee.

    Empfohlene Tagesdosis: 1,5 - 3 g Extrakt, 1,5 g Tinktur, 10-20 Tropfen ätherisches Öl oder 4,5 g Wurzeldroge.

    Teezubereitung: 1 TL fein geschnittene Wurzel mit 150 ml heißem Wasser übergießen,10 min. ziehen lassen,1-bis 2-mal täglich 1 Tasse 30 Min. vor den Mahlzeiten trinken.



    !!! Anwendungsbeschränkungen:

    Nicht während der Schwangerschaft anwenden.Während der Anwendung auf längere Sonnenbäder verzichten.



    Nebenwirkungen:

    Die photosensibilisierenden Eigenschaften (durch Furancumarine) machen lichtempfindlich.Bei intensiver Sonnenbestrahlung oder Überdosierung der Angelikawurzel können allergieartige Hautausschläge auftreten.

  • Antwort: Angelika -Angelica archangelica oder Engelwurz

    http://www.wuerzkraut.de/bilder/inhalt/engelwurz.jpg


    Allgemeines: Seit dem 14. Jahrhundert ist die Engelwurz (angelus = lat. Engel, archangelus = lat. Erzengel) bei uns heimisch. Ursprünglich stammt sie aus den Laubholzgebieten der nördlichen Regionen Osteuropas. Sie wächst bevorzugt an den nährstoffreichen, zeitweise überschwemmten Ufern von Flüssen sowohl im Tiefland als auch im Mittel- und Hochgebirge, seltener auch als Zierpflanze im Garten. Der Engelwurz wurden geradezu überirdische (Name mit Engel und Erzengel) Kräfte nachgesagt, denn sie sollte die Pest und mancherlei Infektionskrankheiten heilen.



    Volksmedizin: Die Wurzeln der Engelwurz werden bei Magenleiden angewendet, wirken schweißtreibend und entwässernd. Jedoch ist Vorsicht geboten, da sie bei einer Überdosierung giftig sind und Engelwurz dann die Nerven schädigt. Engelwurz soll auch einen Ekel gegenüber Alkohol verursachen.



    Küche: Die jungen Blätter sind sehr aromatisch und können an Suppen oder Mischgemüse verwendet werden, eignen sich aber auch für Salate.



    Anbau: Engelwurz sollte im Herbst ausgesät werden, denn die Samen keimen nur unter Frosteinfluss und verlieren schnell an Keimfähigkeit. Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Der Boden sollte nährstoffreich und feucht sein und der Standort halbschattig.


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