Botanischer Steckbrief:
Arnika (Familie der asteraceae) ist eine mehrjährige,krautige staude,die 20-60 cm hoch wird.Die Blätter sind grundständig und rosettenförmig.Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und August.
Verwendete Teile und Inhaltsstoffe:
Arzneiliche Verwendung finden die getrockneten Blütenstände.Pharmakologisch wichtige Inhaltsstoffe sind Sesquiterpenlactone,Flovonoide,Cumarine,Kaffeesäurederivate und ein ätherisches Öl.
Verwendung:
Bei Gebärmutterblutungen,Herzmuskelentzündungen,Arteriosklerose,Angina pectoris,Muskel- und Gelenkschmerzen,Schleimhautenzündung im Mund-und Rachenraum,Hautentzündungen, Insektenstichen,stumpfen Verletzungen.
Darreichungsformen und Dosierung:
Verwendet werden Fertigarzneimittel wie Salben oder Gele,ölige Auszüge,
die verdünnte Tinktur für Mundspülungen,Umschläge oder zum Einreiben.
Die Tinktur sollte 10fach mit Wasser verdünnt werden,Verhältnis 1:10
Teezubereitung: 2 TL Blüten mit 150 ml kochendem wasser übergießen,10 Min. ziehen lassen und abgekühlt mehrmals täglich für Umschläge verwenden.
In der Homöopathie ist Arnika ein wichtiges Wundheilmittel.Es wird aus dem getrockneten Wurzelstock der Pflanze hergestellt,die homöopathische Salbe dagegen aus dem frischen,blühenden Kraut.
!!! Anwendungsbeschränkungen:
Zubereitungen aus Arnikablättern dürfen nicht innerlich angewendet werden ! Sie sollten außerdem nicht bei bekannter Allergie gegen Korbblütler (z.B. Kamille,Löwenzahn) verwendet und nicht über längere Zeit auf offene Wunden aufgetragen werden.
Nebenwirkungen:
Arnikablüten lösen relativ häufig Allergien aus,die sich in Form von Hautausschlägen mit Juckreiz äußern.
Die unverdünnte Arnikatinktur kann auch ohne Allergie Ekzeme hervorrufen.
Bei innerlichen Anwendung sind Vergiftungen mit starker Schleimhautreizung und Herzmuskellähmung möglich.



