Heilpilze ( Shiitake, Reishi )

Thema: Heilpilze ( Shiitake, Reishi )

  • Heilpilze ( Shiitake, Reishi )

    Shiitake

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    Lentinula edodes jap.: Shiitake hell- bis dunkelbrauner Hut von 5-12 cm Durchmesser, auf abgestorbenem Holz von Eichen, Buchen, Kastanien, vorzüglicher Speisepilz.

    In Asien wird der Shiitake aufgrund seiner wertvollen Inhaltstoffe schon lange als König unter den Pilzen betrachtet. In seinem Fruchtkörper sind zum Beispiel allein sieben der acht für den Menschen essentiellen Aminosäuren enthalten sowie u. .a. auch Eritadenin. Letzteres erhöht das LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin und wirkt somit der Arteriosklerose entgegen.

    Aus dem Fruchtkörper und auch aus dem Mycel des Shiitake konnten darüber hinaus Polysaccharide isoliert werden. Lentinan, ein wirksames Polysaccharid, beispielsweise aktiviert die Immunantwort, wirkt hemmend auf das Wachstum von Tumoren und steigert die Insulinproduktion. Es verwundert daher nicht, dass der im Shiitake enthaltene Wirkstoff Lentinan in Japan bereits als Medikament für die Behandlung von Krebs zugelassen ist.

    In der Mykotherapie (Pilzheilkunde) wird dieser Heilpilz hauptsächlich zur Behandlung von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose eingesetzt. Da er bindegewebsfestigend wirkt, vermag er Gefäßschäden zu verhindern, die zu Arteriosklerose führen können.



    Dieser positive Effekt wird noch verstärkt, indem der Shiitake die Blutfettwerte günstig beeinflusst: Er senkt die Triglyzeride, den Gesamtcholesterinspiegel und hebt den für den Körper günstigen HDL-Cholesterinwert an. Ablagerungen in den Arterien werden verhindert bzw. bereits bestehende Ablagerungen werden von den Arterienwänden entfernt. Dadurch beugt der Shiitake Arteriosklerose vor und verhindert ihr Fortschreiten - eine wichtige Vorraussetzung für eine intakte Durchblutung und die Regulation des Blutdruckes. Vor allem der durch Gefäßablagerungen (Arteriosklerose) verursachte Bluthochdruck kann durch den Shiitake günstig beeinflusst werden.

    Herzerkrankung



    Neben der Gewährleistung einer intakten Durchblutung können mit Shiitake aber auch die Folgen einer gestörten Durchblutung therapiert werden. Dies ist der Grund, warum der Pilz bei Migräne und Tinnitus so erfolgreich eingesetzt wird. Shiitake wird auch dort verwendet, wo eine Regulation des Immunsystems wichtig ist: Bei Grippe und Erkältungen, Herpes, AIDS, Allergien, Bronchialentzündungen und Pilzinfektionen (Candida albicans). Sowohl bakterielle, als auch virale Erkrankungen können mit diesem Pilz behandelt werden.

    In der chinesischen Heilkunde wird der Shiitake zur Hemmung des Wachstums von Tumoren eingesetzt, vor allem bei Brust-, aber auch bei Magenkrebs. Außerdem gibt es positive Erfahrungsberichte bei Gelenksentzündungen (Arthritis), Gicht und Rheuma.

    Unter der Anwendung von Shiitake kommt es zu einer verbesserten Leberfunktion und die Leberzellen werden geschützt.

    Auch wird diesem Pilz ein positiver Effekt auf unser Hormonsystem zugeschrieben. So wirkt er sich zum Beispiel günstig bei der Regulierung von Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion aus.

    Shiitake liefert die wertvolle Vitamin-B-Kombination B1, B2 und B3. Jede Körperzelle braucht Vitamin B2, um Energie zu gewinnen. Die Nerven benötigen Vitamin B2 für die Konzentration. Mit seinem hohen Gehalt an Kalzium, Kalium und den Spurelementen Zink, Eisen und Phosphor ist der Pilz ein wahres Kraftpaket für Knochen, Muskeln und Nerven.

    In Folge dessen ist der Shiitake auch geeignet bei Erschöpfung, Überarbeitung und dem chronischen Müdigkeitssyndrom. Sein Gehalt an Ergosterol (eine Vorstufe von Vitamin D), das zum Knochenaufbau benötigt wird und vor allem in Fleisch enthalten ist, macht ihn zudem zu einer wertvollen Alternative für Vegetarier.

    Generell ist der Shiitake ein allgemein aufbauender und stärkender Pilz, der die Alterungsvorgänge im Körper aufhalten kann.

    Durch Studien nachgewiesene Wirkungen des Shiitake:
    • Durch Veränderung des Phospholipidstoffwechsels in der Leber kommt es zur Senkung des Cholesterinspiegels.
    • Der Inhaltsstoff Tyrosinase senkt den Blutdruck.
    • Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin:

    Eigenschaften: süß, neutral

    • Milz, Magen (bei Leere, nicht aber bei Blockaden)
    • Stärkung von Mitte und Qi
    • verhilft Exanthemen zum Durchbruch
    • bei Appetit- und Kraftlosigkeit
    • gegen häufiges Wasserlassen
    • bei Rachitis
    • bei Magen- und Gebärmutterkarzinom
    • bei Hyperlipämie


  • Reishi ( Ling Chi )

    Reishi (Ling Chi)

    http://www.nlnv.de/upload/pressetext/reishi.jpg Ganoderma lucidum dt.: Glänzender Lackporling jap.: Reishi rundlich, seitlich gestielter Hut mit runzliger Haut, in Auen-, Eichen- und Hainbuchenwäldern auf Baumstämmen, zunächst hellgelb, später rötlich- bis schwarzbraun glänzend.

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    Pilz der Unsterblichkeit
    Herausragend ist die verbesserte Sauerstoffaufnahme des Blutes durch den Reishi, die sich positiv auf die Herzaktivität auswirkt. Er steigert die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels, hilft bei verengten Herzkranzgefäßen, Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche.

    Dieser Heilpilz hat auch eine sehr positive Auswirkung auf alle Entzündungen im Körper. Und gerade Entzündungen entpuppen sich in letzter Zeit als zentraler Vorgang im Körper, denn sie dienen nicht nur dazu, Bakterien zu zerstören und Wunden zu heilen. So haben jüngste Forschungen gezeigt, dass Entgleisungen der entzündlichen Prozesse im Körper auch zu Herzinfarkt, Krebs, Diabetes oder Alzheimer führen können. Somit spielt der Reishi eine zentrale Rolle für unsere dauerhafte Gesunderhaltung bzw. für unsere Genesung.

    Insbesondere wirkt der Reishi auch bei Leberentzündungen. Dort forciert er die Entgiftung und führt damit zur Senkung der Blutfettwerte. Seine außerordentliche Wirkung entfaltet er zudem bei Asthma, chronischer Bronchitis, Husten und Atemnot, denn er verbessert die Sauerstoffaufnahme im Blut, was zum Beispiel auch für Sportler sehr nützlich ist. Er führt überdies zur Verbesserung neurologischer Leiden, vor allem bei Kraftlosigkeit, Nervenschwäche, Vergesslichkeit, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit. Herzrhythmus­störungen oder starke Blutdruckschwankungen kann er ins Gleichgewicht bringen.

    Weiterhin zeigt der Reishi positive Wirkungen bei Schädigungen der Nieren, akuter und chronischer Hepatitis, viralen Erkrankungen wie Herpes zoster, Hautkrankheiten und hier insbesondere bei Neurodermitis, Muskeldystrophie und Allergien. Auch hat er eine stark entspannende Wirkung auf die Muskeln.

    Generell reguliert der Reishi unser Immunsystem und weckt und unterstützt damit die Selbstheilungskräfte unseres Körpers.

    Seit 4.000 Jahren sagt man dem Reishi magische Kräfte nach - heute sind sie wissenschaftlich bewiesen.

    Der Reishi wird erst seit rund 30 Jahren kultiviert. Bis dahin war es ausgesprochen schwierig und beschwerlich, ihn überhaupt zu finden. So musste man der Überlieferung nach oft schon 100.000 alte Pflaumenbäume absuchen, wollte man auch nur ein paar wenige Exemplare von ihm bekommen. Der Pilz war so begehrt und so rar, dass die chinesischen Kaiser eigens für ihn Expeditionen ausrüsten ließen. Kein Wunder, denn im Chinesischen ist der Reishi auch bekannt als „Pilz des langen Lebens" oder als „Kraut spiritueller Kraft". Zum Teil wird er auch als „Zehntausend-Jahre-Pilz" oder gar als „Pflanze der Unsterblichkeit" bezeichnet.

    Auf der Suche nach wirkungsvollen natürlichen Maßnahmen wurde eine Selbsthilfegruppe von Eltern an Neurodermitis erkrankter Kinder auf den Reishi aufmerksam. 80 Prozent der Kinder reagierten positiv auf den Heilpilz. D.h. die Neurodermitis bildete sich nach und nach zurück und innerhalb von drei Monaten normalisierte sich das Hautbild.

    In China wird der Reishi bereits seit über 4.000 Jahren zu medizinischen Zwecken eingesetzt und man stuft in dort sogar als wertvoller ein, als den Ginseng. In dem bekannten Arzneimittelbuch „Shen Long Ben Tsao", das bereits vor 2.000 Jahren geschrieben wurde, findet sich eine Klassifizierung aller zu dieser Zeit bekannten Kräuter. Zur hochwertigsten Gruppe, den „Kräutern Gottes", gehört auch der Reishi. Er wird dort als „König der Heilpflanzen" bezeichnet und nimmt vor allen anderen die erste Stelle ein.

    Aus heutiger Sicht sind diese Verehrungen sehr gut nachvollziehbar. Denn fast alles, was man im alten China über die Wirkung des Reishi schrieb, konnte in aktuellen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden. Zwar war damals der Begriff „Immunkraft" noch nicht bekannt. Doch man meinte dasselbe, wenn man betonte: „Der Reishi-Pilz hilft, Krankheiten zu besiegen, und erhöht die Lebenserwartung des Menschen". Heute ist es gesichert, dass er sowohl vorbeugende Wirkungen wie heilende Wirkungen hat. Er unterstützt in jedem Fall das Energiesystem unseres Körpers und hilft uns, gesund zu bleiben, bzw. wieder gesund zu werden.

    Durch Studien nachgewiesene Wirkungen des Reishi:
    • Die Histaminfreisetzung wird durch die enthaltenen Triterpene verhindert.
    • Es kommt zur Senkung des Gesamtcholesterins in Plasma und Leber über eine verminderte Cholesterinsynthese und / oder einen beschleunigten Cholesterinstoffwechsel.
    • Reishi ist kann sowohl bei akuter wie chronischer Hepatitis angewendet werden. Bei Leberzirrhose wirkt er antientzündlich und antifibrotisch.
    • Die oxidative Schädigung von Leber und Nieren kann verhindert werden.
    • Reduzierung von Schmerzen und Hauterscheinungen bei Herpes zoster.
    • Unabhängig davon, ob die Einnahme vor oder nach der Bestrahlung (Röntgenstrahlen) erfolgt, kommt es zu einer schnelleren Wiederherstellung der ursprünglichen Leuko-, Erythro- und Thrombozytenspiegel.
    • Reishi wirkt nervenschützend und fördert die Differenzierung von Nervenzellen.

    Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin:

    Eigenschaften: süß, warm bis neutral
    • wirkt auf Magen, Milz, Lunge, Leber, Niere und Herz
    • beruhigt und nährt Herz
    • tonisiert Qi und Xue, nährt das Blut
    • bewegt Toxine und zerstreut Akkumulation
    • wirkt adstringierend
    • beruhigt den Geist
    • als Tonikum
    • als Sedativum
    • bei Entzündungen, Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Krebs, Schlaflosigkeit, Husten, Schwindel, Appetitlosigkeit, Asthma, Bronchitis, Magengeschwüren, Arthritis, Neurasthenie, Nephritis, Höhenkrankheit, Muskeldystrophie und zur Immun­modulation

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