Ein fröhliches Hallo........

Thema: Ein fröhliches Hallo........

  • Ein fröhliches Hallo........

    ich stell mich mal vor:

    also ich bin weiblich, 68er Baujahr, verheiratet seit 2005 und Mami von drei Kindern. Zwei Jungs 23 und 22 und ein Mädel 7. Ich lebe im schönen Erzgebirge und meine Brötchen verdiene ich mit meiner eigenen Firma (Industrielackierungen und Korrosionsschutzbeschichtungen auf metallischen Untergründen). Mein Mann hat eine Festanstellung auch im Bereich Lacke und Farben noch als Anwendungstechniker. Morgen hoffen wir als Key Account Manager.



    Warum ich hier bin:



    Seit längerer Zeit gehts mir nicht gut. Die Haare fallen aus, Übelkeit direkt nach dem Essen, Müdigkeit wechselt sich mit Schlafstörungen ab, Schwindel, Herzklopfen, Frösteln, Migräne, unreine Haut und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Natürlich bin ich von einem Arzt zum anderen gepilgert mit dem Ergebnis dass ich einige Liter Blut losgeworden bin und noch immer nicht weiss was hier los ist.



    Beim letzten Bluttest ergab sich dann doch etwas Interessantes und Überraschendes denn daran hätte ich im Leben nie gedacht. In meinem Blut fand man Antikörper gegen körpereigenes Insulin und Fetteinlagerungen in der Leber.

    Mein Natriumspiegel schwankt extrem nach unten und dann wieder normal. Meine Internistin hat mir erneut Blut abgenommen und dann musste ich was total Süßes trinken und dann zwei Stunden warten. Zwischendurch piekste man mich in den Finger (geringer Anstieg des Blutzuckerspiegels). Dann erneute Blutabnahme. Das Ergebnis kenne ich noch nicht. Auch der Progeseronspiegel wird mit überprüft wegen des Haarausfalles.



    Noch etwas zu meiner Konstitution: ich bin 165 cm groß und wiege 60 Kg. Ich treibe wenig Sport und ernähre mich gesund; d. h. wenig Kohlehydrate, wenig Fett, viel Eiweiß und Vitamine. Fabrikzucker meide ich so gut es geht.



    Heute morgen gabs was zu feiern und deswegen einen Berliner mit reichlich Zucker dran. Direkt danach wurde mir speiübel. Nach ein paar Minuten gings wieder besser. Was kann man davon halten?



    Bekomme oder habe ich Diabetes? Ist es vieleicht dieser LADA-Diabetes? Ich habe nicht dieses Durst-Schwitzen-Pinkeln-Symptom wie es bei Diabetes oft beobachtet wird. Was sagt ihr dazu?



    LG, Bree

  • Antwort: Ein fröhliches Hallo........

    Hallo Bree,

    mach dich jetzt mit dem Diabetes nicht verrückt, das Ergebnis bekommst du ja bald. Ich finde es gut, dass dein Arzt verschiedene Blutuntersuchungen macht. So kann man nach und nach bestimmte Krankheiten ausschließen oder behandeln. Deine vielen Befindungsstörungen können leider viele Ursachen haben. Da es mir einmal ähnlich ging, weiß ich wie schwer es ist, rauszufinden woran es liegt. Bei mir waren es dann verschiedene Ursachen. Ich habe 3 Jahre gebraucht, bis es mir wieder halbwegs gut ging. Folgende Tips hätte ich für dich: Fruktosetolleranztest, Bestimmung der Darmflora, Schilddrüsenkontrolle, Hormonstatus. Unter welchen Nahrungsmittelunverträglichkeiten leidest du? Wenn der Arzt keine ernsten ERkrankungen feststellt, dann empfehle ich dir auf jeden Fall eine Entsäuerung mit Mineralstoffen, den Aufbau der Darmflora mit ganz speziellen Mitteln sowie zusätzlich Vitamine, je nachdem wie deine Unverträglichkeiten aussehen.

    Viel ERfolgt! Heischu

  • Antwort: Ein fröhliches Hallo........

    Hallo!

    Danke für Deine Antwort.

    Ich habe heute angerufen. Am Montag kann ich zu meiner Ärztin für die Auswertung des Befundes kommen. Die Ergebnisse sind jetzt da.

    Den Fructosetest habe ich schon mehrmals gemacht und auch einen Lactosetest, beide negativ. Das ist es also nicht. Eine Zeit lang hatte ich Probleme mit Histamin. Das lag an meinen Nebennieren. Die waren stark geschwächt weil ich über 20 jahre stark geraucht habe und vor drei Jahren habe ich mit dem Quatsch dann aufgehört. Das war wohl dann doch zuviel Stress für meine Nebennieren. Durch eine histaminarme Diät und entsprechende Mikronährstoffe habe ich das aber soweit wieder im Griff und es geht jetzt schon wesentlich besser. Probleme habe ich nur mit Vollkornprodukten (starke Blähungen und Bauchschmerzen, Verstopfungen). Nach Rotwein bekomme ich leichten Durchfall und manchmal ist mir nach dem Essen total übel. Aber das kann ich nicht deutlich an einem Lebensmittel festmachen. Ich habe aber festgestellt, dass da meistens Zucker mit im Spiel ist. Ich esse ja eigentlich fast nie Zucker, deshalb ist es auch nur manchmal so, dass mir übel wird.

    Meiner Darmflora geht es bestens. Ich habe die letzten Jahre immer Probiotika dafür genommen aufgrund der Histamin-Unverträglichkeit. Das hat sehr geholfen und ein toller Nebeneffekt ist, ich bekomme so gut wie nie Erkältungen u. ä.

    Meine Schilddrüse ist getestet worden, alles normal. Zur Zeit bin ich am Hormonstatus dran. Es sieht so aus, als ob mir die Prämenopause zu schaffen macht. Östrogendominanz verbunden mit Progesteronmangel. Darauf beziehe ich auch einige meiner Beschwerden, wie den Haarausfall, die Hautprobleme, Wärmehaushalt. Ich brauche eben nur noch die Diagnose von einem Arzt um auch eine Therapie machen zu können. Ohne Arzt geht das nun mal nicht. Bei meiner Suche nach der Ursache des hormonellen Ungleichgewichtes stieß man eben auf vorgenannte Antikörper und die komischen Leberwerte.



    Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren nehme ich sowieso schon längere Zeit und ich werde das auch weiterhin, weil es mir gut tut. Übersäuert bin ich nicht.. Ich mache regelmäßig den Test mit dem Urin und da ist alles bestens.



    Ich denke dass da nicht mehr viel bleibt. Ernsthafte Erkrankungen konnten bisher einige schon ausgeschlossen werden. Das Einzige was eben auffällig war sind die Antikörper und die Leberwerte. Alles andere ist okay. Progesteronspiegel steht ebenfalls noch aus, erfahre ich am Montag mit der Auswertung des Blutzucker-Zeugs.

    Ich melde mich dann wieder!



    Gruß. Bree

  • Antwort: Ein fröhliches Hallo........

    Hallo Bree,

    ich schätze, Du liegst mit Deiner Vermutung nicht ganz verkehrt. Bei mir spielten auch alle Hormone mit Beginn der Menopause verrückt und das Endergebnis war Diabetes Typ 2. Nur bist Du noch reichlich jung dafür, aber das soll es ja geben...

    Ich finde es gut, dass Du Industriezucker meidest, den braucht man wirklich nicht. Wenn Du Probleme mit Vollkorn hast, ernähre Dich doch mal ganz ohne Brot. Gluten-Unverträglichkeiten werden oft sehr spät erkannt. Kennst Du die LOGI-Methode? (www.Logi-Methode.de) Wenn Du Dich nach dieser Pyramide ernährst und die Beschwerden verschwinden, dann ist das DEINE Ernährung. Liebe Grüße Redschnecke

  • Antwort: Ein fröhliches Hallo........

    Ich kenne die Logi-Methode und habe sogar ein Kochbuch dafür. Ein recht gutes. Die Pyramide ist mir geläufig. Allerdings habe ich mir das Kochbuch fürs Abnehmen gekauft und damit mein Dickerchen auch abnimmt. Ich habe die letzten drei Jahre auf Brot verzichtet, weil ich HIT hatte und mit der hefe nicht klarkam. Ich muss sagen, das Brot ist mir dabei ganz schön abgegangen und eigentlich bin ich froh endlich mal wieder etwas Brot essen zu können.

    Gluten-Unverträglichkeit ist untersucht worden. Keine Antikörper gegen Gluten nachweisbar.

    Die Prämenopause beginnt bei manchen Frauen schon mit 35. Bei den meisten sind es die 10 Jahre vor der eigentlichen Menopause. Also zwischen 40 und 50. Der Östrogenspiegel ist noch hoch genug, aber das Pendant dazu, das Progesteron ist zu niedrig und das verursacht die typischen Beschwerden. Ich habe auch meine Regel ganz komisch. Der Zyklus ist mal länger mal kürzer. Am zweiten Tag ist die Regel sehr stark, am dritten fast weg um dann am 4. Tag plötzlich wieder zu kommen für ein zwei Tage. Manchmal ist der Zyklus auch nur 3 Tage lang dafür stark oder 7 Tage lang aber recht schwach. Ich bin überzeugt davon, dass hier die Hormone verrückt spielen und mir die Wechseljahre ankündigen wollen.



    Kann sein, dass auch durch jahrelange Einnahme der Anti-Baby-Pille, die Hormonproduzierenden Drüsen ein wenig faul geworden sind. Wozu arbeiten wenn die Hormone auch so zur Verfügung stehen. Jetzt wo ich die Pille nicht mehr nehme entsteht ein Defizit. Ich hoffe nur, dass meine Ärztin herausgefunden hat woran es liegt. Nächste Woche bin ich schlauer. Vieleicht bin ich ein Fall für Utrogest. An die Diabetes-Geschichte glaube ich erst wenn ich es schwarz auf weiss sehe.



    Danke für Deine Antwort!

    Schönes Wochenende noch,



    LG, Bree

  • Antwort: Ein fröhliches Hallo........

    Hallo!

    also ich war nun gestern bei meiner Ärztin. Jetzt habe ich endlich Gewissheit. Es ist nun doch Diabetes, aber noch im Anfangsstadium Typ1. Der sogenannte LADA-Typ. Dieser entwickelt sich bekanntlich in Richtung Typ 1 innerhalb von höchstens 5 Jahren. Da meine Beschwerden schon seit drei Jahren bestehen gehe ich nicht davon aus, dass mir noch recht viel Zeit bleibt bis ich Insulin zuführen muss. Momentan gehts noch ohne. Ich muss Diät einhalten und soll mich bewegen. Im Dezember bin ich zur Diabetiker-Schulung bestellt worden. Naja, wenigstens hört das Rätselraten jetzt auf. Ich muss mich mit dem Thema jetzt erstmal auseinandersetzen und Informationen sammeln. Aber ich bin sicher, dass ich das schon hinkriege.



    LG, bree



    PS: Freue mich über Tips und Ratschläge aller Art bezüglich Diabetes und Ernährung!

  • Antwort: Ein fröhliches Hallo........

    Hallo Bree,

    na ja, es gibt bessere Nachrichten. Aber Gewissheit ist ja auch nicht verkehrt! Wenn man den Feind kennt, kann man ihn bekämpfen.

    Auch bei DM 1 und LADA ist LOGI nützlich, weil dabei die Bauchspeicheldrüse weitestgehend geschont wird. Im LOGI-Forum schreiben auch zwei Typ 1er aktiv mit: Jelle und Katti, letztere ist "vom Fach". Es ist leider so, dass bei weitem noch nicht überall optimal beraten wird. Es ist aber Deine Gesundheit!!!

    Alles Gute wünscht Dir Redschnecke.

  • Hallo,

    ich werde da mal reinschauen. Das mit dem Logi ist schon klar. Mir fällt es unheimlich schwer überwiegend Gemüse und so zu essen. Das wird eine extreme Umstellung für mich. Bis jetzt ist das alles auch noch sehr neu für mich und ich weiss noch nicht so genau was jetzt alles auf mich zukommt. Ich denke nach der Diabetiker-Schulung bin ich schlauer. Ich habe aber auch schon bemerkt, wenn ich zuviele Kohlenhydrate gegessen habe wird mir bald nach dem Essen total übel und schwindelig.



    Gruss, Bree

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