Antwort zu Antwort: Weg vom THC..auf in ein neues Leben
Antwort: Weg vom THC..auf in ein neues Leben
Die Frage, ob chronischer Cannabiskonsum bleibende Beeinträchtigungen von Denk- und Wahrnehmungsfunktionen verursacht, ist nicht abschließend erforscht, so dass sich nur vorläufige Antworten geben lassen. Sicherlich gibt es keine groben Beeinträchtigungen kognitiver Funktionen und vermutlich keine Auswirkungen auf die allgmeine Intelligenz [Anmerkung: man denke im Gegensatz dazu an die folgen chronischen Alkoholkonsums!], wie sie etwa in Intelligenztests messbar wäre. Chronischer Cannabiskonsum macht also nicht dumm [Anmerkung: und Gelegenheitskonsum deshalb schon gar nicht]. Möglicherweise könnten jedoch geringfügige Beeinträchtigungen höherer kognitiver Funktionen auftreten, die Auswirkungen auf die Bewältigung komplexer Aufgaben haben könnten. Die Alltagsrelevanz dieser Veränderungen ist vermutlich gering, aber über diese Frage wird auch in Zukunft gestritten werden.
Nadia Solowij vom Nationalen Drogen- und Alkoholforschungszentrum der Universität Sydney (Australien) befasst sich seit langem mit den Auswirkungen des Cannabiskonsums auf Gehrinfunktionen und ist eine der renommiertesten Expertinnen auf diesem Gebiet. In einem Buchbeitrag schreibt sie zusammenfassend:
"Der Langzeitkonsum von Cannabis führt nicht zu groben, kognitiven Defiziten, aber es gibt jetzt genügend Hinweise, dass er eher subtilere und selektive Beeinträchtigungen höherer kognitiver Funktionen verursacht. (...) Die Langzeitrisiken für die meisten Anwender sind nicht gravierend, und die Wirkung ist relativ gering, (...). Der Umfang der Wiederherstellung der kognitiven Funktionen ist noch unklar."
Selbst chronischer, starker Cannabiskonsum ist also keine Bedrohung für die allgemeine Intelligenz und kognitive Leistung eines Menschen. Nur bei einzelnen, höheren kognitiven Funktionen kann es zu "subitlen, geringen und nicht gravierenden" Beeinträchtigungen kommen, die zudem unter Umständen nach Absetzen des Konsums wiederherstellbar sind. Vor allem Berichte aus persönlicher Erfahrung weisen darauf hin. Hier besteht jedoch sicherlich Forschungsbedarf.
Dass es jedoch (zumindest temporäre) Beeinträchtigungen gibt sollte mit obigem Text bewiesen sein. Bei chronischem, starken Konsum einer chemischen Rauschsubstanz ist dies auch nicht weiter überraschend. Überraschend ist eher die Geringfügigkeit der Auswirkungen, vor allem im Vergleich zu anderen legalen oder illegalen Rauschmittel wie dem Alkohol oder Kokain.
Ich jedenfalls konsumiere seit 27 Jahren Cannabis, seit August verg. Jahres mit Erlaubnis des BfArM/Bundesopiumstelle, um meine Spastik und mein chron. Schmerzsyndrom zu behandeln. Voraussetzung für die Unterstützung meines Arztes war eine neurologische Untersuchung, mit der ich nachweisen musste, dass bei mir keinerlei neurologische Ausfallerscheinungen vorhanden sind.
Auch ist die Einlassung mit der höheren Lungenkrebsgefahr so nicht zu halten. Zugegeben, wenn man an einem Tütchen zieht, inhaliert man tiefer und hält die Luft etwas an, wodurch man mehr Schadstoffe aufnimmt, als wenn man eine Zigarette raucht. Jedoch kann man das umgehen, wenn man einen "Vaporizer" verwendet (Inhaltsstoffe werden verdampft - es findet also keine Verbrennung statt, kanzerogene Stoffe entstehen dabei nicht!). Im Übrigen bestätigen auch hier viele Studien, dass insbesondere CBD (Cannabidiol) eine krebshemmende Wirkung auf den Organismus hat, weshalb es mittlerweile sogar schon abgeschlossene kontrollierte onkologische Studien gibt, in denen die Wirkung einzelner Cannabinoide auf Zellmutationen erforscht werden/wurden. Hirntumore werden z.T. schon erfolgreich mit Cannabinoiden behandelt. Wenn man sich dafür interessiert, einfach mal danach googlen.