Thema: Noch eine neue

  • Noch eine neue

    Hallo Zusammen,

    seit meinem ca. 6 .Lebensjahr (also seit 21 Jahren) leide ich unter einer Agoraphobie. Richtig diagnostiziert wurde sie erst 2000 nach einem Selbstmordversuch.

    Gleichzeitig musste ich die Erfahrung machen missbraucht zu werden. Ich habe mir immer gewünscht das jemand bei mir ist, kann nicht alleine sein, dass haben meine Betreuungspersonen ausgenutzt. Ich wollte doch nur nicht alleine sein und ein bisschen Liebe abkriegen.

    Richtig schlimm wurde die Agoraphobie nach dem Selbstmordversuch. Ich konnte das Haus nicht mehr verlassen und habe mich eingeigelt. Von meiner Umwelt habe ich immer nur zu Hören bekommen "stell dich doch nicht so an". Ich hatte ganz übele Angst. Mein selbstmordversuch war ein Hilfeschrei, den aber keiner hören wollte, denn seelische Krankheiten gibt es in unserer Familie ja nicht (mittlerweile weiß ich irgendwie haben die alle eine psyschische Erkrankung nur machen die Augen davor zu).

    Ich konnte dann irgendwann wieder raus, weil mich meine Mutter begleitet hat (Abhängigkeit nach einem Menschen in der Umgebung). Dieses denken habe ich heute noch, es geht sogar soweit, dass ich mich den missbrauchenden Leuten aussetze um nicht alleine sein zu müssen, den es könnte ja sein, dass ich eine Panikattacke bekomme und mir keiner hilft. Das ist ein Teufelskreis in dem ich mich befinde.

    Ich habe 2008 dann endlich ein studium begonnen was mir auch sehr viel Freude macht. Aber ich merke wie sehr ich doch immer noch in meinem Leben durch die Angst eingeschränkt bin.(Ich habe immer meine Medikamente, Wasser und mein handy dabei, ohne bin ich kein Mensch) Ich brauche immer jemanden in meiner Nähe. Klausuren überstehe ich nur mit Medikamenten zugedröhnt, da bin ich wieder darauf angewiesen, dass mir der Aufsichtführende einen "Fluchtplatz" zuweisen kann.

    Seit 2000 (meinem Selbstmordversuch) bin ich in therapeutischer Behandlung. Dabei habe ich die Therapeuten schon mehrmals gewechselt, weil ich mir immer mehr davon versprochen habe, wie ich bekommen habe. Ich dachte Therapie wäre dazu da, um gemeinsam mit dem Therapeuten eine Lösung zu finden, vor allem für die vielen Teufelskreise in denen ich stecke. Aber irgendwie habe ich immer das Gefühl alleine zu sein. Ich habe Gruppentherapie 2 mal gemacht, kann mich aber nicht öffnen.

    Ich brauche etwas an das ich mich festhalten kann und habe so schon oft auf den "Prinz mit seinem Gaul" gewartet, der mich hier (aus meinem Elternhaus, was für mich die Hölle ist) heraus zuholen.

    Was meint ihr? Was soll ich tun? Bei mir herrscht das Motto " Ich bewundere das Problem, sehe aber keine Lösung".

    Alles Liebe und danke für eure antworten!

    BabsiW27

















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