Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

Thema: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

  • Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Hallo



    erstmal bin ich froh Euch gefunden zu haben,hab mir schon fast die Finger wund gegooglet auf der Suche nach Selbsthilfegruppen,Betroffenen etc ^^



    Nachdem ich jetzt seit ca. 9 Jahren Schlafstörungen hab und seit gut 5 Jahren diese extrem Müdigkeit hab ich letzten Oktober die Diagnose IH gekriegt...Ich dachte mir nichts weiter dabei da ich mich mit den Schlafstörungen etc abgefunden hatte aber in den letzten 3-4 Wochen recherchiere ich ziemlich intensiv(so gut es denn geht da es ja so selten ist, übrigens 5mal seltener als Narkolepsie!o.O)...Hauptsächlich eben zum Thema Erfahrungsaustausch aber es ist leider genauso schwer jemanden Gleichgesinnten zu finden wie etwas über die krankheit an sich.

    Bin übrigens 21 und wohne in Münster(NRW) Gut



    LG

  • Bin ebenfalls eine Betroffene!

    Habe auch schon jahrelang Hypersomnie!

  • Antwort: Bin ebenfalls eine Betroffene!

    Hallo liebe (Mit-?)Betroffene,



    nachdem ich gestern mal wieder tierisch genervt war von meiner Müdigkeit, bin ich beim Recherchieren auf den Begriff „Idiopathische Hypersomnie“ und damit auf dieses Forum gestoßen.



    Ob diese Diagnose auf mich zutrifft, weiß ich nicht. An übermäßigem Schlafbedürfnis leide ich auf jeden Fall und daher freue mich auf die Möglichkeit des Austauschs mit anderen, die unter einer ähnlichen Problematik leiden.


    Allerdings scheint sich in diesem Forum ja nicht so arg viel zu tun...


    Bin mal gespannt! ;-)


    Viele Grüße, Nudelwasser




  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Hallo ihr,

    ich habe auch ne idiopathische Hypersomnie. Bin 24 und bei mir haben sie es letztendlich Anfang Februar diagnostiziert, nachdem sie 1,5 Jahre dachten ich hätte Narkolepsie und davor ADS und was mir nicht schon alles angehängt wurde. Natürlich Faulheit, sollte mal früher ins Bett gehen, mich nicht so anstellen, zusammen reißen etc. Kennt ihr ja sicher auch. Hatte schon einen ordentlichen Burn Out mir 17 und irgendwie schleif ich mich jetzt immer so weiter, immer mit dem Gefühl kurz vor dem Zusammenbrechen zu sein.

    Wie schafft ihr euren Alltag? Ich meine, in der Uni sind sie es langsam gewöhnt, dass ich jeden Tag paar Mal einschlaf, auch wenn die Profs es echt stört (ist ja auch peinlich). Aber wenn ich jetzt so in den Semesterferien versuch zu arbeiten: Bin heut nach meinem dritten 8-Stunden-Tag am PC völlig fertig. Hab ziemlich Angst, dass ich nie richtig arbeiten kann.

    Bekommt ihr Medikamente? Habe eine Zeit Modafinil bekommen, aber schlimme Hautauschläge bekommen, dann Ritalin, aber jetzt will/darf der Arzt es nicht mehr verschreiben. Jetzt haben sie mir im Krankenhaus zu einer Therapie (Verhaltenstherapie bei einer Psychologin) geraten, da steht ich jetzt auf der Warteliste (6-8 Monate Wartezeit). Keine Ahnung ob ich das noch so lang schaff.

    Freue mich auf Austausch, Tipps&Tricks...

    Gruß, die Chaosprinzessin...

  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Die Häufigkeit einer Diagnosestellung muß nicht mit der wirklichen Häufigkeit der Störung übereinstimmen. Wenn ich daran denke, daß bei mir die Diagnosestellung fast 30 Jahre gedauert hat. IH läuft wahrscheinlich häufig unter Depression, CFS, Burn Out (keine ICD Diagnose) oder diverse somatoforme Störungen (psychiatrischer Aberglauben) usw..

  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Hallo!

    Bin gerade beim Googlen aud diese Seite aufmerksam geworden und freue mich, endlich Leute gefunden zu haben, denen es so geht wie mir.

    Ich leide auch am IH und es war ein sehr langer Weg bis zur Diagnose. Anfangs fing es an, dass ich total erschöpft von der Arbeit (war in der Ausbildung) nach Hause kam und es mir immer schwerer fiel mich auf die Schule zu konzentrieren. Nach und nach wurden meine Noten schlechter, bin zu spät zur Arbeit und zur Schule gekommen und war immer häufiger krank. Zum Glück hatte ich nette Arbeitskollegen, mit denen ich bedenkenlos über meine Situation reden konnte und mein Ausbildungsleiter und die Personalchefin gaben mir genug Freiraum, dass ich meine Arztbesuche vorrangig nachgehen konnte. Es war kein Problem, wenn ich alle 2-3 Tage früher nach Hause gegangen bin oder gar nicht kam.

    Aus ärztlicher Sicht hat es eine Ewigkeit gedauert, bis man einen medizinischen Ansatz fand. Ich musste alle möglichen Tests über mich ergehen lassen (Schilddrüse, CT, Blutwerte, etc.), bin von einem Arzt zum anderen gerannt aber niemand konnte mir sagen, was mit mir war. Selbst die Krankenhäuser waren überfragt. Die Neurologen haben mich als psychisch instabil abgestempelt und mich als Simulantin betitelt, weil man mit Anfang 20 sowas nicht haben kann. Ich war total verzweifelt und wusste nicht, wie ich aus der Situation wieder rauskomme. Irgendwann kam mein Hausarzt auf die Idee, mich ins Schlaflabor zu schicken, dort wurde dann IH festgestellt. Ich bekam Vigil, welches erst gut angeschlagen hat und nach und nach seine Wirkung verlor. Ich habe mit einer Tablette angefangen und als ich dann bei 4 Tabletten war, bekam ich körperliche Probleme. Ich hatte Herzrasen, mir wurde schlecht und zitterte am ganzen Körper.

    Bis heute wurde keine geeignete Therapie für mich gefunden, alle Tabletten haben zu fürchterlichen Nebenwirkungen geführt. Mittlerweile schlafe ich jede Nacht durchschnittlich 12 Stunden, mal nur 10 und manchmal auch länger als 12. Es kommt immer darauf an, was ich so am Tag gemacht habe.

    Meine Ausbildung habe ich auf Grund der Krankheit nicht bestanden und jetzt finde keine für mich geeignete Arbeitsstelle. Der Amtsarzt hat zumindest für mich festgestellt, dass ich kein Schichtarbeit machen darf und immer die gleichen Arbeitszeiten brauche. Aber keine Spur von Teilzeit oder sowas. Ich bin nun dabei, dass ich die Berufsunfähigkeit (zumindest ne halbe) durch bekomme, wenn ich nur 12 Stunden wach bin, dann sind 8 Stunden täglich einfach zuviel, das Leben besteht ja nicht nur aus arbeiten und schlafen.

    Hat einer von euch schonmal an Berufsunfähigkeit oder an eine anerkannte Behinderung gedacht? Ich hab es nämlich langsam satt, mir von allen Seiten anhören müssen, ich sei faul und hätte keine Lust. Wenn ja, habt ihr da schon was erreicht und könnt mir sagen, wie man das angeht?

  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Ich bekomme wegen IH Erwerbsminderungsrente. Aber, daß ändert die Einstellung der Leute nicht, daß man eben nur faul sei, eher im Gegenteil. Stimulantien hatte ich auch verschiedene probiert, und bin zuletzt bei Ritalin geblieben. Die Wirkung von Ritalin hält nicht so lange an. So bekam ich im Vergleich zu den anderen davon die wenigsten Kopfschmerzen. Aber inzwischen muß ich mich wohl auch von Ritalin verabschieden, denn ich bekomme jetzt häufig nach Einnahme einer Tablette schon Migräne. Es ist schwer damit zurechtzukommen. Jetzt in meinen Alter ist es etwas leichter. In meiner Jugend war es eine Katastrophe. Gleichgesinnte zu treffen kann helfen. Wichtig ist, daß man sich keine Depression einreden läßt. Jede Krankheit kann Situationen erzeugen, die niederschlagend sind, so auch IH. Antidepressiva machen nach meiner Erfahrung aber bei IH den Erschöpfungszustand nur noch schlimmer, oder zeigen keine Wirkung, und damit meine ich alle Arten von Antidepressiva, denn ich habe selbst alle probiert. Und von Psychotherapie halte ich, der ich selbst Psychologe bin, auch nichts mehr. Gute Freunde sind häufig besser als ein Psychotherapeut. Das ist natürlich subjektiv und bezogen auf meine Erkrankung.

  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Hallo zusammen,

    bin auch an IH erkrankt und freue mich dieses Forum gefunden zu haben.

    Leide schon seit meinem 16. Lebensjahr unter der Müdigkeit, doch es hat fast vier Jahre gedauert bis ich die Diagnose IH bekommen habe.

    Nehme zur zeit Vigil, nachdem Captagon komplett vom Markt ist. Nur helfen tut es nicht so gut.

    Zur Zeit bin ich Arbeitslos und weis nicht mehr weiter, jetzt darf ich mich zu einer Beruflichen reha beratung bei meinem Rententräger anmelden, mal sehen was da so bei rauskommt.

    Wünsche allen Betroffenen noch einen schönen Tag

  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    hallo Gut so gings mir auch sehr gut lust zu texten ?

  • Antwort: Idiopathische Hypersomnie-Betroffene gesucht

    Hallo Teufelchen,

    es wird Dir genauso gegangen sein wie vielen hier. Über IH findet man nicht viel. Ich glaube aber nicht, daß es so wenig Betroffene gibt, sondern eher, daß die Diagnose selten gestellt wird. Gut, daß es für Dich schon nach 4 Jahren eine Diagnose gab. Es ist schon etwas Wert, wenn das Leiden einen Namen hat, auch wenn sich daraus wenig therapeutische Konsequenzen ergeben. Aber dann ergeben sich vielleicht weniger falsche therapeutische Konsequenzen, z.B. das man fälschlicherweise mit sog. Antidepressiva behandelt. Hast Du schon eingermaßen etwas in die Rentenkasse eingezahlt, so daß Du mit einer Erwerbsminderungsrente auskommen könntest? Es geht ja dabei nicht nur ums Auskommen, sondern auch darum sich damit abfinden zu können. Ich behaupte kein Mensch würde nur aus Spaß gerne Rente beziehen, so wie es manche vielleicht unterstellen mögen. Geht es bei Dir um eine Behandlung in einer Rehaklinik? Mich würde interessieren was die noch an Möglichkeiten sehen was man noch beruflich machen könnte. Ich war nie in einer Reha. Vielleicht kannst Du ja mal berichten.

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