Antwort zu Schlafapnoe
Antwort: Schlafapnoe
Hallo Günther,
seit 2004 bin ich behandelter Schlafapnoiker. Seitdem nutze ich ein nCPAP-Gerät, mit dem mir die Atemluft in einem "zarten" Überdruck zugeführt wird (5 mBar).
Jeder Gesunde hat Atemaussetzer im Schlaf. Bei ausgesprochenen "Schnarchern" sind diese Aussetzer häufiger und länger. Damit sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut. Das kann und wird zu Bluthochdruck und damit Gefäßschädigungen führen bis hin zu erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.
Es handelt sich dabei um eine unterschätzte Volkskrankheit, von der eine ähnliche Verbreitung wie bei Diabetes angenommen wird. Von diesen Millionen Betroffenen sind die Meisten bisher unbehandelt.
Ich kann Dir nur raten, mit der Erkenntnis "vermehrte Atemaussetzer" schleunigst einen verständigen Arzt aufzusuchen. Nicht jeder Allgemeinmediziner ist für diese Diagnose aufgeschlossen. (Es gibt ja auch Ärzte die rauchen.) Gib nicht locker!
Die erste Untersuchung erfolgt (vielleicht bei einem Lungenfacharzt oder Kariologen) mit einem mobilen Testgerät. Das legt man nach Anweisung der Praxis zu Hause vor dem Schlafen an. Dann wird es in der Praxis ausgelesen und die Auswertung mit dem Patienten besprochen. Wenn sich die Häufigkeit der Apnoen bestätigt, geht man per Überweisung in ein Schlaflabor. Dort wird die gleiche Untersuchung professionell wiederholt.
Auf die Diagnose "behandlungsbedürftige (obstruktive) Schlafapnoe" ist therapeutisch in den allermeisten Fällen nur mit dem oben genannten nCPAP-Gerät zu therapeutisch zu reagieren. Leichtere Formen können zwar mit einer Bißschiene oder mit Medikamentengabe behandelt werden, aber das sind Ausnahmen.
Die Behandlung mit dem nCPAP-Gerät wird normaler Weise gut vertragen, wenn man dieses "Helferlein" positiv annimmt (mein "Nasenkuschelkissen").
Viel Erfolg!
Alfred