Hilfe für Menschen mit Zahnarztangst

Thema: Hilfe für Menschen mit Zahnarztangst

  • Hilfe für Menschen mit Zahnarztangst

    Hallo ihr alle,

    ich bin ein Ex-Zahnarzt-Phobiker und hoffe, mit diesem Beitrag ein paar Leuten helfen zu können, ihre Phobie ebenfalls abzulegen.

    Aufgrund von vielen schlechten Erfahrungen seit der Kindheit hatte ich bis vor wenigen Jahren immer panische Angst vor dem Zahnarzt. Ich bin oft jahrelang nicht hingegangen vor lauter Angst. Schon der Gedanke, einen Termin ausmachen zu müssen, verursachte Schweißausbrüche, Herzrasen usw.

    Als ich vor wenigen Jahren in den Kreis Pinneberg gezogen bin, durfte ich die tolle Erfahrung machen, dass es tatsächlich Zahnärzte gibt, die einem die Angst nehmen können - ohne Hypnose, Vollnarkose o.ä. Man muss sie nur finden, und man darf und muss sich v.a. erlauben, wählerisch zu sein und Ansprüche zu stellen!

    Ein kleiner Bericht über meine Erfahrung:

    In der Zahnarztpraxis, die ich gefunden habe (Simone Kleinert in Hasloh, in der Arztsuche zu finden unter Ellerbek), werde ich von allen (Zahnärztin selbst, Assistentinnen, Helferinnen, Dame am Empfang) freundlich, ja fast liebevoll behandelt. Ich fühle mich jederzeit sicher und überhaupt nicht ausgeliefert (das war früher mein größtes Problem gewesen). Warum? Ich habe gleich von Anfang an gesagt, dass ich eine Zahnarztphobie habe, und die Zahnärztin hat sehr feinfühlig reagiert und angeboten, zuerst "nur zu gucken" und sonst nichts, wirklich gar nichts ohne meine vorherige Zustimmung zu machen. Dieses Versprechen hat sie gehalten, und das hat wiederum mein Vertrauen bestärkt. Außerdem ist es so, dass sie und ihre Kolleginnen bei einer Behandlung beim kleinsten Zucken meinerseits sofort innehalten und fragen, ob alles in Ordnung ist oder ob ich eine Pause brauche.

    Was bedeutet das bzw. wie hilft das jemandem, der nicht zufällig im Kreis Pi wohnt?

    Wie schon gesagt, man darf und muss sich erlauben, wählerisch zu sein und Ansprüche zu stellen. Früher dachte ich immer "naja, ich darf mich eigentlich nicht so anstellen, ich muss da eben irgendwie durch, da kann der Zahnarzt ja nichts dafür, dass ich so ein Waschlappen bin".

    Falsch! Ein guter (Zahn-)Arzt versteht nicht nur etwas von seinem Fach, sondern hat auch ein gewisses Einfühlvermögen und begegnet seinen Patienten mit Wohlwollen und Respekt. Das heißt, wenn jemand Angst hat, dann muss der Arzt eben entsprechend langsam und vorsichtig zu Werke gehen. Wenn er das nicht tut, dann darf ich als Patient es mir erlauben, aufzustehen und zu sagen "nein danke, ich suche mir lieber jemanden, der feinfühliger ist".

    Wenn man sich einen Zahnarzt sucht, kann man gleich am Telefon sagen, dass man Angst oder Panik hat. Man merkt dann schon an der Reaktion der Arzthelferin, ob man in dieser Praxis möglicherweise gut aufgehoben sein wird. Dann kann man eventuell auch gleich darum bitten, dass beim ersten Termin nur geguckt wird. Wenn das angenommen wird, hat man schon sehr gute Chancen Gut Wenn man sich dann schon etwas beruhigter fühlt, kann man für alle zukünftigen Termine noch drum bitten, dass man jederzeit unterbrechen darf, wenn es einem zuviel wird, oder dass man vor jedem Teilschritt der Behandlung (z.B. Entfernen von Zahnstein mit Handinstrumenten, dann mit elektrischen, dann Polieren, usw.) genau informiert wird, was gleich gemacht wird - wenn man das will.

    So - ich hoffe, ich konnte ein paar Leuten ein bisschen helfen... Würde mich freuen Gut



  • Antwort: Hilfe für Menschen mit Zahnarztangst

    Ich habe eine Zahnarzt-München sei dank- der sich auf Angstpatienten spezialisiert hat. Es gibt dort Lotuswasser zu trinken und man kann sich auf Decken und Kissen entspannen und dabei Musik hören. Das Beste ist: Die Kopfhörer kann man auch während der Behandlung auflassen. So hört man die Geräusche nicht so sehr.

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