Spinat fördert die Entstehung von Nierensteinen und Osteoporose

Thema: Spinat fördert die Entstehung von Nierensteinen und Osteoporose

  • Spinat fördert die Entstehung von Nierensteinen und Osteoporose

    imedo informiert: Das Frühjahresgemüse Spinat ist nicht für alle gesund

    Der hohe Oxalsäuregehalt im Spinat kann sich zu einem Gesundheitsrisiko speziell für Nierensteinpatienten entwickeln, klärt Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de auf. Betroffene sollten auf einen übermäßigen Konsum von Spinat verzichten, so Müller.

    Oxalsäure in Verbindung mit Mineralstoffen
    Oxalsäure ist eine weit verbreitete „Pflanzensäure“. Der menschliche Körper kann sie nicht verarbeiten und scheidet sie mit dem Urin aus. In hoher Dosierung ist Oxalsäure ungesund. Akute Vergiftungen durch den Verzehr von Gemüse sind jedoch nicht zu befürchten. Oxalsäure kann die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium und Eisen aus der Nahrung binden und so die Versorgung mit diesen wichtigen Inhaltsstoffen empfindlich stören. Der Oxalsäuregehalt vieler pflanzlicher Lebensmittel ist eine entscheidende Ursache für die Eisenmangel-Anämie bei vielen Vegetariern. Zudem kann Oxalsäure zu Osteoporose führen. Im Organismus verbindet sie sich mit Kalzium zu Kalziumoxalat. Diese Verbindung kann zu Nierensteinen führen. Kalziumoxalatsteine sind die häufigste Form der Nierensteine und machen etwa 60 Prozent aus. Außerdem entzieht Oxalsäure den Zähnen Kalzium und schädigt den Zahnschmelz.

    Spinat ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen
    Spinat besteht aus knapp 90 Prozent Wasser und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Lange galt der Eisenanteil im Spinat als außergewöhnlich hoch. Auch wenn der Physiologe Gustav von Bunge sich 1890 in der Kommastelle irrte, hat der Spinat mit 3,5 statt unglaublichen 35 Milligramm pro 100 Gramm einen viermal höheren Eisenanteil als beispielsweise Rotkohl oder Kopfsalat. Des Weiteren ist Spinat auf Grund des Folsäurereichtums ein Muss für Schwangere, denn das B-Vitamin trägt zur Entwicklung des Nervensystems des ungeborenen Kindes bei. Vitamin A und Vitamin C, die im Spinat reichlich vorkommen, stärken die Abwehrkräfte und schützen vor Infektionskrankheiten.

    Weitere Informationen über gesunde Ernährung bieten die imedo-Gesundheitsnews unter
    http://gesundheitsnews.imedo.de/.

    Zum Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten zum Thema gesunde Ernährung lädt die imedo-Community unter http://www.imedo.de/group/overview/index/1704-gesunde-ernaehrung ein.

    Zum Verständnis medizinischer Fachbegriffe dient das Medizinlexikon unter http://www.imedo.de/medizinlexikon.

    Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller (Medizinjournalist)

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