Antwort: das Kreuz mit den Autoimmunkrankheiten...
Hallo Kiraya,
> Erst vor ca. 8 Jahren hat es eine sehr gute Dermatologin in den Griff bekommen.
> An den Händen verschwunden, wechselte es aber zu den Füßen... %-|
Was nicht unbedingt für die Dermatologin spricht...
> Vor allem seit meinem 30. Lebensjahr sind immer mehr allergisch bedingte
> Autoimmunerkrankungen dazu gekommen (Asthma, Heuschnupfen, Nerodermitis,
> Glaukom, Hashimoto Thyreoditis...etvl. sogar Psoriasis - wird gerade abgeklärt).
Die genannten Krankheiten sind in erster Linie ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten. Wobei mitunter auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Besonders bei Asthma und Schilddrüsenfunktionsstörungen spielt oft auch das psychosoziale Umfeld eine ursächliche Rolle. Auch Schadstoffeinwirkungen sollten berücksichtigt werden.
> Woran kann das liegen? Vererbung? Mein Vater war auch Alleriker und Atopiker. Oder Ernährung?
Das eine schließt das andere nichts aus. Im Gegenteil. Alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten werden "vererbt". Es ist allerdings keine Vererbung im klassischen Sinne, denn die Gene selbst verändern sich dabei nicht. Die Krankheiten werden im Rahmen der Epigenetik als Vorbelastung an die nachfolgende Generation weitergegeben. Deshalb erkrankt auch jede Generation früher an diesen Krankheiten.
> Ich habe als Kind keine Muttermilch bekommen... da wird ja immer viel damit in Verbindung gebracht.
Das ist ein wichtiger Ernährungsfehler, neben den vielen nachfolgenden, die letztendlich zu solchen Krankheiten führen. Ursächlich für die Entstehung dieser Krankheiten ist eine langjährige Fehlernährung mit stark verarbeiteten Fabriknahrungsmitteln. Besonders nachteilig sind abei konservierte und präparierte Nahrungsmittel - zu denen auch die Babynahrung gehört. Du hast also völlig recht, wenn du die fehlende Muttermilch damit in Verbindung bringst. Es ist aber eben nur ein Teil der Ernährung auf dem Weg bis heute.
> Was hab Ihr so für Erfahrungen vor allem, was man dagegen tun kann??
Die Ernährungsfehler konsequent abstellen. Ich hatte selbst über 30 Jahre lang eine heftige Allergie, die mit jedem Jahr schlimmer wurde und gegen Ende ebenfalls asthmatisch wurde. In der Saison - Mai und Juni - konnte ich praktisch nur noch mit Notfallset aus dem Haus und als ich mal durch ein blühendes Roggenfeld lief, brachte mich das beinahe ins Krankenhaus. Ich hatte damals aus anderen Gründen die Ernährung umgestellt und stellte dann fest, daß die Allergie mit jedem folgenden Jahr leichter verlief, bis sie nach drei Jahren völlig verschwunden war. Das war vor acht Jahren und ich habe seitdem keinerlei Beschwerden mehr, brauche keine Medikamente und kann wieder ohne Probleme durch die Natur laufen - auch in der Hochsaison. 
Die meisten der genannten Krankheiten haben einen Bezug zum Eiweißstoffwechsel und zum Immunsystem. Beides wird vor allem durch das artfremde tierische Eiweiß sehr stark belastet, so daß ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Gesundheit das konsequente Meiden des tierischen Eiweißes ist. Es kann nach Ausheilung wieder langsam in die Ernährung aufgenommen werden, aber am Anfang muß es strikt gemieden werden. Dazu gehören: Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Quark, Eier, Joghurt und Milch. Gemieden werden müssen auch konzentrierte pflanzliche Eiweißpräparate wie Tofu, Saitan, TVP, usw.
Die weitere Ernährungsumstellung würde folgendes bedeuten:
Zu meiden sind:
- Fabrikzucker in jeder Form (nur Imkerhonig in geringen Mengen, quasi als Gewürz, ist verwendbar)
- Auszugsmehle und daraus hergestellte Produkte (Das sind praktisch alle Backwaren, die man kaufen kann)
- Fabrikfette und raffinierte Öle (Margarine, alle konventionellen Öle)
- Säfte und gekochtes Obst
Stattdessen sollte verzehrt werden:
- Echte Vollkornmehle und daraus hergestellte Produkte (aus frisch gemahlenem, keimfähigem Getreide)
- Naturbelassene Fette und Öle (Butter, Sahne, Sauerrahm, Nüsse, Kerne, Saaten, kaltgepreßte Öle (bio, nativ extra)
- Ein möglichst hoher Frischkostanteil (Gemüse, Blattsalate, Obst, Getreide in unerhitzter Form)
- Täglich ein Frischkorngericht (ein Müsli aus geschrotetem oder geflocktem Getreide mit Früchten, Nüssen, Sahne)
Das mag nun so klingen, als könnte man dann gar nichts mehr essen, aber tatsächlich fallen nur die Fertigprodukte der Nahrungsmittelindustrie weg. Man stellt sehr schnell fest, daß man dann viel abwechslungsreicher ißt und viel mehr neue Rezepte ausprobiert und das Essen wieder zu einem lustvollen Erlebnis wird mit Geschmacksnuancen, die man bisher gar nicht kannte, weil sie durch die Einheits-Fertignahrung gar nicht auftreten können.
Das ganze nennt sich vitalstoffreiche Vollwertkost nach Bruker, ist aber im Grunde nichts besonderes. Es ist eine Ernährung, wie sie bis vor rund 120 Jahren üblich war. Bis zu diesem Zeitpunkt existierten die genannten Krankheiten auch praktisch nicht. Wenn du meinst, das könnte ein Weg sein, kann ich gerne mehr dazu erzählen. Eine ganz schöne Seite dazu ist http://www.wilkesmann.de/ - dort gibt es neben vielen Rezepten (teils etwas experimentell ;) ) auch diverse Videos in denen die Ernährung erklärt wird.
Die Korrektur der Ernährungsfehler ist die notwendige Voraussetzung und Basis einer Heilbehandlung. Die Heilbehandlung selbst gehört natürlich in jedem Fall in die Hände eines Arztes, der sich mit den Krankheitsursachen auskennt. Allerdings ist es nicht so einfach einen solchen Arzt zu finden, denn von den eigentlichen Krankheitsursachen erfahren die Ärzte im Rahmen ihrer Ausbildung leider nichts. Sie lernen leider in erster Linie nur Diagnose und Symptomlinderung.