Erste Hilfe bei Hitzschlag/ Sonnenstich
Deutsches Rotes Kreuz
Hitzeerschöpfung
Eine Hitzeerschöpfung entsteht durch große körperliche Anstrengung (Arbeit, Sport) bei großer Hitze und unzureichender Flüssigkeitsaufnahme. Der Körper verliert durch Schwitzen große Mengen Flüssigkeit und Mineralien. Dies führt zu einer extremen Kreislaufbelastung, unter Umständen zu einem Kreislaufzusammenbruch.
Der Betroffene bricht plötzlich erschöpft und geschwächt zusammen, er sieht sehr blass aus, fröstelt und hat einen schnellen, schwachen Puls.
- Lagern Sie den Betroffenen sofort flach und decken Sie ihn zu.
- Ist das Bewusstsein erhalten, geben Sie ihm sofort Flüssigkeit zu trinken. Ideal sind "Iso-Drinks", Mineralwasser, Wasser, Tee o.Ä. (keine alkoholischen Getränke).
- Sorgen Sie für längere Körperruhe.
- Bei Bewusstlosigkeit entsprechende Maßnahmen durchführen und den Rettungsdienst rufen.
Hitzschlag
Ein Hitzschlag beruht auf einem Wärmestau im Körper. Bei feucht-schwüler Witterung, körperlicher Anstrengung und unzweckmäßiger Kleidung stellt der Körper die Schweißbildung ein und kann daher nicht genügend Wärme abführen. Der Betroffene hat eine trockene, rote und warme Haut sowie einen hochroten Kopf. Schwindel und Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit sind möglich.
- Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lagern Sie ihn mit erhöhtem Oberkörper und öffnen Sie seine Kleidung.
- Kühlen Sie den überhitzten Körper langsam ab. Hierzu bringen Sie Feuchtigkeit, z.B. mit feuchten Tüchern, auf die Haut und lassen sie durch Luftfächeln auf dem Körper verdunsten. Der Körper wird so auf natürliche Weise gekühlt. Mit kühlen Getränken können Sie Ihre Maßnahme zusätzlich unterstützen.
- Bei Bewusstlosigkeit entsprechende Maßnahmen durchführen und den Rettungsdienst rufen (Notruf).
Sonnenstich
Der Sonnenstich unterscheidet sich von den vorgenannten Hitzeschäden dadurch, dass nicht der gesamte Körper, sondern zunächst nur der Kopf betroffen ist. Wenn die UV-Strahlen der Sonne lange Zeit auf den unbedeckten Kopf oder Nacken auftreffen, kann eine Reizung der Hirnhäute hervorgerufen werden. Besonders Personen mit einer Glatze, Kleinkinder und Säuglinge können davon betroffen sein. Schwindel, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen sind Anzeichen für einen Sonnenstich. Der Betroffene hat einen hochroten Kopf. Auch Bewusstlosigkeit ist möglich.
- Bei Kleinkindern kann es mit Verzögerung, also einige Stunden nach der Sonneneinwirkung, plötzlich zu hohem Fieber kommen. In diesem Fall ist sofortige Arztbehandlung erforderlich, da sich eine Hirnhautentzündung (Meningitis) entwickeln kann.
- Betroffene müssen sofort im Schatten flach gelagert werden. Den Kopf lagern Sie möglichst erhöht.
- Kühlen Sie den Kopf mit feuchten, kalten Tüchern.
- Bei Bewusstlosigkeit führen Sie die entsprechenden Maßnahmen durch und alarmieren den Rettungsdienst (Notruf).

