Antwort: Trauer um die Opfer der Loveparade in Duisburg
01.08.10, 18:30 Uhr
Das was der Vater sich wünscht, ist eine Illussion und wird immer eine bleiben. Wir alle könnten in unserem kleinen Bereich den Mensch, unsere Mitmenschen, in den Vordergrund stellen. Wie viele machen das? Wie viele überlegen bei ihrem Handeln, dass sie ihre Wünschen, ihre Interessen über das Allgemeinwohl stellen und sich damit anmaßen den eigenen Wert, den eigenen Gewinn, den eigenen Spaß, die eigene Lust, ALLEM über zu ordnen.
Haben die jungen Menschen, die in die Masse drängten, aus Angst, sie könnten was versäumen oder nicht dabei sein, überlegt, in welche Not sie andere mit Ihrer Drängelei bringen könnten? Es ist schlimm, wenn Verantwortliche, die den Überblick haben sollten, nicht reagieren. Ja, das ist es. War es keinem der jungen Menschen zu eng, sich in den Pulk zu zwängen? Ist DABEISEIN alles? Wie hätten die jungen Leute reagiert, wenn keiner mehr reingelassen worden wäre? Draußen mehr gestanden hätten als drinnen?
Wie ist es, wenn eine Vorstellung zu Ende geht? Eine Veranstaltung, bei der alle Altersklassen vertreten sind! Nicht nur Teenager! Wieviele bleiben stehen oder sitzen, haben Geduld, lassen anderen den Vortritt? Beim Verlassen eines Fliegers?! Neee, rein ins Gedränge, koste es was es wolle. Ich will, ich will, ich will!!!
Jeder muss bei sich selber anfangen, eine übergeordnete Macht kann das nicht positiv regeln. Rücksicht -in jeder Lebenslage- ist ein Fremdwort geworden. Platz da, jetzt komme ich, das ist die Realität. Alles andere ist in meinen Augen die große Ausnahme, leider! Ausnahmen aber, die eine wahre Freude sind!
Boller