Wie wichtig ist Schlaf?

Thema: Wie wichtig ist Schlaf?

  • Nacht- und Schichtarbeit

    Besonders stark wird der Schlafrhythmus von Schichtarbeitern durcheinandergewürfelt. Der ständige Wechsel ihrer Arbeitszeiten - mal morgens, mal mittags, mal nachts - verkürzt ihren Schlaf und bringt ihre biologische Uhr durcheinander. Da ihr Körper zeitweilig sogar ganz gegen den natürlichen Rhythmus leben muss, leidet auf Dauer das seelische und körperliche Wohlbefinden.



    Verschiedene Untersuchungen belegen: Schichtarbeiter leiden überdurchschnittlich oft an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Schilddrüse. Innere Unruhe, Nervosität, Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände kommen meist noch dazu. Die Gefahr: bei langjähriger Schichtarbeit kann die Schlafstörung chronisch werden.



    Einen großen Einfluss hat dabei auch die Art des Schichtwechsels und die Dauer der einzelnen Schichten. Ein schnell rotierendes Schichtsystem ist besser zu bewältigen als ein langsames, Wechselschichten sollten nach vorne rotieren, also in der Reihenfolge Frühschicht – Spätschicht – Nachtschicht. Dann muss der Organismus keine zusätzliche Verkürzung des inneren Rhytmus verkraften.

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  • Schlafhygiene

    Wenn Sie einige Verhaltensregeln beherzigen und für eine gesunde Schlafumgebung sorgen, kommen Sie oft von ganz allein wieder zur Ruhe.



    • Vermeiden Sie fernsehen, lesen, lernen und natürlich auch streiten im Bett. Reservieren Sie es ausschließlich für das Schlafen und die Liebe!
    • Lassen Sie den Tag ruhig ausklingen! Versuchen Sie, mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen zu entspannen. Oder tun Sie einfach mal guten Gewissens gar nichts.
    • Legen Sie sportliche Aktivitäten auf den späten Nachmittag oder frühen Abend. Das kann das Einschlafen erleichtern. Schwere geistige und körperliche Anstrengungen direkt vor dem Schlafengehen machen jedoch wacher, als eigentlich erwünscht.
    • Vermeiden Sie es, vor dem Fernseher einzunicken! Das erschwert das spätere Einschlafen im Bett nur unnötig.
    • Essen Sie am Abend keine schweren Mahlzeiten mehr!
    • Trinken Sie am späten Nachmittag und Abend keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, schwarzer Tee, Cola) mehr!
    • Versuchen Sie, zu regelmäßigen Zeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen! Auch am Wochenende und im Urlaub sollten Sie diesen Rhythmus beibehalten.
    • Verbannen Sie einen Wecker mit störender Leuchtanzeige aus dem Schlafzimmer! Der ständige nächtliche Blick auf die Uhr setzt Sie nur unnötig unter Druck.
    • Sorgen Sie für eine Raumtemperatur zwischen 14° - 18°C und für bequeme Schlafkleidung!
    • Investieren Sie in neue Vorhänge oder Jalousien, wenn sich Ihr Schlafzimmer nicht gut abdunkeln lässt!
    • Gegen Strassenlärm oder zu laute Nachbarn hilft ein Ohrschutz, z.B. Ohropax.

    Einschlafen will gelernt sein

    Achten Sie darauf, dass Sie Stress und Sorgen nicht mit ins Bett nehmen.

    Versuchen Sie gedanklich Ihre möglichen schlafhemmenden Sorgen irgendwo zu "parken" - nur nicht im Schlafzimmer.





    Die richtige Bettdecke
    Passen Sie Bettwäsche und Ihre Schlafbekleidung der Jahreszeit an. Klingt einfach - ist aber enorm wichtig: Denn durch eine zu warme Zudecke werden Sie sich wahrscheinlich nachts unbewusst "aufdecken", die Schultern sind dann entblößt.

    Wie bei einer zu dünnen Decke sind morgendliche Verspannungen im Halswirbelbereich oder Rücken vorprogrammiert - gerade in der kalten Jahreszeit sollten Sie auf eine bequeme und wärmende Schlafbekleidung achten!



    Das ideale Bettklima

    Neben der richtigen Zudecke ist natürlich die Matratze und Unterfederung entscheidend für ein trockenes Bettklima. Denn immerhin gibt man beim Schlafen bis zu 700ml Körperfeuchtigkeit ab - Nacht für Nacht.

    Nur wenn die Matratze Feuchtigkeit ideal aufnehmen kann und durch spezielle Be- und Entlüftungskanäle zur Seite abgeben kann, ist ein entspanntes, trockenes Bettklima gewährleistet.




    Liegen Sie richtig?

    Moderne Bettsysteme stützen den Körper und vor allem die empfindliche Wirbelsäule ideal in der Rückenlage, aber auch in der Seitenlage. Unterschiedliche Zonen in der Matratze und individuell einstellbare Bereiche der Unterfederung geben dem Körper genau die Unterstützung die er braucht.

    Eine spezielle Schulterzone lässt die Schulter sanft einsinken, dadurch wird die Wirbelsäule horizontal gelagert und der Halswirbelbereich gut geschützt.





    Entspannt sein - auf die innere Uhr hören
    Ihre innere Uhr ist keine Einbildung, sondern messbar und ein biochemisch komplexer Vorgang. Wie sehr dieser Mechanismus durcheinander gerät, merken Sie erst dann, wenn Sie außerhalb "Ihrer Zeit" einschlafen oder aufwachen müssen: Sie können schlecht einschlafen oder fühlen sich völlig übermüdet.

    Folgen Sie jedoch einem längeren Zeitraum Ihrer inneren Uhr, wachen Sie sogar ein paar Minuten vor dem Weckerklingeln auf und Sie fühlen sich entspannt und ausgeschlafen.

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  • Entspannung und Stressbewältigung

    Nur wenn wir unsere eigenen Stressauslöser genau kennen, können wir lernen, gezielt mit ihnen umzugehen. Häufig liegt die Ursache für Stress in uns selbst, etwa in ausgeprägtem Perfektionismus, hohen Ansprüchen an uns selbst und an andere, in überzogenen Befürchtungen oder in der Angst, etwas (vermeintlich) Wichtiges zu verpassen, wenn wir zum Beispiel unseren Medienkonsum einschränken. Viele Faktoren, die uns die Nerven und den Schlaf rauben, sind vermeidbar. Wir können zum Beispiel



    • Telefon und Handy abstellen, wenn wir nicht gestört werden wollen
    • lernen, wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden
    • weniger Zeit vor Fernseher und am PC verbringen
    • unfruchtbare Diskussionen abbrechen
    • uns von Menschen abgrenzen, die unzumutbare Erwartungen an uns haben
    • unsere Termine großzügiger planen
    • unseren Arbeitstag besser strukturieren
    • vom Auto auf ein öffentliches Verkehrsmittel umsteigen, wenn uns Verkehr und Staus immer wieder aus der Fassung bringen

    Innere Ruhe durch Entspannung

    Wer Mühe hat, in den kleinen Nischen, die der Alltag bietet, Stress und Hektik hinter sich zu lassen, dem kann ein Entspannungstraining zu mehr innerer Ruhe verhelfen. Alle Entspannungsverfahren zielen darauf ab, das Erregungsniveau zu senken, Verspannungen zu lösen und mehr Gelassenheit zu entwickeln. Die verschiedenen Methoden lassen sich im Wesentlichen in zwei große Gruppen unterteilen: in autosuggestive und in körperorientierte Verfahren.


    Zu den Erstgenannten zählen vor allem autogenes Training, Atemübungen und Meditation. Dabei sollen Körper und Nervensystem durch eine konzentrative Selbstentspannung beeinflusst werden. Man tut (fast) nichts, versucht, ruhig und gleichmäßig zu atmen, oder versenkt sich in Gedanken und Gefühle, die als beruhigend und wohltuend erlebt werden. Das autogene Training ist wissenschaftlich gut erforscht und kann bei regelmäßiger Übung und Anwendung zur Erholung von Körper und Seele führen. Mithilfe von Meditation kann man lernen, die gesamte Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu richten. Die Umwelt gerät völlig in Vergessenheit und es kommt zu einer tiefen inneren Entspannung.

    Autorin: Ingrid Füller, 2002

  • Entspannungstechniken

    Mit ein wenig „Entspannungsübung“ können bereits Konzentration und eigener Wille zu mehr Gelassenheit und leichterem Einschlafen führen. Die Palette der verschiedenen Entspannungstechniken ist groß. Autogenes Training und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sind in Deutschland am bekanntesten.



    Im Autogenen Training lernen die Patienten, sich durch wiederkehrende Suggestionsübungen zu entspannen. Dies erfordert jedoch tägliches Üben und dementsprechend viel Disziplin. Bei der Progressiven Muskelentspannung wird der Körper durch wechselndes An- und Entspannen bestimmter Partien gelockert. Weitere erprobte Entspannungsverfahren sind die gestufte Aktivhypnose nach Lange, die Atemtherapie, die funktionelle Entspannungstechnik, bestimmte Yogaübungen, Meditation und Biofeedback. Nicht alle aufgezählten Verfahren werden von den Krankenkassen bezahlt.

    Autorin: Ingrid Füller, 2002

  • Antwort: Wie wichtig ist Schlaf?

    Bamby hat geschrieben:

    Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die beruhigend und schlaffördernd wirken. Dazu zählen vor allem:

    • Trockenbürsten. Bür....


    Hier noch weitere Ratschläge für den besseren Schlaf:

    • Bewegung und frische Luft bzw. körperliche Tätigkeiten oder einen Spaziergang zuvor
    • regelmäßig Sport
    • Nicht zu spät schwere, fette und scharf gewürzte Mahlzeiten zu sich nehmen
    • Schlaffördende Mahlzeiten sind: warme Milch mit einem Löffel Honig, Teigwaren, Ananas, Banane/ schlafstörend: Eier, Fisch, Erbsen und Bohnen
    • Mittagsschlaf und Nickerchen möglichst vermeiden
    • kurz vor dem Schlafengehen nicht rauchen
    • keine sehr gruseligen Horrorfilme zuvor sehen


    Für diejenigen, die stark unter Schlafstörungen leiden, gegebenenfalls z. B. durch Depressionen und/oder Angst sind insbesondere diese Ratschläge:

    • Erst ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist
    • nicht mit dem festen Vorsatz ins Bett gehen, schlafen zu müssen. Schon entspanntes Im-Bett-Liegen hat eine erholende Wirkung. Starke Schlafstörungen/-losigkeit sind zwar quälend, verursachen aber weder körperliche noch psychische Schäden. Sollte der Körper Schlaf dringend brauchen, so nimmt er sich ihn (dazu mehr unter dem nachfolgenden Thema "Schlafstörungen/-losigkeit bei psychischen Erkrankungen")
    • Schlafen läßt sich nicht erzwingen. Wer dies versucht, gerät leicht in einen Teufelskreis, indem gerade das zwanghafte Nachdenken über die Schlaflosigkeit diese verstärkt. Therapeuten raten, eine durchwachte Nacht nicht übermäßig ernst zu nehmen (dazu mehr unter dem nachfolgenden Thema "Schlafstörungen/-losigkeit bei psychischen Erkrankungen")
    • Aufstehen, in ein anderes Zimmer gehen, z. B. ein buch lesen, einen Brief schreiben, Video ansehen, Liegengebliebenes erledigen. Aufbleiben bis Müdigkeit entstanden ist. Diesen Schritt notfalls wiederholen.
    • Gedanken, die einem vor der Nachtruhe beschäftigen, aufschreiben
    • Schöne Ruhebilder ausdenken, z. B. Urlaubsorte
    • Nicht auf den Wecker sehen oder Licht einschalten


  • Antwort: Wie wichtig ist Schlaf?

    Schlafstörungen/-losigkeit bei psychischen Erkrankungen

    Bei psychischen Erkrankungen, wie z. B. Depressionen und Angst, kann es möglich sein, dass Müdigkeit trotz Schlafmangels nicht vorhanden ist. Der Betroffene schläft z. B. kaum oder gar nicht.

    Das ist für viele Außenstehende nicht zu verstehen.

    Kurz gesagt, kann man es so erklären:

    Bei Depressionen und Angst stellen sich Angstsymptome ein. Angst ist uns von Natur aus gegeben, auch Tieren. Gerade bei Tieren wird einem klar, dass Angst zum Überleben wichtig ist. Eine Auswirkung von Angst sind u. a. Schlafstörungen/-losigkeit.

    Unsere Vorfahren in der Steinzeit waren Jäger und Sammler. Für sie war Angst wichtig und überlebensnotwendig (z. B. durch schnelles Flüchten vor gefährlichen Tieren). Im Laufe der Evolution passte sich die Natur dem "modernen Leben", bestehend z. B. aus Stress, aber nicht an. Eigentlich müßte der Körper auf erholsame Auswirkungen umstellen. Das macht er leider nicht und leider mit diesen Auswirkungen.

    Wie schon unter dem vorstehenden Thema "Hier noch weitere Ratschläge für einen besseren Schlaf" erwähnt: "Starke Schlafstörungen/-losigkeit sind zwar quälend, verursachen aber weder körperliche noch psychische Schäden. Sollte der Körper Schlaf dringend brauchen, so nimmt er sich ihn" und "Schlafen läßt sich nicht erzwingen. Wer dies versucht, gerät leicht in einen Teufelskreis, indem gerade das zwanghafte Nachdenken über die Schlaflosigkeit diese verstärkt. Therapeuten raten, eine durchwachte Nacht nicht übermäßig ernst zu nehmen."

  • Antwort: Wie wichtig ist Schlaf?

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