Gesundheitssysteme verschiedener Länder

Thema: Gesundheitssysteme verschiedener Länder

  • Gesundheitssysteme verschiedener Länder

    Gesundheitssystem in Deutschland

    Nahezu in jedem Land weltweit, ist ein Gesundheitssystem Teil der Politik. Die in Deutschland von Otto von Bismarck initiierte Arbeitnehmerversicherung, war ein wichtiger Baustein u.a. für die spätere Entwicklung der Renten-, Kranken- oder Unfallversicherung.


    Die deutsche Krankenversicherung lässt sich grob in private und gesetzliche Krankenversicherung gliedern. Gesetzlich pflichtversichert sind u.a. Arbeitnehmer. Fast 90 % der Bevölkerung ist pflichtversichert. Beamte, Selbständige, Freiberufler und Beschäftigte mit einem Einkommen über die Versicherungspflichtgrenze, können sich freiwillig versichern.
    Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren sich dabei u.a. direkt über die Versicherten. Deren Beiträge orientieren sich hauptsächlich an dessen Einkommenshöhe. Die Leistungen sind unabhängig von der Beitragshöhe gleich. Im Gegensatz dazu, richtet sich der Beitrag in der privaten Krankenkasse u.a. nach dem vereinbarten Leistungsumfang.

    Wer sich nicht gesetzlich versichern muss, der kann sich entweder freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichern lassen oder lässt sich privat, bei einem der vielen Versicherungsunternehmen, versichern.

    Habe ich noch etwas wichtiges vergessen? Dann her mit euren Ergänzungen ;-).

  • Antwort: Gesundheitssysteme verschiedener Länder

    Interessant wäre noch zu sagen, dass Arbeitslose übers Amt versichert sind. Und die Familienversicherung sollte auch erwähnt werden. Zumal es in Ehen so üblich ist.

    Aber ich verstehe nicht, warum dieser Beitrag geschrieben wurde ? Nur Info, oder welchen Hintergrund gibt es ?



  • Dieser Beitrag wurde von Bamby vor etwa 1 Jahr gelöscht
  • Antwort: Gesundheitssysteme verschiedener Länder

    @ JuliaBaumann `s Beitrag :....wobei man zur PKV vllt. noch sagen kann, dass sich die Höhe der Beiträge auch am Eintrittsalter und am vorliegenden Risiko orientiert. (evtl. Vorerkrankunegn, betriebene Risikosportarten) und an der Berufsgruppe (also nicht nur am vereinbarten Leistungsumfang) . Die Beiträge in der PKV sind meist steigend, im Jahr so ca. 6%... also doppelt so viel im Vergl. zur GKV. Wenn man einmal in der PKV versichert ist, kommt man nur unter bestimmten Bedingungen und wenn man unter 55 wieder da raus. Ist man über 55, kann man nicht mehr in eine GKV wechseln, nur in einen Basistarif der PKV, der gleiche Leistungen enthält wie die in den gesetzlichen KK.

    Wobei das für die Versicherten witzlos ist, weil die Ärzte nach einem Gerichtsurteil vom Bundesgerichtshof trotzdem die erhöhten Sätze abrechnen darf, also der Patient dann die Differenz aus eigener Tasche bezahlen muss ! :-/

    Man bekommt in manchen PKV`s (ich weiß nicht, ob das in ALLEN so ist ), wenn man im Jahr keine Leistungen in Anspruch genommen hat, einen Teil der Beiträge zu einem bestimmten Prozentsatz zurück. Ob das im Basistarif dann auch noch so ist, weiß ich nicht.

    Also bis 55 hat man im Vergleich zu gestzlich versicherten Patienten vllt. noch Vorteile aber ab dem 55 Lebensjahr nicht mehr. (bzw. dann wenn der Versicherte aus dem Arbeitsleben ausscheidet )

    Man sollte es sich also schon in jungen Jahren ganz genau überlegen, ob man in eine PKV will oder nicht. Denn das 55. Lebensjahr erreichen ja die meisten.

    Obwohl das ja nicht immer so wählbar ist, im Einzelfall. Manchmal wird man auch durch bestimmte Bedingungen gezwungen, in die private Krankenversichrung zu gehen auch wenn man weitsichtig ans Alter gedacht hat :-/

    Und ca. 211.000 Menschen sind in Deutschland gar nicht krankenversichert und haben keinen Leistungsanspruch, gesetzliche Pflicht hin oder her ...:-/

    in Amerika dagegen, haben zig Millionen keine Krankenversicherung :-/



  • Antwort: Gesundheitssysteme verschiedener Länder

    Vielen Dank für eure Beteiligung.

    Ja, ich wollte allgemein einfach ein paar Infos dazu geben und auch über die Systeme anderer Länder schreiben. So kann man sehen, wie es woanders aussieht und darüber nachdenken, ob andere Systeme vielleicht Möglichkeiten aufzeigen die auch für Deutschland interessant sein könnten.



  • Gesundheitssystem in der Schweiz

    Schweiz

    Das schweizer Gesundheitssystem unterscheidet sich erheblich vom deutschen Gesundheitssystem. Es zeichnet sich durch eine Grundsicherung (obligatorische Krankenpflegeversicherung) und durch eine freiwillige Zusatzversicherung aus. Jeder schweizer Bürger ist verpflichtet eine Grundversicherung abzuschließen. Die Grundpauschale (Kopfprämie), welche vom Einkommen und Vermögen unabhängig ist, muss von jedem Eidgenossen bezahlt werden. Diese ist innerhalb einer Kasse (es gibt in der Schweiz nur private Krankenkassen) und eines Kantons gleich (in anderen Kantonen kann sie höher oder niedriger sein). Einen Arbeitgeberanteil gibt es nicht. Selbst nicht erwerbstätige Familienmitglieder und Kinder werden von der Regelung nicht ausgenommen (eine Familienversicherung gibt es nicht). Um eine ungerechte Kostenverteilung zu vermeiden, erhalten einkommensschwache Personen (auch Kinder und nicht erwerbstätige Personen) von Bund oder den Kantonen Zuschüsse bzw. günstige Prämien. Diese werden von den höheren Einkommensschichten finanziert.

    Die Grundversicherung deckt dabei präventive, ambulante und stationäre Maßnahmen, Medikamente und andere vom Arzt verordnete Behandlungsmethoden (z.B. Physiotherapie) ab. Der Leistungsumfang ist innerhalb der Grundversorgung bei jedem Bürger gleich. Für andere Leistungen wie z.B. Krankengeld oder jede Art von zahnärztlichen Behandlungen, kann der Schweizer eine Zusatzversicherung abschließen. Diese ist mit der deutschen privaten Krankenversicherung vergleichbar.

    Das sind die wesentlichen Punkte des schweizer Gesundheitssystems. Ich bin Dankbar für jede Art von Ergänzung bzw. über eine Diskussion, wie ihr über das System denkt und ob ihr es in dieser Form auch gern in Deutschland hättet.

  • Gesundheitssystem in Norwegen

    Norwegen


    Das norwegische Gesundheitssystem gehört weltweit zu den Besten. Das System ist jedem Bürger, unabhängig von seinen Einkommens- oder Beschäftigungsverhältnissen, gleich zugänglich. Finanziert wird das soziale System durch Steuergelder. Auf Grund dessen ist der durchschnittliche Steuersatz auch viel höher als in anderen Ländern. Geht der Norweger zum Arzt muss er eine Eigenbeteiligung von bis zu 200 Euro leisten. Da heißt, er muss Hausarztbesuche und Medikamente bis zu einer Grenze von 30 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Kosten über 200 Euro hinaus werden von den Krankenkassen getragen. Zahnarztbehandlungen müssen selbst bezahlt werden.

    Was vielleicht auch noch sehr interessant ist, ist, dass der norwegische Bürger nicht so häufig einen Arzt besucht wie der deutsche Bürger. Ihre Mentalität gebietet, dass erst einmal die von der Großmutter überlieferten Hausmittel in Betracht gezogen werden sollten bzw. sich ein Magenproblem nach einigen Tagen von selbst erledigt hat. Selbst Vorsorgeuntersuchungen finden dort seltener statt als bspw. in Deutschland

  • Gesundheitssystem in Frankreich

    Frankreich

    Das französische Gesundheitssystem wurde von der WHO als eines der besten Gesundheitssysteme hinsichtlich Versorgung und Qualität ausgezeichnet. Es gibt vier große einflussreiche gesetzliche Kassen, wobei die Kasse für lohnabhängige Arbeiter (CNAMTS) die größte Mitgliederzahl besitzt. Die staatlichen Kassen finanzieren sich durch Sozialversicherungsbeiträge. Die Krankenkassen übernehmen die Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen meist nicht direkt, was dazu führt, dass der französische Bürger den Arztbesuch bezahlen muss und von der Krankenkasse eine Erstattung zugesprochen bekommt. Darüber hinaus gibt es eine hohe Selbstbeteiligung. An einer privaten Zusatzabsicherung führt daher kein Weg vorbei.

  • Antwort: Gesundheitssysteme verschiedener Länder

    dein Beitrag ist nicht ganz richtig. Die "freiwillige" Krankenversicherung ist mitnichten freiwillig. Wer aus irgendwelchen Gründen nicht gesetzlich krankenversichert ist wird gezwungen sich freiwillig zu versichern in diesem Staaat, selbnst wenn sein Einkommen nicht ausreicht die nicht gerade niedrigen Beiträge zu zahlen. Dann hat er eben beim Arbeits- oder Sozialamt betteln zu gehen, egal ob er eine Krankenversicherung will oder nicht, wie hoch dein Einkommen ist ist denen scheißegal. Obwohl fast alle vernünftigen Leistungen, wie pflanzliche Arzneimittel und vernünftigen zahnersatz aus eigener tasche bezahlt werden müssen, wird man gezwungen beim Staat betteln zu gehen um die Ansprüche der Kassen zu erfüllen. Was soll also hier bitte schön an diesem System besser sein als beispielsweise in Frankreich, so wie das hier hingestellt wird? Dieses System ist reine Patientenverarschung, Ausbeutung und Abzocke ist das so wie alles hier!!!

    Ich finde dieses Forum eigentlich sowieso voll daneben, hier wird doch nur schöngeredet, wahrscheinlich stecken Ärzte und Kassen hinter diesem Forum, wenn man etwas Negatives über Ärzte schreibt wird es meist gelöscht, was ist also der Sinn, wenn ein Arzt den ich kritisiere, das sofort löschen lassen kann? LASST EUCH NICHT VERARSCHEN!

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